Straßenverkehr: Der Senat muss sparen und gibt Zebrastreifen den Vorrang gegenüber neuen Ampel-Anlagen, aus Berliner Zeitung

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Peter Neumann
In Berlin gibt es immer mehr Zebrastreifen, während die Zahl der Ampeln stagniert. „Seit Anfang 2001 wurden 146 Fußgängerüberwege neu markiert“, sagt Jutta Schramm von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. In diesem Jahr sollen noch 26 Zebrastreifen eingerichtet werden, der Bau von weiteren 27 ist angeordnet. Dadurch steigt die Zahl der Zebrastreifen auf rund 300. Die Zahl der Ampeln beträgt seit 2001 knapp 2 000. Die Devise lautet also: lieber schwarz-weiß als rot-gelb-grün. So spart der Senat nicht nur Geld – für den Preis einer Ampel lassen sich mehrere Zebrastreifen schaffen. Diese machen das Gehen auch sicherer. Die Polizeistatistik jedenfalls zeigt, dass Fußgängerunfälle an Zebrastreifen sehr selten vorkommen. Jahrzehntelang galten die Zebrastreifen als vom Aussterben bedroht. Gab es 1967 allein in den westlichen Bezirken laut Senat noch mehr als 700 Überwege, waren Anfang 2001 in ganz Berlin nur rund 100 übrig geblieben. „Oft wurden sie entfernt, weil sie angeblich den Autoverkehr behindern“, erinnert sich Jutta Schramm. Noch häufiger wurden sie durch Ampeln ersetzt, für die Geld vorhanden war. Doch je mehr der Senat sparen musste, desto mehr …

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