Regionalverkehr: ODEG: Erfolgreiche Schlichtung im Tarifkonflikt

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Die ODEG – Ostdeutsche Eisenbahn GmbH und die Gewerkschaft Deutscher
Lokomotivführer (GDL) haben sich im Rahmen eines Schlichtungsverfahrens
unter dem Vorsitz von Professor Georg Milbradt, dem ehemaligen
Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen, erstmals auf den Abschluss
eines Tarifvertrages geeinigt.
Im Beisein des Schlichters unterzeichneten heute die Vertragsparteien den
Tarifvertrag, der eine Laufzeit von zwei Jahren hat.
Der Haustarifvertrag, der für alle Berufsgruppen bei der ODEG gilt, sieht
eine jährliche Anhebung des jetzigen Entgeltes um jeweils drei Prozent zum
1.1.2012 und 1.1.2013 vor. Gleichzeitig verständigten sich ODEG und GDL auf
ein Entgeltniveau, das bei künftigen Ausschreibungen zugrunde gelegt wird.
Darüber hinaus enthält der Tarifvertrag besondere Regelungen für
Lokomotivführer (z.B. über die Betreuung bei traumatischen Ereignissen und
bei Verlust persönlicher Eignung). Außerdem sieht der Tarifvertrag erstmals
Regelungen für den Fall vor, dass ein Konkurrent die Verkehrsleistungen im
Wettbewerb übernimmt.
Ulrike Riedel, Verhandlungsführerin und Arbeitsdirektorin für BeNEX zum
Abschluss des Tarifvertrages: „Unser besonderer Dank gilt dem Schlichter,
ohne dessen Erfahrung und Verhandlungsgeschick eine Einigung nicht möglich
gewesen wäre. Mit dem vorliegenden Tarifvertrag ist die ODEG an die Grenze
des wirtschaftlich Vertretbaren gegangen.“
Arnulf Schuchmann, Geschäftsführer ODEG, ergänzt: „Wir können jetzt einen
Tarifvertrag umsetzen, der nach den lang anhaltenden und zum Teil sehr
scharfen Tarifauseinandersetzungen wieder Ruhe in die Belegschaft bringen
kann.“ (Pressemeldung ODEG, 21.11.11).

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