S-Bahn-Werk FriedrichsfeldeEin Dank an die DDR-Mangelwirtschaft, aus Berliner Zeitung

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Berlin – Katastrophen haben auch ihr Gutes. Als die S-Bahn-Krise ihren Höhepunkt erreichte, wurde das geschlossene S-Bahn-Werk Friedrichsfelde wieder eröffnet. Dass es überhaupt noch stand, hat mit der Materialarmut in der DDR zu tun Manchmal haben Katastrophen auch etwas Gutes. Für die S-Bahn-Krise gilt das auf jeden Fall. Als das einst so zuverlässige Verkehrssystem 2009 mehrmals spektakulär zusammenbrach, wuchs der Druck auf die Deutsche Bahn (DB), deren Manager die Sparbefehle gegeben hatten. Und so geschah etwas, was es in dem bundeseigenen Konzern bisher noch nie gegeben hatte und auch sonst selten ist: Ein geschlossener Betrieb wurde wieder aufgemacht. Eine späte Einsicht. Heute kann sich niemand bei der DB mehr vorstellen, wie die S-Bahn ohne das Werk Friedrichsfelde auskommen könnte. „Na klar, es wird gebraucht“, sagt Leiter Tobias Fischer. Am Freitag, vier Jahre nach den Höhepunkten der S-Bahn-Krise, gab es dort einen Ortstermin. Es hört sich merkwürdig an, ist aber so: Dass es überhaupt zu der Wiedereröffnung kommen konnte, ist der …

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