Straßenverkehr: Widerstand gegen die Abrissbirne Sebastian Höhn Erika Gutwirt ist sichtlich aufgebracht. „Ich will nicht weg. Hier ziehe ich nicht aus. Die müssen mich im Sarg raustragen“,, aus Berliner Zeitung

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Erika Gutwirt ist sichtlich aufgebracht. „Ich will nicht weg. Hier ziehe ich nicht aus. Die müssen mich im Sarg raustragen“, sagt die 69-Jährige empört. Seit Kriegsende wohnt Gutwirt in der Treptower Beermannstraße. Fast ihr gesamtes Leben hat sie dort verbracht, half als Kind beim Metzger nebenan aus, arbeitete 35 Jahre lang beim Elektrogerätehersteller EAW einige Straßen weiter. Doch schon bald soll Gutwirt Abschied nehmen von ihrer alten Heimat. Denn das Mietshaus mit der Nummer 16, in dem sie mit ihrem Mann wohnt, soll abgerissen werden – es muss weichen für die geplante Verlängerung der Autobahn A100.
Drei weiteren, mehr als hundert Jahre alten Häusern an der Beermannstraße droht das selbe Schicksal. Einschließlich Hinter- und Seitenhäusern sind es 17 Gebäude, die der Abrissbirne zum Opfer fallen sollen. Solide alte Bausubstanz, zum Teil erst vor wenigen Jahren saniert, mit neuen Fenstern und Heizungen sowie …

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