S-Bahn + VBB: VBB zufrieden über schnelle Entschädigung für Fahrgäste

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Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg begrüßt die von Deutsche-Bahn-Chef Rüdiger Grube angekündigten zusätzliche Entschädigungen in Höhe von 70 Millionen Euro für die Fahrgäste. Positiv ist weiter, dass die Deutsche Bahn AG endlich konkrete Zahlen genannt hat, wann und wie viele Fahrzeuge wieder in den Fahrbetrieb gehen werden.
Die vertraglich vereinbarte S-Bahn-Betriebsleistung kann damit frühestens im nächsten Jahr wieder erreicht werden. Im Bahnkonzern müssen dringend strukturelle Entscheidungen getroffen werden, damit sich das S-Bahn Desaster nicht wiederholt.
Bis zum Dezember sollen stufenweise wieder 501 S-Bahn-Viertelzüge im Einsatz sein. Ein Normalbetrieb erfordert mindestens 557 Viertelzüge. Die Fahrgäste der Berliner S-Bahn werden sich also ein weiteres Jahr auf längere Taktzeiten und kürzere Züge einstellen müssen.
VBB-Geschäftsführer Hans-Werner Franz: „Wir hoffen, dass die S-Bahn dieses Mal ihr Versprechen einhalten wird. Die S-Bahn-Krise ist noch lange nicht ausgestanden. Am Ziel sind wir erst, wenn der bestellte Fahrplan mit der vollen Zuglänge und der entsprechenden Qualität eingehalten wird und sich die Fahrgäste wieder auf die S-Bahn verlassen können. Solange die vertraglich vereinbarte Leistung nicht gebracht wird, können wir nicht zufrieden sein.“
Dass die Entscheidung über weitere Entschädigungen für die Fahrgäste schnell gefallen sei, sei ein gutes Signal, so Franz weiter. „70 Millionen Euro ist eine beachtliche Summe. Der DB-Konzern übernimmt hier Verantwortung für die größtenteils selbstverschuldeten Probleme bei der S-Bahn.“ (Pressemeldung VBB, 29.01.10).

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