Archiv der Kategorie: Flughäfen

Flughafen Tegel Das sind die Optionen für einen Weiterbetrieb – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/verkehr/flughafen-tegel-das-sind-die-optionen-fuer-einen-weiterbetrieb-26189972

Leere Hallen, verwaiste Check-In-Schalter, Ruhe für die Anwohner: Der Streik des Bodenpersonals gibt einen Vorgeschmack auf die #Zukunft des #Flughafens #Tegel. Spätestens sechs Monate nach der Eröffnung des #BER soll der innerstädtische Airport schließen – für immer. Doch der Verband der Geschäftsluftfahrt warnt davor, diesen Plan umzusetzen. Weil die Kapazität des neuen Schönefelder Flughafens viel zu gering sei, müsse Tegel unbedingt in Betrieb bleiben, sagte Verbandspräsident Peter Gatz von der German Business Aviation Association (GBAA) am Montag. „Tegel wird gebraucht, bis es eine belastbare Zukunftsperspektive und eine bessere Lösung für den Luftverkehr in Berlin gibt“, forderte er.
Auch der Verband der Businessflieger hat sich vom einstigen Hoffnungsprojekt BER mental verabschiedet. Der neue Flughafen sei zu klein, sagte Gatz’ Mitstreiter Hans-Henning Romberg. Für 2019, wahrscheinlich das erste BER-Betriebsjahr, werden in Berlin 40 Millionen Fluggäste erwartet, 2030 könnten es 62 Millionen sein – das BER-Terminal hat Platz für 22 Millionen.
Gatz bezweifelt, dass es möglich sei, die Anlage so auszubauen, dass die Kapazität auch für die fernere Zukunft reicht. „Dafür wäre eine dritte Start- und Landebahn nötig, aber davon hat man sich verabschiedet“, gab er zu bedenken.
Lieber #Sperenberg als Schönefeld
Die „bessere Lösung“, die langfristig erforderlich sei, müsse woanders verwirklicht werden. Gatz: „In diesem Zusammenhang müssen wir uns mit Sperenberg auseinandersetzen.“ Auf der Suche nach dem besten Standort hatten sich Gutachter in den 1990er-Jahren für den Militärflugplatz der sowjetischen Streitkräfte, der rund 50 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt ist, ausgesprochen – aber die Politik entschied sich für Schönefeld.
Bis der große Wurf gelingt, werde Tegel weiterhin benötigt. „Wir sind nicht die Tegel-Retter, die diesen Flughafen für alle Zeiten behalten wollen“, so Gatz. Doch der Weiterbetrieb wäre die „einzige Lösung, die wir brauchen, um handlungsfähig zu bleiben“ – und erreichbar für die steigende Zahl der Menschen, die nach Berlin reisen.
Ein Weiterbetrieb wäre in drei Formen möglich. Minimallösung: Tegel bliebe für die Geschäftsluftfahrt, die Flugbereitschaft der Bundeswehr, …

Fernbus + Flughäfen: FlixBus: Neues Flughafen-Netz nach Berlin Tegel Anfang April startet FlixBus ein umfangreiches Netz an Direktverbindungen zum Flughafen Tegel., aus omnibusrevue.de

http://www.omnibusrevue.de/flixbus-neues-flughafen-netz-nach-berlin-tegel-1924982.html

Auf insgesamt 13 unterschiedlichen Verbindungen können Fahrgäste dank #flugplanoptimierten Fahrzeiten ihren #Flieger erreichen. Von den neuen Verbindungen profitieren insbesondere Reisende aus #Dresden, #Leipzig und #Rostock. Bis zu elf tägliche Fahrten stehen Fahrgästen hier künftig zur Auswahl.

Dr. Til Bunse, Leiter Commercial der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Wir freuen uns, dass Flixbus den Flughafen Berlin-#Tegel mit neuen Direktverbindungen in sein Liniennetz eingebunden hat. Da Fernbusse in der Gesamtreiseplanung unserer Passagiere einen immer größeren Stellenwert spielen, begrüßen wir dieses Engagement sehr und wünschen allzeit gute Fahrt.“

Neben den neuen Direktverbindungen zum Flughafen werden im Frühjahr und Sommer 2017 viele weitere Ziele angebunden. In Nordeuropa werden weiterreichende nationale Streckennetze aufgebaut von denen auch Reisende aus Deutschland profitieren. Der Grundstein hierzu wurde durch die strategische Partnerschaft mit dem dänischen Qualitätsanbieter …

Flughäfen: Neuer BER-Chef Lütke Daldrup: „Nicht so viel quatschen“ Der Beamte Engelbert Lütke Daldrup übernimmt das Ruder am neuen Hauptstadtflughafen. Er kennt das berüchtigte Projekt gut., aus Berliner Morgenpost

http://www.morgenpost.de/flughafen-berlin-brandenburg/article209844123/Neuer-BER-Chef-Luetke-Daldrup-Nicht-so-viel-quatschen.html

Mit #verspäteten #Großprojekten und #ausufernden #Kosten hat Engelbert Lütke #Daldrup, der neue Chef der Berliner #Flughäfen, Erfahrung. 2003 begann in #Leipzig der Bau des #City-Tunnels, zweier Bahnröhren unter der Innenstadt. Lütke Daldrup war Baurat der Stadt, einer der Bauherren des Projekts, dessen Baukosten von ursprünglich anvisierten 572 Millionen Euro auf 935 Millionen anschwollen. Eröffnet wurde der Tunnel vier Jahre verspätet 2013, als Lütke Daldrup schon wieder weg war.
Während seiner Amtszeit war der Bau der Werke von Porsche und BMW in der Messestadt angeschoben worden, auch das neue Bildermuseum – Leipzigs Olympiabewerbung für 2012 aber scheiterte unter seiner Führung. Nach zehn Jahren in Leipzig folgte Lütke Daldrup 2006 seinem langjährigen Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee (SPD) ins Bundesverkehrsministerium nach Berlin.
Gut informiert, aber zum Teil auch verschlossen und impulsiv

Schlank und mit markanter Haartolle wirkt Lütke Daldrup zuweilen noch wie ein Heranwachsender, weniger wie der 60 Jahre alte Beamte und Honorarprofessor, der er ist. Der verheiratete Niederrheiner blickt auf eine lange Behördenlaufbahn zurück. Sie führte den gelernten Raumplaner zur Wendezeit schon einmal in die Berliner Senatsverwaltung, wohin er vor drei Jahren zurückkehrte. Regierungschef Michael Müller (SPD) holte den Staatssekretär in die Senatskanzlei und machte ihn zu seinem Flughafenkoordinator, den Mann für die Detailarbeit unter Flughafen-Aufsichtsratschef Müller.
Beobachter schildern den Gelegenheitsraucher Lütke Daldrup als gut …

Flughäfen + U-Bahn: U-Bahn könnte auch einmal zum BER fahren Die Neuköllner SPD fordert seit Jahren die U7-Verlängerung. Verkehrsstaatssekretär Kirchner will das jetzt prüfen, aus Berliner Morgenpost

http://www.morgenpost.de/berlin/article209753923/U-Bahn-koennte-auch-einmal-zum-BER-fahren.html

Trotz der klaren politischen #Vorrangschaltung für die #Straßenbahn will Verkehrsstaatssekretär Jens-Holger #Kirchner das in Berlin lange vernachlässigte Thema #neue #U-Bahnstrecken wieder aufleben lassen. "Wir rechnen mittelfristig mit Einwohnerzuwachs in Berlin auf bis zu 4,5 Millionen Menschen. Da brauchen wir neue Lösungen. Und das kann im Bedarfsfall auch einen neue U-Bahnstrecke sein."

Zu den Verbindungen, die Kirchner prüfen lassen will, gehört auch die Verlängerung der U7 von der heutigen Endstation #Rudow zum #Flughafen #BER in #Schönefeld. Über diese Idee wird seit Jahren debattiert, zuletzt hatte sich Neuköllns Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) dafür starkgemacht. "Ein Hauptstadtflughafen braucht auch eine Hauptstadtanbindung", hatte die SPD-Politikerin erst im November vorigen Jahres gefordert. Dazu gehöre auch eine leistungsfähige U-Bahn, die den Berliner Südwesten mit dem neuen Großflughafen verbindet. Bislang ist lediglich vorgesehen, dass zwischen Rudow und dem BER Linienbusse der BVG fahren. Giffey warnte in diesem Zusammenhang vor einer einseitigen Strategie hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur. Denn das neue rot-rot-grüne Bündnis hatte sich darauf festgelegt, dass es in den kommenden fünf Jahren keine konkreten Planungen für eine Erweiterung des U-Bahnnetzes geben soll, damit alle planerischen Kapazitäten in der Senatsverkehrsverwaltung auf die Erweiterung der Straßenbahn konzentriert werden können.

Kirchner erinnert an die Leistungen der Verkehrspolitiker vor mehr als 100 Jahren, die damals die Eisenbahnstrecken konzipiert haben, die heute den Berliner S-Bahnring darstellen. "Die Vorschläge für neue U-Bahnstrecken müssen untersucht werden, wobei das nicht heißt, dass die Züge dann morgen schon fahren", sagte Kirchner auch mit Blick auf die heutzutage ex­trem langen Planungs- und Realisierungszeiten für Infrastrukturprojekte.

Erst im Sommer vorigen Jahres hatten Verkehrspolitiker von SPD und CDU den Senat aufgefordert, neue U-Bahnstrecken ernsthaft zu prüfen. Neben der U8-Verlängerung ins …

Flughafen Berlin-Brandenburg Am BER heben 2018 Flieger ab – die der ILA Der Termin für die Luftfahrtschau steht fest. , aus Der Tagesspiegel

http://www.tagesspiegel.de/berlin/flughafen-berlin-brandenburg-am-ber-heben-2018-flieger-ab-die-der-ila/19442390.html

Am #Flughafen draußen in #Schönefeld steht der Eröffnungstermin für das Jahr 2018 fest, allerdings nur der für die #Luftfahrtschau. Diese findet vom 25. bis 29. April 2018. Das teilte die Messe Berlin mit. Die „#ILA Berlin Air Show“, wie sie offiziell heißt, wird ausgerichtet im „Berlin #ExpoCenter Airport“, also auf dem #Messegelände in #Selchow, am westlichen Teil des #BER. Die drei ersten Tage sind Fachbesuchern vorbehalten.

Am Wochenende ist die Messe auch für das Publikum geöffnet. Und auch dann werden wieder die Massen am Stadtrand erwartet: Zur letzten ILA im Jahr 2016 kamen nach Angaben der Messe 150.000 Besucher. Mehr als 1000 Aussteller aus 37 Ländern zeigten demnach ihre aktuellen High-Tech-Produkte sowie …

 

Flughäfen: Klimabelastung durch den Berliner Luftverkehr: ein systematisch unterschätztes Umweltproblem?, aus Senat

www.berlin.de

Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre
Schriftliche Anfrage wie folgt:
1. Welche zentralen Erkenntnisse zur Klimabelastung
durch den Berliner Luftverkehr hat der Senat aus dem
Endbericht der wissenschaftlichen Studie zum „Berliner
Energie- und Klimaschutzprogramm“ (BEK) vom November
2015 gewonnen?
Zu 1.: Alle belastbaren Klimaschutzszenarien weisen
darauf hin, dass unsere Gesellschaft bis zum Jahr 2050
weitgehend dekarbonisiert sein muss und deshalb arbeitet
der Senat intensiv darauf hin, Berlin bis 2050 klimaneutral
werden zu lassen. Für den Verkehrssektor ist eine
weitreichende Trendänderung erforderlich, da sich bisher
keine Abschwächung des Verkehrswachstums zeigt. Insbesondere
im wachsenden Luftverkehr mit entsprechend
negativen Klimaauswirkungen besteht erheblicher Handlungsbedarf.
Der Luftverkehr hat schädliche Folgewirkungen
für Umwelt und Gesundheit durch die Treibhausgas-,
Schadstoff- und Lärmemissionen. Um den klimaschutzpolitischen
Anforderungen an den Verkehrssektor
gerecht zu werden und die Wettbewerbsbedingungen
zwischen den Verkehrsträgern zu harmonisieren, bedarf
es einer ordnungspolitischen Gestaltung der Luftverkehrsentwicklung
sowie der Aufhebung der wettbewerbsverzerrenden
Subventionierung des Flugverkehrs. Denn
die Situation der im intermodalen Wettbewerb stehenden
Verkehrsträger (Straßen-, Eisenbahn-, Schiffs- und Flugverkehr)
ist sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr
auf Grund von fiskalischen Regulierungen unterschiedlich.
Der nichtelektrifizierte Schienenverkehr muss
in Deutschland Mineralöl- und Ökosteuer entrichten und
im elektrifizierten Schienenverkehr wird der Strom sowohl
energiesteuerlich als auch durch den Emissionshandel
belastet. Zudem werden in Deutschland Fernverkehrstickets
der Bahn mit der vollen Umsatzsteuer besteuert,
dagegen sind Tickets für Auslandsflüge von der Umsatzsteuer
befreit. Derartige Regulierungen wirken dem Ziel
der Minderung von THG1
-Emissionen entgegen.

1 Treibhausgas
Der Senat hat sich deshalb bereits in der Vergangenheit
im Bundesrat (BR) wiederholt für eine Angleichung der
Wettbewerbsbedingungen auf dem Verkehrsmarkt eingesetzt
und wird dies weiterhin tun. Zu den wichtigsten
verkehrspolitischen Positionierungen der EUKommission
der letzten Jahre, das Weißbuch Verkehr in
2011 und die Mitteilung zum nachhaltigen Verkehr in
2009, gehen die Stellungnahmen des Bundesrates auf
Anträge Berlins zurück und fordern die Begrenzung des
Luftverkehrswachstums insbesondere durch den Abbau
steuerlicher Verzerrungen (vgl. BR-Drs. 179/11 (Beschluss)
und BR-Drs. 603/09 (Beschluss)).
2. Welche Klimabelastungen gehen nach den letzten
vorliegenden Daten vom Verkehrssektor im Land Berlin
aus? Welchen Anteil daran haben der Flugverkehr und die
weiteren Bereiche?
Zu 2.: Auf Basis der für das Jahr 2013 vorliegenden
Energie- und CO2-Bilanz des Landes Berlin war der
Verkehrssektor für 5,1 Mio. Tonnen der CO2-Emissionen
aus dem Endenergieverbrauch (Verursacherbilanz) und
somit für 24,5% der Gesamtemissionen verantwortlich.
Auf den Luftverkehr entfielen 0,98 Mio. Tonnen und
somit 4,7% der Gesamtemissionen. 
3. Wie hat sich der Berliner Nutzeranteil an den Flughäfen
Tegel und Schönefeld seit 2010 bzgl. Passagieren
und Luftfracht entwickelt (bitte jahresweise Angaben je
Flughafen)?
8. Welchen Anteil hätten die aktuellen Klimabelastungen
des gesamten Berliner Luftverkehrs (siehe Frage 3)
an den gesamten CO2eq-Verkehrsemissionen des Landes
Berlin bei Zugrundelegung auch nur eines mittleren atrFaktors
von 5 für die verbleibenden 33 Jahre bis 2050?
Zu 3. und 8.: Dem Senat liegen entsprechende Angaben
nicht vor.
4. Wird der Senat im künftigen BEK auch die Berliner
Nutzungsanteile am Flughafen Schönefeld (SXF) und
nach der Eröffnung des Flughafens BER auch die aus
Tegel (TXL) verlagerten Berliner Fluggäste und Luftfrachtanteile
im Sinne einer Verursacherbilanz berücksichtigen?
Wenn ja wie, wenn nein warum nicht?
Zu 4.: Mit der zukünftigen Schließung des Flughafens
Tegel und der Inbetriebnahme des Flughafens Berlin
Brandenburg (BER) sind gemäß der statistischen Methodik
die CO2-Emissionen nach dem Territorialprinzip dem
Land Brandenburg zuzurechnen. Im Berliner Energieund
Klimaschutzprogramm (BEK) wurden die CO2-
Emissionen des Luftverkehrs nicht ausschließlich nach
dem Territorialprinzip bewertet, da der Senat entsprechend
dem Verursacherprinzip eine anteilsmäßige Berücksichtigung
des Energieverbrauchs sowie der CO2-
Emissionen für angemessen hielt. Im Rahmen der wissenschaftlichen
Studie zum Endbericht über einen Entwurf
für ein Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm
wurde angenommen, dass 70 % der zukünftigen Energieverbräuche
des BER dem Land Berlin zugerechnet werden
(Reusswig et al. 2014).
5. Wie sollte aus Sicht des Senats der Berliner Anteil
an den Flugbewegungen in der Klimabilanz des Landes
bzw. im BEK berücksichtigt werden? Nur die durch Einwohner
(und Luftfracht) des Landes Berlins verursachten
Belastungen oder auch die Berlin zuzurechnenden inländischen
und ausländischen Touristenbewegungen?
Zu 5.: Die Ermittlung der CO2-Emissionen im Luftverkehr
erfolgt im Rahmen der statistischen Erhebung
über die abgesetzten Kraftstoffe des jeweiligen Bundeslandes
nach dem Territorialprinzip. Die Methodik wird
durch den Länderarbeitskreis Energiebilanzen bundeseinheitlich
geregelt. Eine ganzheitliche Berechnung der luftverkehrsbedingten
THG-Emissionen auf Basis von zurückgelegten
Personenkilometern der Berliner Einwohner
und Besucher bzw. Frachtkilometer (abgehende Flüge)
wäre sachgerechter, ist aber aufgrund der fehlenden nationalen
Berechnungsmethodik sowie des Erhebungsaufwandes
derzeit nicht anwendbar.
6. Wie beurteilt der Senat die Aussage im „Exkurs
zum Luftverkehr“ des in Frage 1. genannten Berichts,
dass bei Berücksichtigung der zusätzlichen Klimabelastungen
durch sogenannte „non-CO2–Emissionen“ (Wasserdampf,
Stickoxyde, Kondensstreifen/Zirren etc.) in
großen Flughöhen („Radiative Forcing Index“ RFI-Faktor
3) bereits 2012 der Luftverkehr am Flughafen Tegel mehr
als 40 Prozent der gesamten Klimabelastungen des Verkehrssektors
in Berlin verursachte?
Zu 6.: Der Luftverkehr trägt zum anthropogenen Klimawandel
bei. Der Senat hält es daher grundsätzlich für
sachgerecht, alle im Luftverkehr verursachten klimarelevanten
Emissionen (Kohlendioxid, Stickoxide, Schwefeloxide,
Wasserdampf, Ruß, Kondensstreifen und Zirren)
zu ermitteln. Dies ist allerdings im Rahmen des BEK
nicht leistbar, da sich die im § 3 Energiewendegesetz
Berlin (EWG Bln.) festgesetzten Klimaschutzziele ausschließlich
auf die durch den Verbrauch von Endenergie
im Land Berlin verursachten Emissionen von Kohlendioxid
(CO2) nach der amtlichen Methodik zur Verursacherbilanz
des Landes Berlin (§ 2 Abs. 1 EWG Bln.) beziehen
und des Weiteren über die exakte Höhe des RFIFaktors
noch wissenschaftliche Unsicherheiten bestehen.
7. Wie schätzt der Senat Empfehlungen des Deutschen
Zentrums für Luft und Raumfahrt (DLR) vom April 2015
ein, den bisher gebräuchlichen RFI-Faktor für die „nonCO2-Emissionen“
des Luftverkehrs durch den präziseren
„Average Temperature Response“ (atr-Faktor) zu ersetzen,
der für einen Prognosezeitraum von 50 Jahren die
Klimabelastungen durch non-CO2–Emissionen im Verhältnis
zu den rein treibstoffbezogenen CO2-Emissionen
des Luftverkehrs um den Faktor 3,5 (für 20 Jahre Faktor
7,6) erhöht?
Zu 7.: Das vom Bundesministerium für Bildung und
Forschung (BMBF) geförderte und vom Deutschen Zentrum
für Luft- und Raumfahrt (DLR) durchgeführte Projekt
„AviClim“ („Including Aviation in International
Protocols for Climate Protection“) hat die Machbarkeit
der Einbeziehung aller klimarelevanten Emissionen des
Luftverkehrs in internationale Klimaschutzprotokolle und
die damit verbundenen ökonomischen und ökologischen
Effekte umfassend analysiert und ist damit im Besonderen
geeignet, zur politischen Willensbildung auf nationaler
und internationaler Ebene beizutragen.
9. Wie bewertet der Senat das Luftverkehrskonzept
Berlin-Brandenburg des Umweltverbandes BUND Landesverband
Berlin vom April 2016 hinsichtlich des Vorschlags,
die Klimabelastungen der Berliner Flüge verursachergerecht
bis zum End- bzw. Zielflughafen zu berücksichtigen,
womit der Berliner Flugverkehr bereits
heute (bei rund 32 Mio. Fluggästen) die Klimawirkung
des gesamten Berliner Fahrzeugverkehrs überträfe?
Zu 9.: Der Senat hält zur Berechnung der vom Land
Berlin verursachten klimarelevanten Luftverkehrsemissionen
die zurückgelegten Personenkilometern bzw.
Frachtkilometer der von TXL und SXF bzw. BER abgehenden
Flüge für sachgerecht. Dies ist allerdings aufgrund
der fehlenden nationalen Berechnungsmethodik zzt. noch
nicht anwendbar. Im Rahmen des vom Bund derzeit zu
erarbeitenden nationalen Luftverkehrskonzepts werden
entsprechende Regelungen geprüft.
10. Wie bewertet der Senat die im „Exkurs zum Luftverkehr“
und die im Luftverkehrskonzept des BUND
vorgeschlagenen Maßnahmen für eine signifikante Senkung
der Klimabelastungen des Luftverkehrs und werden
diese im künftigen BEK berücksichtigt?
Zu 10.: Da der Luftverkehr ordnungsrechtlich maß-
geblich auf Bundesebene gestaltet wird, sind die Einflussmöglichkeiten
des Landes Berlin gering. Insofern ist
in Bezug auf die Reduzierung der Luftverkehrsemissionen
eine gemeinsame Strategie der Länder Berlin und Brandenburg
sowie dem Bund erforderlich.
11. Wie bewertet der Senat grundsätzlich den zukünftig
vorgesehenen Ausbau des BER unter dem Aspekt der
Klimabelastungen des Luftverkehrs bis 2020 und 2050
(klimaneutrale Stadt)?
Zu 11.: Der Planfeststellungsbeschluss Ausbau Verkehrsflughafen
Berlin-Schönefeld vom 13.08.2004 basiert
auf einer umfassenden Bewertung aller Schutzgüter. Er
lässt eine maximale Kapazität des Flughafens BER bis zu
360.000 Flugbewegungen pro Jahr zu. Eine Überschreitung
würde ein neues Genehmigungsverfahren unter Einschluss
auch der klimapolitischen Auswirkungen erforderlich
machen.
Berlin, den 17. Februar 2017
In Vertretung
J e n s – H o l g e r K i r c h n e r
…………………………..
Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
(Eingang beim Abgeordnetenhaus am 23. Feb. 2017)

Flughäfen: Acht Jahre Recherche: Kladower veröffentlicht E-Book über Flughafen Staaken, aus Berliner Woche

http://www.berliner-woche.de/kladow/leute/acht-jahre-recherche-kladower-veroeffentlicht-e-book-ueber-flughafen-staaken-d118714.html#

Kladow. „Riesenzigarren und silberne Kraniche über Berlin“ heißt das E-Book von Uwe Mehlitz über den legendären #Flughafen #Staaken. Nach acht Jahren Kleinarbeit und Recherche hat der Kladower es jetzt veröffentlicht. Es verrät neue und überraschende Details.
Auf den ersten Blick ist nichts mehr zu erkennen. Auf den zweiten auch nicht. „Man muss schon genauer hinschauen, um Spuren in der Landschaft zu entdecken“, sagt Uwe Mehlitz. Denn heute erinnert nur noch eine kleine Straße mit dem Namen „Am #Zeppelinpark“ an den früheren Flug- und #Luftschiffhafen Staaken, der längst mit Sonnenkollektoren und Gewerbe bebaut ist.

Und doch: „Es gibt noch ein paar Gebäude, die von der damals einzigen Luftschiffwerft der Hauptstadt und dem späteren Verkehrsflughafen zu sehen sind“, sagt Mehlitz. Werkshallen zum Beispiel. Oder der Tower. Sonst aber ist die Heimat der „Riesenflugzeuge“ (Bomber), der „Metropolis-Filmkulissen“ und der Zeppeline verschwunden.

Doch verschollene Orte ziehen bekanntlich magisch an. Und so wundert es nicht, dass über den Flughafen Staaken schon viel geforscht, dokumentiert und geschrieben wurde. Nun führt wieder eine Reise zu diesem legendären Ort, den die meisten nur aus Büchern und Erzählungen kennen. Es ist das jetzt veröffentlichte E-Book von Uwe Mehlitz. „Riesenzigarren und silberne Kraniche über Berlin. Der Luftschiff- und Flughafen Staaken. Ein besonderer Ort der Luftfahrtgeschichte“ hat der Kladower es genannt. In 17 Kapiteln erzählt Uwe Mehlitz auf knapp 500 Seiten die bewegte Geschichte eines Flughafens, der über 30 Jahre lang Luftfahrtgeschichte in vier politischen Systemen schrieb.
Das Besondere an dem Digitalbuch sind die Quellen, die Uwe Mehlitz nutzte. Er hat nicht nur Archive und Fachbücher durchforstet, sondern auch damalige Tageszeitungen wie die „Vossische Zeitung“, das …

Regionalverkehr + Flughäfen: Bahnverbindung zwischen den Flughäfen Dresden und BER? Von Kamenz nach Senftenberg sind es knapp 40 Kilometer – Reisende brauchen dafür rund zwei Sunden. Egal ob mit Bus oder Bahn., aus mdr.de

http://www.mdr.de/sachsen/bautzen/bahnverbindung-dresden-flughafen-lausitz-ber-102.html

Von Kamenz nach Senftenberg sind es knapp 40 Kilometer – Reisende brauchen dafür rund zwei Sunden. Egal ob mit Bus oder Bahn. Das ist die Realität des #Nahverkehrs in der #Lausitz. Landräte und Bürgermeister finden, so kann es nicht weitergehen, wenn die Region eine wirtschaftliche Zukunft haben soll. Lokale Politiker schlagen nun eine #Bahnverbindung quer durch die Westlausitz vor. Sie soll die beiden #Flughäfen #Dresden und #Berlin-Brandenburg verbinden.
Die Idee elektrisiert viele: eine regelmäßige Verbindung vom Flughafen Dresden zum Großflughafen nach Berlin. Wie sie umgesetzt werden kann, darüber gibt es noch Unstimmigkeiten. Denn diskutiert werden zwei Streckenvarianten:

    Variante 1:    Flughafen DD – Bf. Dresden-Neustadt – Großenhain/Cottbuser Bahnhof – Ortrand – Ruhland – Senftenberg – Lübbenau – Lübben – Flughafen BER
    Variante 2:    Flughafen DD – Dresden-Klotzsche – Kamenz – Senftenberg (Umsteigemöglichkeit zum BER) – Cottbus

Wirtschaftsregion favorisiert Linie über Kamenz

Während Westlausitzer Bürgermeister, wie aus Senftenberg und Lauchhammer, Variante 1 bevorzugen, steht nach MDR-Informationen die stärkere Lobby hinter Variante 2.  Denn die Wirtschaftsregion Lausitz, in der sämtliche Landkreise zwischen Berlin und Zittau organsiert sind, sieht klare Vorteile bei einer Linienführung über Kamenz, also Variante 2, auch wenn man dafür in Senftenberg umsteigen muss, um Berlin zu erreichen.
 Laut dem Sprecher der Wirtschaftsregion, Holger Kelch, ist es momentan die wichtigste Aufgabe, bessere Pendlerverbindungen innerhalb der Region zu schaffen. Städte wie Kamenz, Hoyerswerda, Senftenberg und Cottbus müssten besser mit dem Flughafen Dresden vernetzt werden. So würden beispielsweise die Akku-Fabriken in Kamenz besser mit den benachbarten Universitätsstandorten in Senftenberg und Cottbus verbunden. Ein Airport-Express am Rande der Region über Lübbenau und Ortrand, wie in Variante 1 vorgeschlagen, helfe da nur wenig.

Auch neue Umsteigemöglichkeiten für Kamenzer in Richtung BER gehören laut Kelch zu den Vorteilen.  Nicht ganz unwichtig für die Besteller einer möglichen neuen Bahnverbindung: Die Strecke Flughafen Dresden-Kamenz-Senftenberg-Cottbus wäre …

 

Fernbus: Mit dem Fernbus durch die Lausitz Verbindung Cottbus-Berlin wieder häufiger angeboten / IHK Cottbus sieht Linie zum BER als Ansporn für VBB, aus Lausitzer Rundschau

http://www.lr-online.de/nachrichten/Tagesthemen-Mit-dem-Fernbus-durch-die-Lausitz;art307853,5809559

Bautzen/Cottbus/Berlin Vor vier Jahren liberalisierte die Bundesregierung den #Fernbusmarkt. In Brandenburg entwickeln sich die Buslinien nur langsam. Eine Ausnahme ist die Lausitz.
Nach und nach kommen die Reisenden zur Bushaltestelle fünf am Görlitzer Hauptbahnhof. Einige Minuten vor der geplanten Zeit fährt ein grüner Reisebus vor. Es ist die Linie 239 des privaten Busunternehmens "#Flixbus": Von Görlitz aus fährt der Bus über die Autobahn nach Bautzen, von dort über die Bundesstraße 96 nach Hoyerswerda, über Spremberg und Cottbus nach Berlin. Und während sich die Zahl der Zusteiger ab Görlitz noch in Maßen hält, sind ab Bautzen an diesem Sonntagvormittag jede Menge Reisende an Bord: Studenten auf der Rückreise vom Familienbesuch, Auszubildende auf dem Weg zu ihrer Arbeitsstelle in Berlin. Vor allem junge Leute nutzen den #Fernbus als billige #Alternative zur Bahn.

Zumal es gerade von Bautzen aus kaum attraktive Bahnverbindungen in die Bundeshauptstadt gibt: Mit der schnellsten Verbindung ist man mit Umstiegen in Görlitz und Cottbus 3:28 Stunden unterwegs. Der Fernbus braucht fahrplanmäßig 3:35 Stunden, fährt aber direkt. Und Fahrkarten sind im Internet schon für wenige Euro erhältlich.

Selbst auf der Strecke Cottbus-Berlin ist der Flixbus mit einer Fahrzeit von einer Stunde und 25 Minuten bis zum Bahnhof Südkreuz einigermaßen konkurrenzfähig: Die Odeg braucht ähnlich lange bis zum Berliner Hauptbahnhof.

Und auf der Nachmittagsabfahrt ab Cottbus bedient der Fernbus auch den Berliner Flughafen Schönefeld – auf eine Direktverbindung mit dem Zug warten die Lausitzer bekanntlich schon länger.

Doch das große Problem der im Gegensatz zum Nahverkehr privat finanzierten und nicht mit teuren öffentlichen Geldern geförderten Fernbusse in Brandenburg ist bislang ein anderes: Nur wenige Städte werden bedient, und das auch nur selten. Bislang etwa fuhr der Flixbus von Görlitz nach Berlin nur viermal pro Woche durch die Lausitz – die Konkurrenz durch die mittlerweile eingestellten Verbindungen von ADAC Postbus und Berlinlinienbus …

Berliner Flughäfen Das Wunder von Tegel Der Flughafen ist trotz Millionen-Investitionen störanfällig, aber er funktioniert. Und muss weitermachen. , aus Der Tagesspiegel

http://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-flughaefen-das-wunder-von-tegel/19288534.html

Das alltägliche kleine #Wunder – es muss weitergehen in #Tegel. Nachdem seit diesem Wochenende klar ist, dass der BER in diesem Jahr nicht mehr in Betrieb gehen wird, steht auch fest, dass Tegel noch länger #durchhalten muss. Und dass Anwohner entlang der Flugrouten, die sich 2012 schon auf ruhigere Zeiten eingestellt hatten, den Krach am Himmel ebenfalls weiter ertragen müssen.

Der Berliner Lufthansasprecher Wolfgang Weber ist zuversichtlich, dass Tegel es weiter schafft. Bereits vor fünf Jahren habe man geglaubt, dass es nicht mehr lange gut gehe. Doch der Flughafen laufe immer noch. Die Anlagen seien zwar störanfällig, aber den Technikern gelängen die Reparaturen in der Regel schnell.
Schon rund 40 Millionen Euro wurden für den Weiterbetrieb ausgegeben

Die Flughafengesellschaft, die vor der geplanten Schließung 2012 schon jahrelang nicht mehr viel Geld in die Anlagen gesteckt hatte, hat inzwischen nach ihren Angaben rund 40 Millionen Euro für den Weiterbetrieb investiert. Allein rund drei Millionen Euro hat sie für einen neuen „Anti-Skid-Belag“ auf der südlichen Start- und Landebahn ausgegeben.

Der Belag verbessert die Griffigkeit der Räder vor allem bei schlechtem Wetter. Er war 2015 aufgetragen worden und soll rund vier Jahre halten. Er würde also auch eine BER-Eröffnung erst 2019 noch überstehen. Auch die Klimaanlage wurde für rund 500 000 Euro erneuert; ebenso hat man die Gepäckfördertechnik ertüchtigt. Und es gab nochmals Erweiterungen im Terminal A. Zudem hat man den internen Funkverkehr modernisiert.

Von einem Großteil der Investitionen profitieren auch die künftigen Nutzer der Flughafenanlagen. Unter anderem von einem neuen Tank für die Sprinkleranlage im Terminal-Sechseck und vom erneuerten Leitungs- und Kanalsystem.
Allerdings müssen die potenziellen Nachnutzer nun auch ihren Einzug erneut verschieben. Wie die Beuth-Hochschule, die im Hauptterminal einen neuen Standort für 2500 Studenten bekommen soll. Wie weit das erneute Scheitern der BER-Inbetriebnahme das gesamte Nachnutzungskonzept zurückwerfe, lasse sich erst sagen, wenn es einen neuen verbindlichen …