Regionalverkehr: VBB-Regionalkonferenz Uckermark-Barnim Fusion von PVG und UVG vor Abschluss – Busverkehr ohne feste Haltestellen – Kombiticket Landesgartenschau

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Auf der heutigen VBB-Regionalkonferenz in Prenzlau diskutierten
Vertreter der Landkreise, der Kommunen sowie weitere Interessierte
die Neuerungen im ÖPNV der Region.
Klemens Schmitz, Landrat des Landkreises Uckermark, kündigte
die bevorstehende Fusion der Personenverkehrsgesellschaft
mbH Schwedt/Angermünde (PVG) und der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft
mbH (UVG) an. Die Fusion werde rückwirkend
zum 1.1.2009 gelten. Ziel sei es, den Nahverkehr in der Region
künftig „aus einer Hand“ zu planen und durchzuführen, so
Schmitz. Er verspreche sich dadurch eine stärkere Optimierung
der gesamten Struktur und eine Stärkung der Präsenz im Verkehrsverbund.
„Mobilität in der Uckermark muss auch ohne Auto
gesichert sein“, sagte der Landrat.
Rainer Bretschneider, Staatssekretär im Ministerium für
Infrastruktur und Raumordnung, begrüßte die Fusion der Verkehrsunternehmen.
Die Synergieeffekte würden den Fahrgästen
zugute kommen. Bretschneider appellierte an die regionalen und
kommunalen Vertreter, gemeinsam Verantwortung für den Öffentlichen
Personennahverkehr zu übernehmen. Stärkere Absprachen
und Kooperationen seinen nötig, so zum Beispiel bei den
Fahrplänen und den Schulzeiten. Eine Ausdünnung des Verkehrsangebotes
in der Region gebe es in den nächsten Jahren nicht, sagte Bretschneider, vielmehr sei geplant, den Verkehr vor allem
in den ländlichen Gebieten zu verbessern. Allerdings sei eine Vernetzung
jeden Ortes in Brandenburg nicht zu finanzieren.
Bürgermeister Hans-Peter Moser stellte die Pläne der Stadt
Prenzlau zum Umbau des Bahnhofs vor. Danach soll ein Durchgang
auf die andere Seite des Bahnhofs mit Park&Ride-Plätzen
angelegt werden. Zur Landesgartenschau 2013 setze Prenzlau, so
Moser weiter, auf regenerative Energien. Die Stadt plane die Einführung
eines Kombitickets als Eintritts- und Fahrkarte zur Landesgartenschau.
Hans-Werner Franz, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes
Berlin-Brandenburg, lobte die Region Uckermark-Barnim
für ihr großes Engagement im ÖPNV. Franz unterstrich die positiven
Entwicklungen bei den Fahrgastzahlen und Einnahmen. Das
neue Seniorenticket VBB-Abo 65plus oder das VBBSchülerferienticket,
das es für die Sommerferien wieder für 29
Euro zu kaufen gibt, hätten sich als erfolgreiche Angebote erwiesen.
„Nur Qualität schafft Zufriedenheit und bringt neue Fahrgäste“,
sagte Franz. Das Konjunkturprogramm des Bundes für die
Verbesserung der Bahnhöfe im Land Brandenburg sei positiv zu
bewerten, denn die Qualität vieler Bahnhöfe sei katastrophal,
hier bestünde dringender Handlungsbedarf.
Carsten Bockhardt, Beigeordneter des Landkreises Barnim, setzt
angesichts sinkender finanzieller Mittel und des demografischen
Wandels verstärkt auf alternative Bedienformen, wie Bürgerbusse
und Rufbusse. Um das Angebot zu optimieren, will der Landkreis
im nächsten Jahr Busse ohne feste Haltestellen einsetzen. Busfahrer
könnten dann flexibel reagieren und nach Bedarf der Fahrgäste
anhalten.
Der VBB auf der Regionalkonferenz verwies auch auf den Tag für
die Fahrgäste am 11. Juli 2009 in Prenzlau. Von 10:00 Uhr bis
18:00 Uhr wird ein buntes Programm mit vielen Höhepunkten geboten.
Die Folienvorträge der VBB-Regionalkonferenz Berlin werden im
Internet unter www.VBBonline.de veröffentlicht.

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