Regionalverkehr: DBV fordert Beibehaltung der RE 6-Verlängerung nach Gesundbrunnen

http://www.lok-report.de/news/news_woche_donnerstag.html Seit etwa einem Jahr fahren die Züge der Regionalexpress-Linie 6 über ihren bisherigen Endpunkt Spandau hinaus bis nach Gesundbrunnen. Diese Verlängerung war notwendig, um den Bahnhof Spandau zu entlasten, der dafür die RE 1-Umleiterzüge aufnehmen musste. So richtig gewollt war die RE 6-Verlängerung nicht, weil sich beide Bundesländer über die Bestellung dieser Ersatzleistung nicht einigen konnten. Deshalb bezahlt auch einmal wieder mehr Brandenburg diese Leistung auf Berliner Stadtgebiet – nach DBV-Schätzungen etwa 600.000 Euro. Wenn ab 9. Dezember 2012 die Strecke durch den Grunewald wieder befahren werden kann, entfallen die RE 1-Umleiterzüge über den Bahnhof Spandau. Der RE 6 soll dann wieder in Spandau enden. Die Züge zwischen Spandau und Gesundbrunnen, die auch am wichtigen Umsteigebahnhof Jungfernheide halten, sind mit 100 Fahrgästen pro Richtung durchweg gut besetzt. Eine direkte, umsteigefreie Fahrtmöglichkeit gibt es nicht. Mit einer Fahrzeit von 12 Minuten zwischen Spandau und Gesundbrunnen ist sie konkurrenzlos zu jeder Autofahrt. Was spricht also gegen die Weiterführung dieses Angebotes? Geld für diese Zusatzbestellung ist vorhanden, auch wenn die Berliner Verkehrsverwaltung das Gegenteil behauptet. Aus den zurückbehaltenen S-Bahn-Bestellgeldern könnte diese Zusatzleistung bezahlt werden. Die Berliner Verkehrsverwaltung muss nur wollen! Die RE 6-Verlängerung wäre sinnvoll: sie kostet wenig Geld, wird bereits heute gut nachgefragt, ist eine neue Querverbindung innerhalb Berlins und hat über 1.000 Fahrgäste täglich (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband Landesverband Berlin-Brandenburg, 15.11.12).

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