Straßenverkehr: Stadtstraße als Alternative zum A-100-Weiterbau, aus Berliner Morgenpost

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Statt die sechsspurige Autobahn A 100 vom Dreieck Neukölln bis zum Treptower Park zu verlängern, könnte auch eine vierspurige Stadtstraße gebaut werden.
Sie würde bereits für Verkehrsentlastung sorgen, meint die Planungsgruppe „Keine Autobahn über die Beermannstraße“. Ihr gehören sechs Architekten, Stadtplaner und Bahnplaner an. „Wenn man die schmalere Stadtstraße baut, können die Gründerzeithäuser in der Beermannstraße stehen bleiben, die für den Autobahnbau abgerissen werden sollen“, sagt Architekt. Norbert Rheinlaender.
AnzeigeDie Stadtstraßenroute soll über den stillgelegten Güterbahnhof Treptow geführt werden und müsste in einem kurzen Abschnitt durch einen Tunnel laufen. Ein Teil der Strecke könnte über den Dammweg bis Neukölln führen, der dann durchgängig auf vier Spuren befahrbar sein soll. Die 300 Kleingärten in Neukölln und Treptow, die der Autobahn-Verlängerung weichen sollen, könnten dann ebenfalls weiter existieren.
Die Planungsgruppe will ihr Alternativkonzept gegen den Weiterbau der A 100 bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung einreichen. Bis zum 23. April ist Zeit für Einwendungen gegen das mehr als 440 Millionen Euro teure Bauvorhaben. Was der Alternativvorschlag kosten soll, haben die Architekten noch nicht errechnet. „Vermutlich ist es nur halb so viel wie für den Autobahnausbau bis Treptow veranschlagt wird“, sagt Rheinlaender. Aber die Stadtstraße müsste vom Land bezahlt werden, während die A-100-Verlängerung hauptsächlich vom Bund finanziert werde. „Wir stellen unsere Unterlagen den Hauseigentümern in der Beermannstraße zur Verfügung“, sagte der Architekt. Wenn es zu Klagen gegen das Bauprojekt komme, dann könne die Alternative geprüft werden.saf

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