S-Bahn-Drama, nächster Akt, Zum Schulbeginn legt das Unternehmen vier Strecken still und setzt nur noch ein Drittel der Wagen ein, aus Berliner Zeitung

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archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0103/berlin/
0029/index.html

Michael Schulz van Endert wirft einen Blick auf seine Uhr und schüttelt mit
dem Kopf: „38 Minuten und ich bin genau da, wo ich gestartet bin. Ganz
schön bekloppt.“ Der 24-Jährige sitzt in der S-Bahn-Linie 1 Richtung
Oranienburg, der Zug hält gerade in Schönholz. Es ist der Bahnhof, von dem
er vor etwa einer halben Stunde losgefahren ist – in dieser Zeit hat er
eine Odyssee mit der S-Bahn erlebt.
„Ich muss nach Schulzendorf zu Bekannten“, sagt er. Eigentlich ist es von
Schönholz bis nach Schulzendorf nicht weit: Die S25 nach Hennigsdorf hält
dort, es sind nur fünf Stationen. „Allerdings wurde durchgesagt, dass die
S25 nicht fährt und man mit der S1 zum Nordbahnhof fahren solle, um nach
Hennigsdorf zu kommen“, sagt der 24-Jährige. Er nahm also die S1 in
entgegengesetzter Richtung zum Nordbahnhof – wo ihm dann gesagt wurde, er
müsse die gleiche Linie wieder zurück …

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