Archiv der Kategorie: Literatur

Buchtipp + Literatur: 300 Jahre Verkehrsgeschichte Berliner Schnauze auch im Pferde-Taxi , aus Berliner Morgenpost

http://www.morgenpost.de/berlin-history/article206902201/Berliner-Schnauze-auch-im-Pferde-Taxi.html

Der erste Oberleitungsbus, die erste Straßenbahn, das älteste U-Bahn-Netz: Ein Buch zeigt, wie sich der #Verkehr in Berlin #entwickelt hat.

Der Berliner #Taxifahrer ist offenbar keine Erfindung der Neuzeit. Vor sich hinschnauzen oder den Fahrgast anschnauzen konnten wohl schon Chauffeure, als Taxis noch nicht mit Motor, sondern mit Pferden angetrieben wurden. Die ersten Berliner #Droschkenkutscher im 18. Jahrhundert, die so etwas wie den Grundstein des Berliner #Personennahverkehrs legten, in dem sie gegen Entgelt Menschen durch die Stadt fuhren, waren jedenfalls für ihr Unfreundlichkeit berüchtigt. Und da überdies die Kutschen in schlechtem Zustand waren, wurde der Pferdetaxi-Betrieb bald wieder eingestellt. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts wurde mit dem Fuhrbetrieb von Simon Kremser ein Kutschenunternehmen aufgebaut, das funktionierte. Aber schließlich legte Kremser bei der Auswahl des Personals auch Wert auf gute Manieren. Nicht zuletzt deshalb besteht der Begriff Kremser bis heute.

Diese und viele andere Beobachtungen und Episoden sind nun in dem neuen Buch "Tempo" zur Verkehrsgeschichte der Stadt gesammelt. Der Autor Jan Gympel erzählt darin, wie die Berliner sich seit dem 18. Jahrhundert fortbewegt haben und zeigt das auch in zahlreichen historischen Fotos und Zeichnungen.

Die erste Buslinie Berlin führte in ein Ausflugslokal im Tiergarten

So richtig in Fahrt geriet das Berliner Straßenleben und vor allem der öffentliche Personennnahverkehr demnach mit der Erfindung der …

Jan Gympel: "Tempo. Berliner Verkehrsgeschichte", Elsengold Verlag, 29,95 Euro.

Bahnverkehr: Neues Buch über die Bahn Die abgefahrene Vergangenheit von Berlin, aus Der Tagesspiegel

http://www.tagesspiegel.de/berlin/neues-buch-ueber-die-bahn-die-abgefahrene-vergangenheit-von-berlin/12145808.html #Ewige #Bauarbeiten am #Bahnhof #Friedrichstraße, imposante Ideen für einen #Hauptbahnhof – und das vor gut 100 Jahren. Ein neues Buch erzählt, wie Berlin #Zug um Zug zur #Metropole des #Schienenverkehrs wurde. Das sage noch einer, früher sei alles besser gewesen: Fast zehn Jahre hatte es gedauert, bis 1924 die neuen Bahnhöfe Warschauer Straße und Friedrichstraße in Betrieb gehen konnten, wobei an letzterem noch der zweite Fernbahnsteig fehlte. Aber vielleicht wäre der auch gar nicht mehr nötig gewesen, wenn es alsbald den neuen Zentralbahnhof gegeben hätte. Geplant war er am Kreuzungspunkt von Stadtbahn und einem noch zu bauenden Nord-Süd-Tunnel. Doch am Ende fehlte es an Geld – aber nicht an Ideen. So skizzierte Bauhaus-Architekt Ludwig Hilberseimer 1927 eine riesige lichtdurchflutete Halle, in der Treppen über Zwischenetagen zu Tunnelbahnsteigen führen – mit verblüffenden Parallelen zu dem, was 90 Jahre später an derselben Stelle steht. Dabei war die Idee einer zentralen Station und vor allem einer Nord-Süd-Strecke durchs Zentrum selbst in den 1920er Jahren schon ein alter Hut, wie Dirk Winkler in seinem neuen Buch über die „Eisenbahnmetropole Berlin 1894 bis 1934“ erläutert. In den 1890er Jahren wurde beispielsweise ein Entwurf preisgekrönt, der eine oberirdische Strecke durch den Tiergarten zum Lehrter Bahnhof und von dort zum Nordring vorsah. Und wäre es gar nach dem Plan von Wilhelm Feldmann gegangen, dann rauschten die Züge heute auf einer viergleisigen Hochbahn mit zwei Ebenen durch die Stadt, mit Bahnhöfen an der Leipziger Straße, Friedrichstraße und am Oranienburger Tor. Feldmann war übrigens Bauleiter der …
Source: BerlinVerkehr