Regionalverkehr: Warum hält von drei RE-Linien nur eine am Bahnhof Teltow?

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Die Region südlich von Berlin gehört seit dem Mauerfall mit zu den
verkehrlichen Verlierern. Kaum ein notwendiges Verkehrsprojekt ist seit
1989 verwirklicht. Immer noch quälen sich im werktäglichen Berufsverkehr
Autokolonnen durch die engen Vorstadtstraßen. Das eigentlich recht dichte
Busangebot ist wenig attraktiv, weil die Fahrzeiten unkalkulierbar sind,
Takte mehrmals am Tag wechseln und Fahrzeiten viel zu lang sind.
Die Region Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf („TKS“) besitzt keinen
leistungsfähigen Schienenanschluss —und wird ihn auf weitere Jahre auch
nicht bekommen. Zu zerstritten sind die Politiker und Bürger, zu tief die
Gräben zwischen den einzelnen Positionen. Umso unverständlicher ist es,
wenn das vorhandene Bahn- und Busnetz nicht optimiert und nicht sinnvoll
genutzt wird.
Der Regionalbahnhof Teltow ist dafür ein gutes Beispiel. Auf der Mahlower
Straße hält an der Bushaltestelle „Teltow, Bahnhof“ tagsüber alle paar
Minuten ein Bus. Nur ist das Umsteigen vom und zum Regionalverkehr nicht
sonderlich interessant. Denn von den drei RE-Linien, die hier entlangfahren
hält lediglich nur eine Linie (RE 4) am Bahnsteig. Zwei Linien, RE 3 und RE
5, rauschen auf den Mittelgleisen vorbei. Warum halten nicht alle drei
RE-Linien am Bahnhof Teltow?
Der Bedarf wäre vorhanden. Würden alle drei Linien am Bahnhof Teltow
halten, gäbe es viele weitere interessante und schnelle
Umsteigemöglichkeiten aus „TKS“ von und nach Berlin. Sicherlich würden
viele Autofahrer diese neue Umsteigemöglichkeiten nutzen. Dafür wären keine
neuen Fahrzeuge, keine neuen Linienkonzeptionen oder gar millionenschwere
Investitonen notwendig. Lediglich die Haltbestellung durch den
Verkehrsverbund.
Warum handelt das Brandenburger Verkehrsministerium nicht und bestellt die
Halte? Liegt es am Geld? Die zusätzlichen Halte würden natürlich Mehrkosten
verursachen. Aber der enorme Pkw-Verkehr, der sich mangels gutem Bahn- und
Busangebot stattdessen täglich durch die Region quält, kostet Geld und den
Anwohnern Lebensqualität (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband
Landesverband Berlin-Brandenburg e. V., 02.08.11).

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