S-Bahn: Kriminelle am Werk THOMAS ROGALLA will ausnahmsweise Köpfe rollen sehen – die der S-Bahn-Verantwortlichen., aus Berliner Zeitung

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0067/index.html

Die Forderung nach Rücktritt und personellen Konsequenzen gehört zu den leichtesten journalistischen Übungen, macht sich gut, bringt aber meist wenig und sollte daher sparsam verwendet werden. Bei der S-Bahn GmbH ist nach Lage der Dinge jedoch dringend eine Ausnahme geboten. Wenn die Vorwürfe des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) stimmen, dass zugesagte Kontrollen der Räder an S-Bahnzügen nicht durchgeführt wurden, dann ist die Geschäftsführung der S-Bahn GmbH fällig. Dabei macht es keinen Unterschied, ob sie von der Weiterverwendung unkontrollierter Radsätze wusste oder nicht. Man weiß nicht, was schlimmer ist. In beiden Fällen kann man das Verhalten der Führung nur als kriminell bezeichnen.
Die S-Bahn-Verantwortlichen spielen fahrlässig oder vorsätzlich mit Menschenleben. Es war bislang reine Glückssache, dass bei dem Radbruch an einem S-Bahnzug, der der ernste Anlass für die vom EBA angeordneten Kontrollen war, nicht mehr passiert ist. S-Bahnen fahren zwar nur knapp halb so schnell wie ein ICE, aber welche Folgen …

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