Regionalverkehr + S-Bahn: IGEB lobt Brandenburger Engagement für den Regionalverkehr und kritisiert Ausstieg beim S-Bahn-Ausbau

http://www.igeb.org/pressedienst/igebpresse_20120423.html Stellungnahme des Fahrgastverbandes IGEB zu den Planungen des Landes Brandenburg für den Regional- und S-Bahn-Verkehr, die am 23.4.12 auf der VBB-Regionalkonferenz in Potsdam vorgestellt wurden. Wir begrüßen die Zusage von Verkehrsminister Jörg Vogelsänger, 2013 keine Bahnstrecken im Land Brandenburg abzubestellen. Wir haben Verständnis, dass die Einsparung einzelner Züge nicht nur im ländlichen Raum erfolgt, sondern auch die geplante Verlängerung der RB 21 und RB 22 von Griebnitzsee nach Berlin Friedrichstraße betrifft, denn hier fährt parallel die S-Bahn. Beide Linien sollen, anders als bisher geplant, nur noch im morgendlichen Berufsverkehr verlängert werden. Das hat zugleich den Vorteil, dass den Studierenden der Unishuttle von den Hochschulstandorten in Griebnitzsee zu denen nach Golm weitgehend erhalten bleibt. Denn dieser kann von Berlin in Richtung Golm nicht in Griebnitzsee halten, weil die DB entgegen früherer Zusagen den erforderlichen Bahnsteig frühestens 2014 fertigstellt. Damit die S-Bahn nach Potsdam als Alternative zum Regionalverkehr schneller wird, fordert der Berliner Fahrgastverband IGEB erneut einen Ausbau der Strecke zwischen Wannsee und Potsdam auf zwei Gleise. Wir unterstützen die Forderung des VBB nach strukturellen Reformen auf Bundesebene zugunsten des Bahnverkehrs. Der VBB-Geschäftsführer Hans-Werner Franz hat heute erfreulich klar dargelegt, dass die geplanten Reduzierungen im Bahnangebot des Landes Brandenburg nicht erforderlich wären, wenn die Zuwendungen des Bundes für den Regionalverkehr ebenso steigen würden, wie die Gebühren für die Nutzung der Trassen und Bahnhöfe. Weil diese überhöht sind, macht die Bahn hier hohe Gewinne, von denen wiederum der Bund 500 Mio. abschöpft und somit letztlich für die Fahrplankürzungen in Brandenburg verantwortlich ist. Wir begrüßen, dass sich das Land Brandenburg für die Weiterfahrt der RE 6 von Hennigsdorf über Berlin-Tegel nach Berlin-Gesundbrunnen einsetzt. Im Übrigen ist es erfreulich, dass die dieser Entscheidung vorausgegangene Nutzen-Kosten-Untersuchung auf der Internetseite des Landes verfügbar ist. Wie schon in der Vergangenheit zeichnet sich Brandenburg hier durch Transparenz aus, die die Fahrgäste im Land Berlin vergeblich suchen. Wir kritisieren, dass Verkehrsminister Jörg Vogelsänger jeglichen S-Bahn-Verlängerungen ins Umland von Berlin eine grundsätzliche Absage erteilt hat. Der Berliner Fahrgastverband IGEB fordert den Berliner Senat auf, die Planungen für eine Verlängerung der in Spandau endenden S-Bahn dennoch fortzuführen – und zwar bis Albrechtshof, also bis an die Grenze zum Land Brandenburg. Christfried Tschepe, Vorsitzender Jens Wieseke, stv. Vorsitzender PS Weitere Infos zum Thema finden Sie beim VBB: www.VBBonline.de/regionalkonferenzen und beim Brandenburgischen Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft: http://www.mil.brandenburg.de.

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