Bahnverkehr + Regionalverkehr: Abkommen zum Ausbau Berlin – Stettin unterzeichnet

http://www.lok-report.de/ Bereits mit der Verabschiedung des deutsch-polnischen Eisenbahnrahmenabkommens am 14. November 2012 wurde die Grundlage für einen verbesserten grenzüberschreitenden Eisenbahnverkehr zwischen Deutschland und Polen geschaffen. Am 20.12.12 Tag unterzeichnen nun Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und sein polnischer Amtskollege Sławomir Nowak in Stettin das seit langem erwartete Abkommen zum Ausbau der Eisenbahnstrecke zwischen Berlin und Stettin. Das Abkommen schafft bei grenzüberschreitenden Strecken die Voraussetzung dafür, dass beidseits der Grenzen konkrete Planungsarbeiten anlaufen können. Zwischen Berlin und Stettin gibt es derzeit zwei durchfahrende Züge sowie sechs weitere Verbindungen mit Umstieg in Angermünde pro Richtung. Mit Sofortanschlüssen der Umsteigeverbindungen am gleichen Bahnsteig in Angermünde wurden zum Fahrplanwechsel am 09. Dezember 2012 Optimierungen im Reiseverlauf erreicht. Wegen der allerdings noch vorhandenen Elektrifizierungslücke zwischen Angermünde und Stettin müssen die beiden zwischen Berlin und Stettin verkehrenden Direktzüge weiterhin im Bahnhof Gesundbrunnen beginnen bzw. enden und Fahren nicht direkt ins Zentrum Berlins. Der Berliner Nord-Süd-Tunnel darf nur von Zügen mit elektrischer Traktion befahren werden. Mit Abschluss des nun besiegelten Ausbaus der Bahnstrecke sind weitere Verbesserungen möglich. Das auf der deutschen Seite über mehr als 100 Millionen Euro teure Projekt beinhaltet die Beseitigung der Elektrifizierungslücke zwischen Angermünde und Stettin und den Ausbau für eine Geschwindigkeit von 160 km/h. Die derzeit zwei Stunden dauernde Fahrt kann auf dann 90 Minuten reduziert werden. Der Senat wird sich dafür einsetzen, dass alle Vorbereitungen rechtzeitig getroffen und abgeschlossen werden, um das nun manifestierte Ziel einer attraktiven Eisenbahn-verbindung für Reisende zwischen Berlin und Stettin im Jahr 2020 zu halten. Berlin und Brandenburg hatten noch Anfang dieses Jahres gegenüber Bundesminister Ramsauer die Elektrifizierung und den Ausbau auf 160 km/h der Strecke deutlich vor 2020 gefordert. Mit dem Streckenausbau und der verkürzten Fahrzeit wird die wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Metropolen besser möglich. Beispielsweise wird dann auch der Flughafen BER von der benachbarten Großstadt auf deutlich schnellerem Wege über die umweltfreundliche Schiene direkt erreicht und birgt eine reelle Chance, die wirtschaftliche Entwicklung zu stützen (Pressemeldung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, 21.12.12).

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