Regionalverkehr: Brandenburg: Hängepartie um die Fortführung des Bahnverkehrs nach Rheinsberg

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Die Frage, was mit der Eisenbahnstrecke von Löwenberg (Mark) nach Rheinsberg passiert, gerät immer mehr zur Hängepartie. Die Frage an die DB AG, ab wann zwecks Bauarbeiten die Strecke von Löwenberg (Mark) nach Rheinsberg gesperrt wird, ist seit dem 31. August 2007 unbeantwortet.
An den Fakten hat sich offenbar nichts geändert. Die DB AG verlangt vom Land Brandenburg eine Bestellgarantie für die kommenden 20 Jahre, bevor mit den Arbeiten zum Neubau der beiden Überführungen in Lindow begonnen wird. Das Land wiederum verweigert diese Zusage und verweist auf die gültige Verkehrsbestellung.
Vor dem tatsächlichen Baubeginn sind auch weitere Schritte notwendig, die nach unserer Information noch nicht eingeleitet sind und bis zu sechs Wochen dauern:
1. Die Baumaßnahme wird vollständig aus Bundesmitteln finanziert. Deshalb sind die Gelder beim Eisenbahnbundesamt abzurufen.
2. Es muss eine Ausschreibung erfolgen. Hier sind entsprechende Fristen einzuhalten, die sich in mehreren Monaten bemessen können.
3. Die örtliche Straßenbauverwaltung, das Landesamt für Bauen und Verkehr sowie das Landesumweltamt sind zu beteiligen. Die Kommunen sind zu informieren.
4. Für den notwendigen Schienenersatzverkehr sind Fahrpläne zu erstellen.
5. Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg ist zu informieren.
Die Konfusion wird noch größer: inzwischen liegen zwei sich völlig wider­sprechende Angaben zur Sperrung der Strecke vor. Ende August 2007 wurde von einem Vertreter der DB Regio AG bekannt gegeben, dass ihm eine schriftliche Sperrung der Eisenbahnstrecke von Löwenberg (Mark) nach Rheinsberg ab 1. Oktober 2007 vorliege. In der vergangenen Woche lautete eine andere Information, dass bis zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2007 keine Sperrung verfügt worden sei. In beiden Fällen konnte kein Beginn für die Bauarbeiten genannt werden.
Mit jedem Tag, an dem es keine offzielle Terminnennung seitens der DB AG gibt, scheint das Schicksal der Eisenbahnverbindung nach Rheinsberg klarer: es gibt keine Zukunft.
Wir fordern die DB AG auf, endlich Karheit zu schaffen und einen verbindlichen Terminplan zu nennen. Weiterhin muss sich das Land Brandenburg um die Sicherstellung des Bahnverkehrs kümmern (Pressemeldung Berlin-Brandenburgischer Bahnkunden-Verband e.V., 19.09.07).

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