Kleinprofil

Kleinprofil: Die Berliner U-Bahn stammt von der Straßenbahn ab und hat in ihren Anfängen auch die Abmessungen übernommen: Die Wagenkastenbreite der historisch ersten vier Linien U 1 bis U 4 war mit 2,30 Metern analog zu den Tramzügen.

Großprofil: Erst ab den 1920er-Jahren baute man das breitere und höhere (2,65 Meter Breite und 3,40 Meter Höhe) Großprofil auf allen Linien U 5 bis U 9. Beide Profile haben die westeuropäische Eisenbahnspurweite von 1 435 mm, sind aber dennoch eigentlich zwei getrennte Netze.

Näheres zu Klein- und Großprofil
Nicht nur die Wagenkastenbreite, sondern auch die Stromversorgung der beiden Profile unterscheidet sich fundamental. Wird bei den Kleinprofilstrecken der Strom von oben abgenommen, greift der Abnehmer beim Großprofil von unten auf die Stromschiene zu – ein zusätzlicher Sicherheitsgewinn. Außerdem ist die Polarität der 750-Volt-Gleichstromversorgung zwischen Klein- und Großprofil unterschiedlich. Trotzdem können wegen der einheitlichen Spurbreite Kleinprofilzüge auf Großprofilstrecken zu Wartungszwecken mit Spezialloks in Werkstätten geschleppt werden. Es gibt dafür zwei Verbindungstunnel zwischen den beiden Netzen.

Quellenangabe: BVG, Unternehmen, https://unternehmen.bvg.de/de/Unternehmen/Profil/U-Bahn/Fahrzeuge
(aufgerufen am 29.03.2020)

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