Flughäfen: Richter stellen bohrende Fragen, Das Bundesverwaltungsgericht verhandelt über die künftige Nachtflugregelung in Schönefeld, aus Berliner Zeitung

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0029/index.html

Gestern Morgen ist Horst Berger früh aufgestanden. Um 6.30 Uhr stieg er in
das Auto eines Bekannten, das ihn nach Leipzig bringen sollte. Drei Stunden
später gehörte der 76-Jährige zu den rund 300 Demonstranten, die mit einer
Menschenkette rund um das Bundesverwaltungsgericht ein striktes
Nachtflugverbot am künftigen Hauptstadtflughafen BER forderten.
Am späten Nachmittag erlebte er mit, dass auch die strittigen Flugrouten um
das Gericht keinen Bogen machen. Dort hatte am Vormittag das Verfahren um
die Nachtflugregelung begonnen. Und jetzt fragt der Vorsitzende Richter
Rüdiger Rubel in den mit hellem Eichenholz verkleideten Großen
Sitzungssaal: „Könnten nicht auch 60000 oder 70000 Menschen betroffen sein
statt 40000?“ Ihm geht es um die Größenordnung der Belastung. Seit einem
Jahr sorgt das Thema in Berlin und Brandenburg für Aufregung.
Horst Berger ist der Kläger mit der Nummer eins, der mit einer 36-köpfigen
Klägergruppe des Bürgervereins Brandenburg Berlin und …

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