S-Bahn: DBV sieht Notwendigkeit zu weiteren Investitionen

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Die jetzt vorgestellten zusätzlichen Kompensationsmaßnahmen für die Ausfälle bei der Berliner S-Bahn sind richtig. So ist beispielsweise die Anerkennung von Einzelfahrausweisen an den Adventswochenenden als Tageskarte eine gute Möglichkeit für die verärgerten Fahrgäste, die hoffentlich bis dahin wieder erreichte Zuverlässigkeit zu testen. Die Einbeziehung der Studenten in die Regelung ist ebenfalls selbstverständlich.
Nachgebessert werden muss nach Meinung des DBV im Bereich der zukünftigen Investitionen, damit sich das Desaster nie mehr wiederholt. Die Reaktivierung von 12 abgestellten Viertelzügen entspricht „nur“ eineinhalb Vollzügen – das ist nicht allzu viel, kann aber bei kurzfristigen Zugausfällen hilfreich sein.
Was die S-Bahn Berlin GmbH dringend benötigt, ist Personal! Ein Beispiel: Auch nach drei Wochen Einsatz sind S-Bahn-Ersatzzüge Ostbahnhof – Potsdam mit dem nichtssagenden Ziel „Ersatzzug“, „Sonderzug“ oder gar ohne Zielangabe unterwegs.
Der DBV bedauert, dass es offenbar keine Bereitschaft zur Abkehr vom personalfreien Bahnhof gibt. Die Ausrüstung von 55 Bahnhöfen mit Zugzielanzeigern alleine bedeutet noch nicht einmal die Wiederherstellung des alten Zustandes vor dem Abzug des Bahnpersonals. Denn Personal kann kurzfristig auch über Verspätungen informieren und evtl. auch das Warten von Zügen aufeinander für umsteigende Fahrgäste realisieren.
Für ortsunkundige Fahrgäste steht es auch für weitergehende Informationen zur Verfügung. Wenigstens alle Umsteigebahnhöfe sollten, so die ständig wiederholte Forderung des DBV, mit Personal besetzt werden. Auch für die Fahrgastinformation standen, so die Schilderungen und Eindrücke, die dem DBV übermittelt wurden, viel zu wenig Mitarbeiter zur Verfügung (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband Landesverband Berlin-Brandenburg e. V., 02.10.09).

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