S-Bahn: S-Bahn-Winterfahrplan erfüllt Erwartungen an Stabilität und Zuverlässigkeit des Betriebs, Unternehmen weist Vorwurf eines „katastrophalen Wochenendverkehrs“ zurück

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(Berlin, 26. Januar 2011) Drei Tage nach dem Inkrafttreten des neuen
Winterfahrplans bei der S-Bahn Berlin zieht das Unternehmen eine erste
Zwischenbilanz. „Die Züge sind pünktlich und zuverlässig unterwegs. Der
jetzt gültige Fahrplan wird zu über 98 Prozent eingehalten“, erklärt
Geschäftsführer Peter Buchner. Nach ersten Erkenntnissen hat sich die
Mehrzahl der Kunden mittlerweile auf das veränderte Angebot eingestellt.
Zur Vermeidung von Anschlussverlusten empfiehlt die S-Bahn Berlin fallweise
einen Zug früher zu nutzen.

Dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) sind seit 4. Januar alle
Fahrplandaten bekannt. Er hat den Auftrag der Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung, die Schnittstelle zu den anderen Verkehrsunternehmen zu
koordinieren. Zu dieser Schnittstelle gehört grundsätzlich immer der
Übergangsbereich an den im Verkehrsverbund definierten Anschlussknoten.
Nach gemeinsamer Einschätzung von S-Bahn Berlin und Berliner
Verkehrsbetrieben (BVG) kommt es in der Mehrzahl der Fälle jedoch zu keinen
gravierenden Anschlussproblemen.

Als unberechtigt weist das Unternehmen jedoch den Vorwurf von Berlins
Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer zurück, wonach in den
Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag ein
„katastrophaler Wochenendverkehr“ angeboten würde. Zwar wurde auf
Außenstrecken der übliche Takt des Nachtverkehrs von 30 auf 40 Minuten
ausgedehnt. Durch Überlagerung von Linien entsteht anderseits vielerorts
ein 20-Minuten-Takt. Zu diesem Zweck fahren die meisten Züge in der Nacht
nun auf der im Tagesverkehr üblichen Gesamtstrecke. Teilweise kommen
Acht-Wagen-Züge statt Sechs-Wagen-Züge zum Einsatz. Auf der Stadtbahn
verkehren im Nachtverkehr nun stündlich sechs statt vier Züge pro Richtung,
um Anschlüsse zu ermöglichen. Die Kosten hierfür werden von der S-Bahn
Berlin getragen.

Die Entscheidung, auch in der Nacht die Struktur des Tagesfahrplans
beizubehalten war die Voraussetzung, um den Winterfahrplan bereits zum 24.
Januar einführen zu können. Andernfalls wären weitere wochenlange Planungen
erforderlich gewesen.

„Wir sind uns bewusst und informieren unsere Fahrgäste, dass es während des
Winterfahrplans am Wochenende an einzelnen Umsteigepunkten zu verlängerten
Übergangszeiten kommt“, so Buchner. Ein in Potsdam erkanntes Defizit im
Nachtverkehr wird bereits zum kommenden Wochenende korrigiert. Die durch
Ankunft der S-Bahn um 2.06 Uhr und 4.06 Uhr verpassten Nachtbusanschlüsse
werden durch zusätzliche Busfahrten, die die S-Bahn auf eigene Rechnung
beim Verkehrsbetrieb in Potsdam bestellt, ersetzt.

In der Mehrzahl der Fälle kommt es jedoch zu keinen gravierenden
Anschlussproblemen. Dies belegt auch eine den Ländern und dem VBB in der
letzten Woche vorgelegten Analyse. Gleichwohl wird die S-Bahn Berlin auch
weiterhin gemeinsam mit dem Verbund und den anderen Verkehrsunternehmen
ausloten, ob gegebenenfalls durch zusätzliche Leistungen einzelne
Anschlüsse verbessert werden können. In Vorbereitung befindet sich zudem
die Verdichtung des Nachtverkehrs Richtung Spandau und Potsdam auf einen
20-Minuten-Takt ab 25. Februar.

Eine komplette Neukonstruktion des S-Bahn Fahrplans innerhalb von drei
Tagen, wie von der Stadtentwicklungssenatorin in einer Pressemitteilung
gefordert, sei jedoch unrealistisch. Die Behauptung von Frau Senatorin
Junge-Reyer, das Unternehmen würde nicht mit offenen Karten spielen, kann
die S-Bahn Berlin nicht nachvollziehen.

Herausgeber: DB Mobility Logistics AG

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