S-Bahn: DBV lobt die Öffentlichkeitsarbeit der DB AG zur S-Bahn-Krise

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Mit einer bisher ungewohnten Offenheit hat die DB AG am heutigen Tage zu den Ursachen der Störungen bei der Berliner S-Bahn Stellung genommen. Der durch eine Berliner Rechtsanwaltskanzlei verfasste Prüfbericht ist komplett veröffentlicht worden. Dies zeugt nach Meinung des Bahnkunden-Verbandes vom vorhandenen Willen der DB-Konzernspitze und der Geschäftsleitung der S-Bahn Berlin GmbH, die Krise nicht nur aufzuarbeiten, sondern daraus notwendige Schlüsse zu ziehen.
Der Bahnkunden-Verband hofft, dass sich das Umdenken weiter fortsetzen und die S-Bahn schnellstmöglich zur Verlässlichkeit und Attraktivität voriger Zeiten zurückkehren wird. Insbesondere im Personalbereich sieht der Bahnkunden-Verband auch weiterhin noch Nachholbedarf, um zur Normalität zurückzukehren. Nicht nur in den Werkstätten wurden in den vergangenen Jahren viel zu viele Mitarbeiter abgebaut. Auch die Betreuung der Fahrgäste auf den Stationen und in den Zügen hat enorm gelitten und zum Imageverlust der S-Bahn und des DB-Konzernes beigetragen.
Auch muss sich die DB AG auf Nachverhandlungen zum bestehenden Verkehrsvertrag einlassen und dem Berliner Senat als Besteller entgegenkommen. Nur wenn es ein ganzheitliches und konzernweites Umdenken gibt, wird die S-Bahn-Krise – und damit auch eine Krise des öffentlichen Verkehrs in Berlin und Brandenburg – schnell vorbeigehen (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband, Landesverband Berlin-Brandenburg e. V., 24.02.10).

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