U-Bahn + BVG: IGEB kritisiert Öffentlichkeitsarbeit der BVG

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Mit mehr als einem halben Jahr Verspätung hat die BVG am 1. August 2011 den
Abschnitt Olympia-Stadion Ruhleben wieder in Betrieb genommen. Alle 10
Minuten erreicht ein Zug der U12 den nach umfangreichen Bauarbeiten
wiedereröffneten U-Bahnhof Ruhleben. Allerdings sitzen nur wenige Fahrgäste
in den Zügen, da die BVG es unterlassen hat, die Öffentlichkeit über die
Wiederinbetriebnahme zu informieren. Lediglich die Fahrgäste, die sich ihre
Verbindung im Internet herausgesucht haben, erfuhren rechtzeitig, dass in
Ruhleben wieder U-Bahn-Züge fahren.
Was auch immer der Grund für die fehlende Information gewesen sein mag: Es
gibt keine Rechtfertigung, die Öffentlichkeit insgesamt und die Fahrgäste
im Besonderen über die Fahrten nach Ruhleben nicht zu informieren. Durch
die Unart der BVG, das Ziel „Ruhleben“ auf den Zügen und einem Teil der
Bahnhöfe auch dann zu schildern, als die Züge wegen der Bauarbeiten gar
nicht bis Ruhleben fahren konnten, sondern im U-Bahnhof Olympia-Stadion
endeten, bekamen selbst regelmäßige Nutzer der U12 die Wiederinbetriebnahme
nicht mit.
Der Berliner Fahrgastverband IGEB nimmt das zum Anlass, erneut zu fordern,
dass die BVG im Zeitalter der Echt-ZEIT-Anzeige auf den Bahnsteigen endlich
auch die Echt-ZIEL-Anzeige auf Bahnhöfen und Zügen einführt (Pressemeldung
IGEB, 09.08.11).

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