S-Bahn: Selftest in der S-Bahn, aus Berliner Zeitung

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0069/index.html

Morgens 9.26 Uhr im Berufsverkehr bei der S-Bahn. Der Zug nach Blankenfelde kommt bereits voller Menschen in Pankow an. Es hilft nichts, man muss ja trotzdem mit. Alles schiebt, jeder versucht, einen Platz zu ergattern, an dem er halbwegs bequem stehen kann. Auch die Luft im Wagen steht. Sämtliche Fenster sind geschlossen, es herrschen gefühlte 37 Grad und es riecht nicht gut. Fast scheint es, als hätten sich alle schlechten Gerüche dieser Welt zu einer provozierenden Melange vereinigt. Puuh. Solch eine Fahrt wünscht man nicht mal seinem Feind.
An jeder Station schwappt eine neue Woge von Mitfahrenden herein. Obwohl die Bahn längst proppenvoll ist, passen doch alle irgendwie hinein. Die elektronische Anzeige im Wagen, auf der immer die nächsten drei Stationen zu lesen sind, ist dunkel. Nur hin und wieder erscheint ein Wort auf dem Schirm: Selftest. Plötzlich kommt eine Durchsage: „Dieser Zug wird ausgetauscht. Bitte steigen Sie am nächsten …

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