S-Bahn: 1,2 Milliarden Euro Investition für die Bundeshauptstadt: Die neue S-Bahn-Flotte ist komplett

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Festakt für den 1000. neuen Wagen

Die neue S-Bahn-Flotte für die Bundeshauptstadt ist komplett: Im Rahmen eines Festaktes auf dem S-Bahnhof Olympiastadion wurde am Donnerstag in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste der 1000. Wagen der Baureihe 481 vom Schienenfahrzeughersteller Bombardier Transportation an die S-Bahn Berlin GmbH übergeben.

Mit einem Volumen von 1,2 Milliarden Euro ist dies die größte Investition eines Eisenbahnverkehrsunternehmens, die in den letzten Jahrzehnten für einen Fahrzeugtyp getätigt wurden. Die Finanzierung erfolgte kreditfinanziert durch die S-Bahn Berlin GmbH. Die ersten 200 Wagen bezahlte der Bund.

„Die erfolgreiche Vollendung des größten Fahrzeugbeschaffungsprogramms der Berliner S-Bahn seit dem zweiten Weltkrieg ist ein wichtiger Meilenstein für das Unternehmen“, erklärte S-Bahn-Geschäftsführer Günter Ruppert. „Mit den neuen Fahrzeugen können wir mehr Sicherheit, Transparenz und vor allem eine attraktive, zeitgemäße und umweltgerechte Alternative zum Individualverkehr bieten.“

Verjüngung des Fahrzeugparks

Seit Ende 1996 lieferte Bombardier Transportation monatlich einen Vollzug (8 Wagen) aus seinen Werken Hennigsdorf und Halle-Ammendorf an das Verkehrsunternehmen ab. Entwicklung und Fertigung erfolgte komplett in den neuen Bundesländern.

Die komfortablen Fahrzeuge dienen als Ersatz für den überalterten Wagenpark aus den zwanziger und dreißiger Jahren, der in den letzten Jahren ausgemustert wurde. Damit konnte das Durchschnittsalter der Züge in den letzten acht Jahren von 43 auf sechs Jahre gesenkt werden.

Auch die neuen Züge sind in den traditionellen rot-gelben Farben der Berliner S-Bahn lackiert und haben längst die Herzen der Fahrgäste erobert. Bequeme Polstersitze, eine transparente Gestaltung des Innenraums mit Durchgangsmöglichkeit zum nächsten Wagen und viel Platz für Fahrräder und Gepäck haben den Abschied von der vertrauten Geräuschkulisse und den Holzsitzen der alten Züge leicht gemacht.

Zuverlässigkeit durch enge Zusammenarbeit

Eine Projektgruppe von S-Bahn Berlin GmbH und Bombardier Transportation war seit Beginn der Auslieferung der Baureihe 481 tätig, um gemeinsam auftretende Probleme zu analysieren und beheben zu können. Im Ergebnis dieser Kooperation zwischen Hersteller und Betreiber präsentieren sich die neuen Fahrzeuge als äußerst zuverlässig. Während Altbauzüge durchschnittlich alle 300.000 Kilometer in die Werkstattuntersuchung mussten, ist dies bei den Zügen der Baureihe 481 erst nach 1,2 Millionen Kilometern erforderlich. Mittlerweile haben die ausgelieferten Fahrzeuge rund 250 Millionen Kilometer bewältigt. Das entspricht umgerechnet etwa 6.300 Erdumrundungen.

Die neue Technik überzeugt auch unter Umweltaspekten. Im September wurde die S-Bahn Berlin GmbH von der „Allianz pro Schiene“ beim Umweltvergleich Schienenverkehr im Bereich „Schienenpersonennahverkehr mit Elektrotraktion“ als erster Preisträger ausgezeichnet.

Orientierung an den Bedürfnissen der Zukunft

Im Jahr 2004 werden voraussichtlich 320 Mio. Fahrgäste mit den Zügen der Berliner S-Bahn auf 15 Linien und einem Streckennetz von 328 Kilometern unterwegs gewesen sein. 2003 waren es noch 315 Mio. – Tendenz steigend. Mit der Verlängerung der Linie S25 nach Teltow Stadt im Februar 2005 kommen weitere Nutzer hinzu. Schon jetzt arbeitet das Unternehmen an einer Weiterentwicklung des Fahrzeugparks. Im letzten Jahr wurden drei Züge der Baureihe 481 in Dienst gestellt, in denen alle vier Wagen eines Triebzuges komplett durchgehend begehbar sind. Diese Fahrzeuge dienen der Erprobung im Fahrgasteinsatz und als Versuchsträger für nachfolgende Fahrzeuggenerationen.

Weiteres Fotomaterial ist im Internet unter www.bahnimbild.de , „Aktuell“ abrufbar.

Ingo Priegnitz
Pressesprecher

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