U-Bahn + BVG: U2-Sanierung abgeschlossen

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Im nördlichen Streckenabschnitt der U-Bahnlinie U2, entlang der Schönhauser
Allee zwischen der Tunneleinfahrt Senefelderplatz und der Tunneleinfahrt
Vinetastraße, fährt die U-Bahn über das circa 1,7 Kilometer lange
Hochbahnviadukt, von den Berlinern auch „Magistratsschirm“ genannt. Es ist
einschließlich der U-Bahnhöfe Eberswalder Straße und Schönhauser Allee als
Denkmal der Berliner Bau-, Verkehrs- und Technikgeschichte geschützt. Das
Stahltragwerk des Hochbahnviaduktes, zwischen 1910 und 1930 unter
maßgeblicher Mitwirkung des Architekten Alfred Grenander errichtet, hat
inzwischen das stolze Alter von rund 90 Jahren erreicht.
Im vergangenen Jahrzehnt erfolgten von unterschiedlichen Seiten
verschiedene Begutachtungen der Bausubstanz. Regelmäßige
Instandhaltungsmaßnahmen haben bisher für die Erhaltung der
Betriebssicherheit der U-Bahnstrecke gesorgt. Doch der Zustand des
Bauwerkes konnte wegen altersbedingter Verschleißerscheinungen und
flächigen Substanzschäden, insbesondere an den schottertragenden
Tonnenblechen, nicht mehr durch Einzelmaßnahmen erhalten werden. Die BVG
führte deshalb in den Jahren 2009 bis 2011 eine umfangreiche
Grundinstandsetzung der Anlage durch, in deren Zuge gleichzeitig eine
Anpassung an den neuesten Stand der Technik erfolgte.
Im Hinblick auf die Bedeutung des Hochbahnviaduktes der U2 als Denkmal der
Berliner Bau-, Verkehrs- und Technikgeschichte wurde eine denkmalgerechte
Instandsetzung unter der Maßgabe, das historische Erscheinungsbild so weit
wie möglich zu wahren, durchgeführt. So wird der stählerne Brückenzug auch
in den kommenden Jahrzehnten als ein tragfähiges und verkehrsicheres
Bauwerk nutzbar und zugleich als Baudenkmal langfristig gesichert sein. Die
Kosten für die Gesamtmaßnahme betragen circa 80 Millionen Euro.
Während der Baumaßnahmen 2009 und 2010 musste der U-Bahnverkehr zwischen
den U-Bahnhöfen Schönhauser Allee bzw. Senefelderplatz und Pankow jeweils
in den Sommermonaten eingestellt werden (Pressemeldung BVG, 21.12.11).

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