allg.: Streik im S-Bahn- und Regionalverkehr abgewendet

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Wenn alles so kommt, wie es von den Beteiligten heute verkündet wurde, wird es den unbefristeten Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) nicht geben.

Scheinbar ist geglückt, was niemand mehr zu wagen hoffte. Es gibt eine Einigung und die Zusage der GDL auf den Verzicht des Streiks. Insbesondere für die Bahnkunden in Berlin und Brandenburg ist das eine gute Nachricht. Jedoch rechnet der Bahnkunden-Verband damit, dass es zumindest am Montag doch noch zu spürbaren Einschränkungen kommen wird. Denn die die von DB Regio und der S-Bahn GmbH eingeleiteten Planungen sind nicht von einer Minute auf die andere rückgängig zu machen.

Nicht vergessen werden sollte, dass die U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse auf Grund des parallelen Streiks der Gewerkschaft Verdi der BVG weiterhin nicht fahren werden. Der Bahnkunden-Verband hofft, dass das Personal von DB Regio und der S-Bahn GmbH an die vom Verdi-Streik betroffenen BVG-Fahrgäste denkt und versucht, den Regelbetrieb nach Fahrplan so schnell wie möglich wieder anzubieten.

Der Bahnkunden-Verband hofft, dass tatsächlich die Tarifauseinandersetzung für mehrere Jahre beigelegt ist. In Zukunft sollen beide Seiten bei Auseinandersetzungen auch an die von Streiks Betroffenen denken. Nicht auszudenken, wenn es ab 10. März 2008 mit minimalen Ausnahmen überhaupt kein Bahn- und Busangebot mehr gegeben hätte! Hier dürfen die Tarifparteien – also Arbeitgeber und Gewerkschaften – nicht nur von den Fahrgästen Solidarität und Verständnis erwarten. Sie selber haben ihre Tarifauseinandersetzungen so zu führen, dass ein ausreichendes Grundangebot an Mobiliät garantiert wird. Immerhin ist die Daseinsvorsorge ein im Grundgesetz ausdrücklich genanntes und verankertes Grundrecht!

Frank Böhnke, Landesvorsitzender

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