Archiv für den Monat: Dezember 2017

Bahnhöfe: Bahnhof Zoo nach Feuer evakuiert Kurz vor der Jahreswende musste der gesamte Bahnhof Zoo in Berlin geräumt und der Zugverkehr unterbrochen werden, aus spiegel.de

http://www.spiegel.de/panorama/berlin-bahnhof-zoo-nach-feuer-evakuiert-a-1185676.html

Im Berliner #Bahnhof #Zoologischer Garten ist ein Feuer ausgebrochen. Der Bahnhof – einer der wichtigsten Knotenpunkte im öffentlichen Nahverkehr Berlins – musste am Sonntagnachmittag komplett evakuiert werden, wie ein Sprecher der Polizei sagte.

In einer Zwischendecke auf einer angrenzenden #Baustelle habe es gebrannt, teilte ein Sprecher der #Feuerwehr mit. Der Rauch sei bis zu dem Bahnhof gezogen.

Ein Mensch wurde leicht verletzt, konnte aber vor Ort behandelt werden, wie die Feuerwehr berichtete. 20 weitere Menschen mussten mit Atemmasken aus dem Gebäude gebracht werden, blieben aber unverletzt. Der Bahnhof musste komplett gesperrt werden.
Aus dem Gebäude stieg Qualm auf, wie auf Twitter zu sehen war. Die Feuerwehr war mit Löschfahrzeugen vor Ort. Gegen 15 Uhr war der Brand unter …

Flughäfen: Ryanair Zwei Flugbegleiter berichten über skandalöse Verhältnisse beim Billigflieger – Quelle: https://www.berliner-zeitung.de

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/ryanair-zwei-flugbegleiter-berichten-ueber-skandaloese-verhaeltnisse-beim-billigflieger-29410166?dmcid=nl_20171230_29410166

Für 23,79 Euro nach Köln, für etwas mehr ins Ausland. Die irische #Fluggesellschaft #Ryanair wirbt mit niedrigen Tarifen – auch in Berlin. Doch die #Billigangebote haben ihren Preis. Menschen, die für Ryanair arbeiten, klagen über schlechte Bezahlung und miese Bedingungen. Zwei Berliner erzählen, was sie als Flugbegleiter bei Ryanair erlebt haben. „Die Verhältnisse sind skandalös“, berichten Dave und Roman, die in Wirklichkeit anders heißen.
Angst 
„Sie wollen, dass du immer Angst hast, deine Arbeit zu verlieren“, sagt Dave. Er habe Kollegen aufgefordert, gegen Missstände vorzugehen, doch sie trauten sich nicht. Stattdessen hätten einige gekündigt. „Es ist nicht so, dass das Unternehmen verbietet, einer Gewerkschaft anzugehören. Doch was immer Gewerkschaften sagen – Ryanair interessiert sich nicht dafür“, berichtet Roman.
Es kommt vor, dass vor den Crewräumen Gewerkschafter Infomaterial verteilen. „Doch die meisten Kollegen haben Angst. Sie sagen: Egal, was wir unternehmen, es würde nichts ändern. Nach uns werden andere kommen.“
Fluktuation
„Das Unternehmen will, dass du es nach zwei oder drei Jahren wieder verlässt“, so Dave. „Weil man dann meist weiß, wie es funktioniert. Sie wollen dich frisch und motiviert. Das ist ein Grund, warum sie gern Menschen unter 25 Jahren einstellen, am besten welche ohne Arbeitserfahrung.“ Und aus Ländern, in denen gute Jobs rar sind.
Leiharbeiter
Die Beschäftigten, die man in einer Ryanair-Maschine antrifft, haben meist unterschiedliche Verträge mit unterschiedlicher Bezahlung und unterschiedlichen Bedingungen. Roman: „Es gibt alte und neue Verträge direkt mit Ryanair, es gibt Verträge mit Agenturen wie Crewlink oder Workforce – das sind die …

S-Bahn: Berlin droht der Zusammenbruch des S-Bahn-Verkehrs 600 neue Fahrzeuge müssen für die Stadtbahn und die Nord-Süd-Bahn gekauft werden. , aus Berliner Morgenpost

https://www.morgenpost.de/berlin/article212974473/Berlin-droht-der-Zusammenbruch-des-S-Bahn-Verkehrs.html

Berlins rot-rot-grüne Koalition ist über eine wesentliche verkehrspolitische Zukunftsfrage der Stadt zerstritten. Es geht um die Berliner #S-Bahn, speziell um den Betrieb auf den #Teilnetzen #Nord-Süd und #Stadtbahn nach 2023. Vor allem muss die Koalition sehr schnell klären, auf welche Weise Berlin 600 #S-Bahn-Doppelwagen beschaffen möchte, die ab 2026 als Ersatz für die Baureihe #481 benötigt werden. Verkehrssenatorin Regine #Günther (parteilos, für Grüne) warnt in einem internen Papier von einer "gravierenden Kapazitäts- und Angebotslücke" nach 2023.

Günther und mit ihr die Grünen wollen ausloten, ob sich Unternehmen finden, die die Teilnetze betreiben wollen. Ein entsprechender Senatsbeschluss war aber kurz vor Weihnachten auf Druck der Koalitionsfraktionen verschoben worden, um eine Festlegung zu vermeiden. Weiterhin möchten die Grünen und Teile der SPD einen privaten Geldgeber finden, der die auf 2,4 Milliarden Euro geschätzten 600 neuen Doppelwagen beschafft, bezahlt, wartet und den Betriebsgesellschaften zur Verfügung stellt.

Es geht um die S-Bahn-Linien #S85, #S25, #S2 und #S1, die in Nord-Süd-Richtung die Stadt durchqueren. Das zweite Los umfasst die #Ost-West-Verbindungen #S9, #S7, #S75, #S5 und #S3. Der #Ring ist ab 2021 neu ausgeschrieben worden und wird auch künftig von der Bahn-Tochter S-Bahn Berlin betrieben.

SPD und Linke kritisieren Grünen-Entwurf
Gegen das Konzept der Grünen gibt es massiven Widerstand vor allem in den Fraktionen von SPD und Linke, auch wenn es aus dem Hause Günther heißt, es gebe noch keine Festlegung. "In der SPD kann sich niemand vorstellen, dass sich drei oder noch mehr Akteure am Berliner S-Bahn-Netz beteiligen", sagte der SPD-Verkehrs­experte Sven Heinemann. Denn neben einem oder mehreren Betriebsunternehmen wäre der Fahrzeugdienstleister involviert und die Deutsche Bahn als Eigentümer der Gleise und Stellwerke. Einen solchen "Freilandversuch" am größten deutschen S-Bahn-Netz sollte niemand riskieren, warnt …

U-Bahn: „Stellenweises Totalversagen“ Viadukt der U1 muss dringend saniert werden – Quelle: https://www.berliner-zeitung.de

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/verkehr/-stellenweises-totalversagen–viadukt-der-u1-muss-dringend-saniert-werden-29409180?dmcid=nl_20171230_29409180

Die Diagnose hört sich nicht gut an: „#stellenweises Totalversagen“. Bei Arbeiten im Bereich der #U-Bahnhofstation #Görlitzer Bahnhof in Kreuzberg wurde festgestellt, dass Teile der #Hochbahnanlage stärker geschädigt sind als erwartet. Darum haben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) entschieden, die für später vorgesehene #Sanierung des Viadukts der #U1 vorzuverlegen. Das geschah, „um einer möglichen kurzfristigen Totalsperrung der angrenzenden Streckenabschnitte in Richtung #U-Bahnhof #Schlesisches Tor vorzubeugen“. So steht es in einer Bekanntmachung des Landesunternehmens, die das Europäische Amtsblatt jetzt veröffentlicht hat.
Nein, es gebe keinen Grund zur Besorgnis, sagt BVG-Sprecher Markus Falkner. Der Viadukt, auf dem die U1 und voraussichtlich vom Frühjahr an auch die U3 fährt, sei „betriebssicher“. Bis zur nächsten anstehenden Prüfung im Jahr 2020 könne die #Hochbahn auf dem Mittelstreifen der Skalitzer Straße problemlos betrieben werden. „Allerdings könnte dann ein kritischer Zustand erreicht sein“, so Falkner. „Daher ziehen wir ursprünglich später geplante Bauarbeiten nun auf das Jahr 2019 vor. Gebaut werden soll dann im Bereich zwischen Lausitzer Platz und Schlesischem Tor.“ Nach Abschluss der Arbeiten werde die U1 dann auch dort wieder dauerhaft betriebssicher sein.
„Mögliche Gefahr im Verzug“
Die #Viadukte und Gleisanlagen der U1 werden seit einigen Jahren saniert. „Zwischen dem Gleisdreieck und der Einfahrt Kottbusser Tor sind wir fertig“, sagte der BVG-Sprecher. „In diesem Jahr haben wir im Bereich Görlitzer Bahnhof gearbeitet. Als die Gleise entfernt waren, haben wir festgestellt, dass die #Buckelbleche von oben stärker angegriffen waren als man nach Prüfung von unten erwarten konnte.“ Buckelbleche sind gekrümmte Bleche, die wie kleine Wannen aussehen. Sie sind mit Schotter gefüllt, auf dem Schwellen und Gleise verlegt sind.
Das „stellenweise Totalversagen“ der Buckelbleche wurde im …

U-Bahn: Bahnhof nach Feuer in Technikraum geräumt: Keine Verletzten, aus welt.de

https://www.welt.de/regionales/berlin/article172012737/Bahnhof-nach-Feuer-in-Technikraum-geraeumt-Keine-Verletzten.html

Mehr als 160 #Feuerwehrleute rücken zum Bahnhof am #Westhafen aus. Der Bahnsteig ist stark verraucht, der #U-Bahnverkehr unterbrochen. Die Gefahr ist jedoch schnell gebannt.
Berlin (dpa/bb) – Der #U-Bahnhof Westhafen ist nach einem Feuer in einem #Technikraum evakuiert worden. Bei dem Vorfall am Freitagmittag sei niemand verletzt worden, teilte die #Feuerwehr mit. In einem Technikraum unterhalb des Bahnsteigs war aus zunächst ungeklärter Ursache eine größere Menge Papier in Brand geraten. Dadurch war es im U-Bahnhof zu einer starken Rauchentwicklung gekommen.

Die Feuerwehr rückte mit mehr als 160 Kräften zu dem Einsatz aus. Als die Helfer eintrafen, war der Bereich bereits geräumt, wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte. Zwei Trupps gingen mit Atemschutzgeräten zum Brandort und löschten das Feuer. Menschen seien nicht in Gefahr gewesen. Die meisten Feuerwehrleute konnten schon …

Straßenverkehr: Temposünder und Rotlichtverstoße Polizei verdoppelt Zahl der Blitzer in Berlin – Quelle: https://www.berliner-zeitung.de

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/verkehr/temposuender-und-rotlichtverstosse-polizei-verdoppelt-zahl-der-blitzer-in-berlin-29404958?dmcid=nl_20171229_29404958

Wer gern schneller als erlaubt oder bei Rot durch Berlin fährt, muss bald öfter als heute mit einem #Bußgeldbescheid rechnen. Die Polizei will die Zahl ihrer #Blitzer in den kommenden beiden Jahren deutlich aufstocken. „Im neuen Doppelhaushalt wurde uns Geld zur Verfügung gestellt, um die Zahl erhöhen zu können. Damit ist es möglich, pro Jahr zehn Anlagen zu kaufen“, teilte Andreas #Tschisch, der im Stab von Polizeipräsident Klaus #Kandt für den Bereich Verkehr zuständig ist, am Donnerstag mit.
Damit zeichnet sich ab, dass sich die Zahl der Anlagen zur #Verkehrsüberwachung bis 2019 verdoppelt. Derzeit gibt es im Berliner Straßennetz 21 stationäre Blitzer. Fünf Anlagen stellen Verstöße gegen #Tempolimits fest, vier Geräte blitzen Fahrzeuge, die bei Rot fahren. In zwölf Fällen handelt es sich um kombinierte Geräte, die beides können.
Wo und mit welchen Anlagen wird nun die Zahl der Blitzer in Berlin erhöht? „Wir werden Anfang des neuen Jahres mit den Planungen beginnen“, kündigte Tschisch an. Aller Voraussicht nach werden die neuen Geräte sowohl Tempo- als auch Rotlichtverstöße feststellen. Eine solche Anlage sei für 110.000 bis 120.000 Euro zu haben, hieß es.
Dicker Stahl und Panzerglas
Ob sie außer stationären Blitzern, die fest montiert werden, auch semistationäre Anlagen kauft, muss die Polizei noch entscheiden. Dabei handelt es sich um Blitzer, die auf einem Anhänger befestigt sind und flexibel eingesetzt werden können – „da, wo sie gerade gebraucht werden“, sagte Tschisch. Mobile Blitzer können mehrere Tage lang rund um die Uhr Verkehrsverstöße registrieren – automatisch, das spart Personal. Wenn sie öfter mal umgeparkt werden, lässt sich mit semistationären Blitzern die Gewöhnung verhindern, die sich bei stationären Blitzern einstellt. Viele Autofahrer passen ihr Verhalten an, wenn sie häufig fest montierte Blitzer passieren: Kurz vorher treten sie auf die Bremse, dann wird wieder gerast.
Auch wenn sie fahrbar sind: „Semistationäre Blitzer sind sehr robust“, sagte Tschisch. Dafür sorgen dicker Stahl und Panzerglas, Alarmanlagen …

U-Bahn: Die U1 soll weiter schrumpfen Die durch ein Musical weltberühmt gewordene U 1 wird seltener fahren. Dafür soll die U 3 bis Warschauer Straße verlängert werden., aus Der Tagesspiegel

http://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-nahverkehr-die-u1-soll-weiter-schrumpfen/20794162.html

Das #Grips-Theater hat das Stück von Volker Ludwig in aller Welt bekannt gemacht. Jetzt will die BVG der „Linie 1“ erneut an den Kragen. Um die Züge der #U3 aus #Krumme Lanke, die bisher im Bahnhof #Nollendorfplatz enden, bis zur #Warschauer Straße fahren lassen zu können, soll es auf der #U1 zur #Uhlandstraße weniger Fahrten geben.

Bereits 1993 hatte die BVG die Linienführung verändert. Seither kann das Mädchen vom Land nicht mehr wie im Theaterstück am Bahnhof Zoo in den Zug der Linie 1 einsteigen; hier fährt seither die U 2.

U 1 fuhr einst von Ruhleben bis Schlesisches Tor

Als Ludwig sein 1986 uraufgeführtes Stück von dem Mädchen, das in der U-Bahn seinen Schwarm sucht, schrieb, verkehrte die Linie 1 noch zwischen Ruhleben und Schlesisches Tor. 1993, nachdem die durch den Mauerbau entstandene Lücke im Netz zwischen den Bahnhöfen Gleisdreieck und Potsdamer Platz wieder geschlossen war, hatte die BVG schon einmal die „Linie 1“ geschrumpft.

Mit dem Lückenschluss war die Verbindung von Pankow nach Ruhleben mit den wichtigen Zwischenstationen Alexanderplatz und Zoologischer Garten zwar die bedeutendste im Netz, sie wurde aber doch nur zur U 2. Die „Linie 1“ sollte zumindest auf ihrem Hauptabschnitt weiter durch Kreuzberg fahren – wie im Musical. So verbunden war die BVG immerhin mit Volker Ludwigs Werk. Im Westen allerdings mutierte die Strecke zur Krummen Lanke dafür von der U 2 zur U 1. So konnten immerhin die „Wilmersdorfer Witwen“ umsteigefrei mit der „Linie 1“ nach Kreuzberg fahren und das ihren Märchenprinzen suchende Mädchen erschrecken. Zumindest theoretisch.
Praktisch war damit 2004 wieder Schluss. Seither fahren die Züge der U 1 von der Warschauer Straße zur Uhlandstraße. Die Züge von der Krummen Lanke müssen ihre Fahrt bereits am Nollendorfplatz beenden – als U 3. Die Planer der BVG wollten damals sparen; der dichte Takt auf der Strecke in Kreuzberg mit den Zügen der U 1 und der damaligen U 15, die von der …

Fernbus: Der Fernbusboom in Berlin ist vorbei Am ZOB am Funkturm werden in diesem Jahr fast 50.000 Busse weniger halten als noch im Jahr 2016., aus Berliner Morgenpost

https://www.morgenpost.de/berlin/article212953269/Der-Fernbusboom-in-Berlin-ist-vorbei.html

Am Zentralen #Omnibusbahnhof (#ZOB) in Westend herrscht Hochbetrieb. Wie immer rings um die Weihnachtsfeiertage gehen besonders viele Menschen auf Reisen. Und gut jeder Zehnte nimmt dafür den Fernbus. In Spitzenzeiten fahren auf dem Gelände am Messedamm die Busse im Minutentakt ab.

Doch der ganz große #Boom der Branche scheint erst einmal vorbei zu sein – zumindest in Berlin. Erstmals nach vier Jahren rasanten Wachstums wird es 2017 am #Busbahnhof deutlich weniger Halte gegeben haben. Das belegen Zahlen der Berliner Verkehrsbetriebe (#BVG), die der Berliner Morgenpost exklusiv vorliegen.

Demnach rechnet der ZOB-Betreiber #IOB, eine 100-prozentige Tochter der BVG, an der zentralen Fernbus­haltestelle bis Jahresende mit rund 166.000 Nutzungen – also An- und Abfahrten von Fernbussen. Das wären fast 50.000 Fahrten oder rund ein Fünftel weniger als im Vorjahr. Damals hatte der ZOB-Betreiber noch stolz ein Allzeithoch von 214.249 Nutzungen vermeldet. Mit dem aktuellen Ergebnis für 2017 wird selbst die eher pessimistische Prognose der IOB unterschritten, die zu Jahresbeginn auf mindestens 167.000 Bushalte hoffte.

Zahlreiche Linienangebote sind weggefallen

Den Nutzerrückgang um mehr als 22 Prozent begründet die BVG mit der vollzogenen Konsolidierung des Fernbusmarktes. Dadurch seien zahlreiche Linienangebote weggefallen, sagte der BVG-Sprecher Jannes Schwentuchowski der Berliner Morgenpost. Hinter dem Managerbegriff Marktkonsolidierung verbirgt sich dabei das große Anbietersterben in der Fernbusbranche, das im Ergebnis eines knallharten Konkurrenzkampfes vor gut einem Jahr in Deutschland stattfand.

Den Anfang hatte im Juni 2016 der Anbieter Megabus gemacht, ein Ableger der Stagecoach Group, des zweitgrößten …

S-Bahn: Gewerkschaft kritisiert Senat „Wir warnen davor, die S-Bahn zu zerstückeln“ – Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/verkehr/gewerkschaft-kritisiert-senat—wir-warnen-davor–die-s-bahn-zu-zerstueckeln–29400860

Der rot-rot-grüne Senat hat große Pläne für die #S-Bahn. In Zukunft sollen #Dienstleister Züge kaufen und instand halten, für den #Fahrbetrieb andere Unternehmen verantwortlich sein. Inzwischen hat die Suche nach Firmen begonnen, die sich für das neue #Organisationsmodell interessieren. Bei S-Bahnern stoßen die Pläne jedoch auf Widerstand.
„Wir warnen davor, die S-Bahn zu zerstückeln. Wer das versucht, muss mit heftigen Reaktionen rechnen“, sagte Heiner Wegner von der Werkstatt Erkner. Die Eisenbahn- und #Verkehrsgewerkschaft (#EVG) sieht das Vorhaben ebenfalls kritisch. „Es geht an den Themen der Menschen in dieser Stadt vorbei“, sagte ein Sprecher auf Anfrage.
Kaum ein Berliner wird sie gelesen haben, die Vorabinformation 2017/ S 243 – 506422, die neun Tage vor Heiligabend im Internet unter www.ted.europa.eu erschienen ist. Normalerweise klicken nur Firmen, die sich an Ausschreibungen beteiligen wollen, diesen Teil des Europäischen Amtsblatts an. Doch der Aufruf zum Wettbewerb, den der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) im Auftrag der Länder veröffentlicht hat, ist nicht zu unterschätzen. Er ist der erste offizielle Vorbote für die große Veränderung, die für die S-Bahn geplant ist.
„CSU mit grünem Anstrich“
Gesucht werden Unternehmen, die sich dafür interessieren, S-Bahnen zu betreiben. Zum einen geht es um die S-Bahn-Linien S3, S45, S5, S7, S75 und S9 – das Teilnetz Stadtbahn. Auch der Fahrbetrieb auf dem Teilnetz Nord-Süd soll neu vergeben werden – dabei handelt es sich unter anderem um die S1, S2 und S25. Die Verträge sollen schrittweise ab Dezember 2023 beginnen und ebenfalls gestaffelt bis 2031/ 2033 enden. Was ist nun das Neue? Es geht nur um den Fahrbetrieb – nur darum, Verkehrsleistungen zu erbringen.
Für die Bereitstellung der S-Bahnen sollen andere Firmen, die separat gesucht werden, zuständig sein. Heute werden die S-Bahnen von der S-Bahn Berlin GmbH, einem Unternehmen der Deutschen Bahn, …

S-Bahn: „Planerischer Boykott“ Fahrgastverband fordert Ausbau des S-Bahn-Netzes – Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/verkehr/-planerischer-boykott–fahrgastverband-fordert-ausbau-des-s-bahn-netzes–29399764

Berlin wächst, die S-Bahnen werden voller. Nach Jahren der Agonie erlebt die Wirtschaft in dieser Region einen Aufschwung, die Bevölkerungszahl steigt, immer mehr Menschen fahren zur Arbeit und nach Feierabend zurück. Doch das #Schienennetz ist kaum mitgewachsen, und ein grundlegender Wechsel in der Politik ist nicht absehbar. Das muss sich ändern, so der Fahrgastverband #IGEB. Er verlangt einen massiven Ausbau des Streckennetzes der #S-Bahn. Dieses Verkehrsmittel leide immer noch unter den Folgen des Zweiten Weltkriegs, schreibt der Vizevorsitzende Jens Wieseke in der IGEB-Zeitschrift „#Signal“. Seine Forderung lautet: „Beendet den planerischen #Boykott der S-Bahn!“
#Wieseke, gebürtiger Berliner, ist Freund der deutlichen Aussprache. Damit hat sich der Postmitarbeiter, der sich 1993 in der Interessengemeinschaft Eisenbahn, Nahverkehr und Fahrgastbelange Berlin (IGEB) engagiert, nicht beliebt gemacht.
Doch mit seinen Forderungen für einen besseren Nahverkehr ist er sich nicht allein. In der IGEB-Geschäftsstelle im Bahnhof Lichtenberg gehen viele Fahrgastbeschwerden ein. Oft kommen sie von S-Bahn-Nutzern, die sich längere Züge, mehr Fahrten, neue Verbindungen wünschen – mehr Kapazität. Auch dies habe ihn zu dem Beitrag „Schluss mit dem S-Bahn-Boykott“ inspiriert, erzählt Wieseke. „Er soll eine Streitschrift sein“ – für die S-Bahn, die viele Verkehrsprobleme im Ballungsraum Berlin lösen würde, gegen Bremser in der Politik.
„Zum einen hat das Land Brandenburg die Vorteile eines eigenständigen und autarken Eisenbahnsystems für das Berliner Umland lange Zeit geleugnet“, schreibt der Verbandsvize. „Wer S-Bahn-Verlängerungen forderte, bekam fast so viel Gegenwind, wie ein West-Berliner, der nach dem Mauerbau 1961 noch mit der S-Bahn fuhr. Auf Brandenburger Regierungs- und Ministerialebene gab es einen ’Boykott’ des Systems S-Bahn, begründet mit zu hohen Kosten und eingebettet in eine allgemein autofixierte Verkehrspolitik.“
In seinem Beitrag erinnert er auch an den Streit in Orten westlich von Berlin: „Erbitterte Auseinandersetzungen zwischen S-Bahn- und Regionalbahnbefürwortern haben dazu geführt, dass das Havelland auch 28 Jahre nach dem Mauerfall noch keine S-Bahn hat, sondern nur Regionalzüge, die oft …