Auswirkungen des Verkaufs der Deutschen Waggonbau AG (DWA) Berlin an die kanadische Firma Bombardier
Ereignis
Die Kleine Anfrage untersucht die wirtschaftlichen Folgen der Übernahme der Deutschen Waggonbau AG (DWA) durch den kanadischen Schienenfahrzeugkonzern Bombardier. Der Senat begrüßt den rechtskräftig geschlossenen Kaufvertrag nachhaltig, da der Einstieg des Großkonzerns zu einer langfristigen Stabilisierung der märkischen Standorte beiträgt und die Berliner Bestrebungen stützt, die Region zu einem führenden Zentrum der Verkehrstechnik auszubauen. Bombardier hat zugesichert, die DWA als eigenständige Einheit fortzuführen und die Belegschaftsstärke – einschließlich der im Land Berlin produzierenden Fahrzeugausrüstung Berlin GmbH – marktabhängig auszuweiten.
Details
Quelle: Abgeordnetenhaus von Berlin, 13. Wahlperiode, Drucksache 13/3327
Abgeordnetenhaus von Berlin – 13. Wahlperiode
Kleine Anfrage Nr. 13/3327
des Abgeordneten Norbert Pewestorff (PDS)
über Auswirkungen des Verkaufs der Deutschen Waggonbau AG (DWA) Berlin an die kanadische Firma Bombardier
Ich frage den Senat:
1. Welche Kenntnisse über die Verkaufsverhandlungen bzw. über den Stand der Verkaufsverhandlungen der Deutschen Waggonbau AG (DWA) an das kanadische Unternehmen Bombardier durch die amerikanische Investorengruppe Advent International liegen dem Senat vor?
2. Welche Unternehmen der DWA im Land Berlin sind von diesen Verkaufsverhandlungen bzw. vom Verkauf betroffen?
3. Welche Auswirkungen auf Berliner Standorte der DWA auf Grund der Eigenfertigung bzw. der sonstigen Konzernstruktur des Bombardier Konzerns sieht der Senat von Berlin?
Berlin, den 21. Januar 1998
Antwort (Schlußbericht) auf die Kleine Anfrage Nr. 3327
Im Namen des Senats von Berlin
beantworten wir Ihre Kleine Anfrage wie folgt:
Zu 1.:
Die Verkaufsabsicht der institutionellen Anleger bzw. das Erwerbsinteresse des kanadischen Verkehrstechnik-Konzerns Bombardier ist dem Senat seit November 1997 bekannt. Der Kaufvertrag ist zwischenzeitlich abgeschlossen worden.
Zu 2.:
Von dem Verkauf sind im Land Berlin neben der Holding und dem Institut für Schienenfahrzeuge GmbH insbesondere die Fahrzeugausrüstung Berlin GmbH betroffen.
Zu 3.:
Die Übernahme durch Bombardier führt zu einer Stabilisierung der DWA und wird deshalb vom Senat nachhaltig begrüßt. Die Interessen Berlins sind durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin und durch den Senator für Wirtschaft und Betriebe vertreten worden. Dabei sind die Intentionen, Berlin zu einem Zentrum der Verkehrstechnik auszubauen, ein wichtiger Aspekt gewesen. Bombardier will DWA als eigenständiges Unternehmen weiterführen, wobei alle Standorte beibehalten werden. Angekündigt wurde, da die Mitarbeiterzahl nicht nur erhalten, sondern in Abhängigkeit von der Marktlage erhöht wird. Dies betrifft auch die Fahrzeugausrüstung Berlin GmbH, die als einziges produzierendes Unternehmen der DWA in Berlin tätig ist.
Berlin, den 6. Februar 1998
In Vertretung
Branoner
Senatsverwaltung für Wirtschaft und Betriebe
Hinweis
dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt