Schiffsverkehr: Schifffahrt : Boot in Not, aus sz.de

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Wer als #Binnenschiffer in Rente geht, steht vor einer kniffligen Frage: Wohin mit meinem Kahn? Im besten Fall abwracken und damit die Rente aufbessern. Doch das ist nicht mehr so einfach.

Helmut Hoffmann ist nicht sauer, er ist zornig. „Ich fühle mich gedemütigt“, sagt er. 52 Jahre lang war er Binnenschiffer, das Schiff hat er von seinen Eltern übernommen. Anfang des Jahres ist er in Rente gegangen. Eigentlich wollte er sein Schiff abwracken und sich so die Rente aufbessern. „Früher hat man fünfstellige Beträge bekommen, heute muss ich 25 000 Euro draufzahlen“, sagt Hoffmann.

Eine #Schiffsabwrackung ist eine knifflige Aufgabe. Denn bevor das Schiff zerlegt werden kann, muss es dekontaminiert werden. „Viele Schiffer achten darauf, dass ihre Schiffe sauber sind. Dennoch sammeln sich in einigen Maschinenräumen über Jahrzehnte viel Altöl und andere Gefahrenstoffe, unter anderem Asbest“, sagt Ragnar Schwefel vom Verband für #Schiffsbau und Meerestechnik. „Den ganzen Schmodder zu entfernen, kostet viel Geld, der Aufwand ist gigantisch.“ Das mache das Geschäft unrentabel. In der Branche wird über zu strenge Umweltauflagen geklagt.

Eigentlich soll die #Binnenschifffahrt klimafreundlicher werden und den Gütertransport in den nächsten Jahren mit Elektro-Antrieben und …

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