S-Bahn: Nervenkraft und Lebenszeit PETER NEUMANN hofft, dass sich die Lage bei der Berliner S-Bahn nun endlich verbessert. , aus Berliner Zeitung

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0078/index.html

Man muss schon ein hartgesottener Optimist sein, um der S-Bahn gute Seiten abgewinnen zu können. Zu überwältigend sind die negativen Aspekte, die viele hunderttausend Fahrgäste Tag für Tag Lebenszeit und Nervenkraft kosten. Zwei Linien sind seit Monaten stillgelegt, auf den meisten anderen Strecken musste der Fahrplan ausgedünnt werden. Von mehr als 1 200 Wagen sind gerade mal 640 im Einsatz – und oft überfüllt. Fahrscheinkontrollen, die es groteskerweise weiterhin gibt, tragen nicht gerade dazu bei, die Stimmung zu heben.
Das Image der S-Bahn ist so mies, dass es nicht mal mehr Witze über sie gibt. Humor ist nur etwas für Menschen, die zumindest ein Fünkchen Hoffnung sehen. Doch dazu haben die meisten Berliner weder die Lust noch die Kraft, wenn es um die S-Bahn geht. Der Alptraum, den Börsengang-Träume und Management-Fehler dieser Region beschert haben, dauert schon viel zu lange. Wie gravierend die Lage weiterhin …

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