Flughäfen: Zwischen Himmel und Erde, Auf dem Flughafen Schönefeld: Ein Lotse kümmert sich im Tower um die Sicherheit der Passagiere, im Terminal werden sie betreut, aus Berliner Zeitung

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Die Stadt, die niemals schläft. Heute: Auf dem Flughafen Schönefeld.

Es ist kurz nach elf Uhr abends und Björn Washausen nimmt erst mal einen
großen Schluck Kaffee. Seine erste Tasse. Die Nachtschicht hat um zehn
begonnen, zusammen mit einem Kollegen ist er heute für startende und
landende Maschinen auf dem Flughafen Schönefeld verantwortlich. Für etwa
dreißig Maschinen, für ein paar Tausend Menschen. Urlauber, Heimkehrer,
Touristen und Geschäftsleute, einsame Rucksackreisende und Familien. „Man
darf sich nicht ständig vor Augen halten, auweia, in so einer Maschine
sitzen hundertfünfzig Passagiere drin“, sagt er so nebenbei. Und meint
damit wohl: Verantwortung ja, Angst nein.
Björn Washausen, 49, ist Fluglotse. Er dirigiert die Maschinen. Er ist für
die Sicherheit des Luftverkehrs zuständig, oben im Tower, in der
achteckigen Kanzel. Er arbeitet meist per Knopfdruck am Computer. Piloten
dürfen nur auf seine Anweisung hin starten und landen. Washausen regelt die
zeitlichen und räumlichen Abstände zwischen den Flugzeugen, damit sich
diese nicht gegenseitig behindern oder gefährden. Er muss genau auf den
Takt achten. Wenn Maschinen lange am Boden stehen, kostet das …

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