Bus: An den Beruf des Busfahrers werden bei der BVG hohe Anforderungen gestellt

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%22Einfach+nur+Fahren+war+gestern…%22

Die rund 1300 Omnibusse der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) legen pro Jahr rund 96 Millionen Kilometer zurück, umgerechnet auf einen Tag fahren alle BVG-Busse acht mal um die Erde. Dass sie das weitgehend ohne Unfälle tun, liegt nicht zuletzt an der hohen Qualifikation der Fahrerinnen und Fahrer. Schon aus der Fahrgastperspektive wird deutlich, dass es kein einfaches Unterfangen ist, einen fünfzehn Meter langen Eindecker oder einen 17-Tonnen schweren Doppeldecker jeden Tag durch den dichten Berliner Verkehr zu steuern und dabei auch noch ruhig und freundlich zu bleiben.

Um in Gefahren- oder Krisensituationen angemessen zu reagieren, werden die Busfahrer der BVG gründlich in der eigenen Fahrschule ausgebildet. Regelmäßige Schulungen begleiten sie auch auf ihrem weiteren Berufsweg.

Ein spezielles Sicherheitstraining hilft ihnen, auch in kritischen Situationen sicher zu reagieren und die Sicherheit ihrer Fahrgäste zu gewährleisten. Die Verkehrsakademie Omnibus, die aus der BVG-Fahrschule hervorgegangen ist, hat dazu ein spezielles Trainingsprogramm entwickelt. An diesem Programm nehmen zur Zeit alle 3.000 Busfahrer teil. Der theoretische Teil dauert etwa 90 Minuten. Anschließend folgt der praktische Teil, in dem unter fachkundiger Anleitung von Fahrlehrern das Reagieren vor Ampeln mit und ohne Bremsbereitschaft, die Kurvenfahrt und das Passieren von engen Passagen im Haltestellenbereich geübt wird.

Außerdem bietet die BVG ihrem Fahrpersonal ein Deeskalationstraining an. Es ist auf Grundlage von kritischen Situationen im beruflichen Alltag entwickelt worden. Durch Gruppenarbeiten, in Rollenspielen und in Gesprächen werden den Busfahrer/innen situationsangemessene Verhaltensweisen näher gebracht.

Busfahrer ist kein geschütztes Berufsbild.

Für das Fahrpersonal des Unternehmensbereichs Omnibus der Berliner Ver-kehrsbetriebe (BVG) gelten folgende Merkmale:

– Erwerb der Fahrerlaubnis Klasse D
– Betriebliche Einweisung, Fahrzeug- und Typenschulung
– Tarifeinweisung und Beförderungsbedingungen
– Kundendienstschulung, Deeskalationstraining, Umgang mit Stress
– Dienstanweisungen und betriebliche Regelungen
– Teilnahme an regelmäßigen Fahrerschulungen
– Dauer: circa drei Monate + ein Monat Praktikum
– ab 2006 sind zusätzliche Grundqualifikationen nach EU-Recht nötig

Voraussetzungen:

– Fahrererlaubnis Klasse D
– Mindestalter 21 Jahre
– „sauberes“ Punktekonto in Flensburg
– polizeiliches Führungszeugnis
– ärztliche Untersuchungen

Berufsalltag im Fahrdienst:

– sitzende Tätigkeit
– unregelmäßige Arbeitszeiten/ Schichtdienst
– hohe physische und psychische Belastung (Zeitdruck und Stress)
– Arbeit auch an Sonn- und Feiertagen
– zukunftssicherer Arbeitsplatz
– abwechslungsreiche Tätigkeit
– Umgang mit Menschen
– Hohe Verantwortung für Menschen und Fahrzeuge
– Selbstständiges Arbeiten

Arbeitsbedingungen im ÖPNV:

– monatliche Arbeitszeit bis circa 190 Stunden
– unregelmäßiger Schichtdienst, auch samstags, sonntags, feiertags
– 6-Tage-Woche

Was der Bewerber mitbringen sollte:

– Freude am Umgang mit Menschen
– Flexibilität – Bereitschaft zu unregelmäßigem Schichtdienst
– Zuverlässigkeit
– Keine gesundheitlichen Einschränkungen
– Führerschein der Klasse B seit mindestens zwei Jahren

Datum: 08.07.2005

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