Bahnverkehr: Landeshauptstadt Potsdam seit Sonntag nur noch Bahnprovinz

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Mit dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2006 ist die Landeshauptstadt Potsdam zu einer bedeutungslosen Verkehrsprovinz geworden. Trotz über derzeit 148.000 Einwohnern und der weiterhin steigenden Bevölkerungszahl spielt sie im Schienenfernverkehr keine Rolle mehr.

Nur zwei IC-Zugpaare der DB AG (eines über Halle und Eisenach in Richtung Westen und eines in Richtung Nordseeküste) halten noch im Stadtgebiet von Potsdam. Hinzu kommt in der Sommersaison der Harz-Elbe-Express von/nach Vienenburg bzw. Thale mit einem Zugpaar. Der „Interconnex“ Leipzig – Berlin – Rostock fährt nicht mehr über Potsdam und die Berliner Stadtbahn, stattdessen durch den Berliner Nord-Süd-Bahntunnel.

Leider haben weder Stadt- noch Landespolitiker sich bisher aktiv für eine Änderung eingesetzt. Die Potsdamer Politiker sind offenbar nur mit dem Wiederaufbau des Schlosses beschäftigt und die Landesregierung interessiert nur ihr Großflughafen. Auch für den Tourismus wäre eine regelmäßige Fernverkehrsanbindung ein wichtiger Standortvorteil.

Es ist für die Fahrgäste aus Potsdam und den südwestlich gelegenen Regionen eine Zumutung, zu Fernfahrten mit der Eisenbahn erst zum Berliner „Hauptbahnhof“ fahren zu müssen. Durch diese Umwegfahrten geht jeder Zeitgewinn verloren.

Wir hoffen das sich der neue Verkehrsminister Brandenburgs aktiv und wirkungsvoll für eine bessere Einbindung Potsdams in das Fernverkehrsnetz einsetzt.

Pressekontakt: Karsten Müller (ab 15 Uhr): 01 63 / 5 54 33 94.

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