Bahnhöfe: Ein Luxusproblem, aus Berliner Zeitung

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.bin/dump.fcgi/2008/0922/berlin/0057/index.html

ULRICH PAUL lehnt eine nachträgliche Verlängerung des Hauptbahnhof-Dachs ab.

Sicher, der Hauptbahnhof sähe schöner aus, wenn sein Glasdach die ursprünglich geplante Länge von rund 430 Metern erhalten hätte. Mit dem auf 300 Meter verkürzten Stummeldach wirkt er architektonisch unvollendet. Die Fahrgäste der ersten Klasse müssen bei Regen sogar im Nassen ein- und aussteigen. Es gibt aber Schlimmeres. Die Kosten von 53 Millionen Euro für eine nachträgliche Verlängerung des Dachs sind viel zu hoch.
Mit dem Geld kann Besseres gemacht werden. Vor allem wäre eine komplette Sperrung der Stadtbahntrasse während der Bauzeit von zwei bis drei Monaten völlig unverhältnismäßig. Betroffen davon wären mehr als 600 000 Fahrgäste, die jeden Tag in S-Bahn, Regional- und Fernzügen den Hauptbahnhof auf der Stadtbahntrasse passieren. Sie müssten während der Sperrung überwiegend auf Schienenersatzverkehr umsteigen. Das ist in Anbetracht des geringen Vorteils, den die Dachverlängerung brächte, nicht …

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