Archiv für den Monat: Juli 2007

U-Bahn: Was lange währt , aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
print/berlin/674081.html

Mit monatelanger Verspätung werden endlich 80 neue U-Bahn-Wagen mit mehr Komfort für die Fahrgäste eingesetzt
Peter Neumann

Ein Fahrgast fragt: „Wie lange hält dieser Zug?“ Die Antwort: „Gut und gerne 30 Jahre.“ Dieser Kalauer ist bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) inzwischen von der Wirklichkeit überholt worden. Denn auf den U-Bahn-Linien U 1 bis U 4 gehören Züge, die noch betagter sind, zum gewohnten Bild – die ältesten sind seit 43 Jahren unterwegs. Darum dürfte die Nachricht, dass dort nun endlich moderne U-Bahnen in den Einsatz kommen, von den meisten Fahrgästen positiv gewertet werden. Die ersten acht neuen Wagen sind seit gestern auf der U-Bahn-Linie 2 zwischen Pankow und Ruhleben unterwegs. Alle zwei Wochen soll es eine weitere Lieferung dieses Umfangs geben – insgesamt werden es 80 U-Bahn-Wagen sein.
„Was lange währt, wird endlich gut“, sagte Thomas Necker, der Betriebsvorstand des Landesunternehmens, gestern. Denn die Auslieferung der Züge, die bei Bombardier …

S-Bahn: Lokführer: Die S-Bahn wird lahmgelegt, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
print/berlin/674079.html

DB warnt vor Streik – Kosten schon jetzt hoch
Peter Neumann

Optimismus ist schön und gut, sagt Hans-Joachim Kernchen, bei der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) Vorsitzender des Bezirks Berlin-Sachsen-Brandenburg. Doch Tobias Heinemanns Zuversicht könne er nicht teilen, teilte er gestern mit. Der Geschäftsführer der S-Bahn Berlin hatte der Berliner Zeitung gesagt, dass auch bei einem Streik Züge fahren werden – wenigstens einige. „Ich weiß nicht, wie er zu dieser Einschätzung kommt“, konterte Kernchen. „Wir wissen jedenfalls, dass wir bei der S-Bahn viele neue Mitglieder haben.“ Den angekündigten Notdienst werde es nicht geben, die Folgen eines Ausstands wären gravierend. Bahnmanager nahmen die andauernde Gefahr eines Lokführerstreiks gestern zum Anlass, erneut vor einer Arbeitsniederlegung zu warnen.
Fahrpersonal lasse sich auch bei einem Streik finden, hatte der S-Bahn-Chef …

allg.: 1000-Kilo-Bombe nach Fund entschärft, aus Der Tagesspiegel

http://www.tagesspiegel.de/berlin/
Blindgaenger-Fliegerbombe;art270,2349684

Ein Bombenfund aus dem Zweiten Weltkrieg hielt Anwohner und Polizei in Atem: Im Stadtteil Lichterfelde wurde eine 1000-Kilogramm-Fliegerbombe von Spezialisten entschärft. Zuvor wurden mehr als 4000 Menschen in Sicherheit gebracht. Bus- und Bahnlinien wurden umgeleitet.
BERLIN – Für einen Großeinsatz der Polizei und Aufregung bei den Anwohnern hat ein Bombenfund im Stadtteil Lichterfelde gesorgt. Eine 1000-Kilogramm-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde gegen 9:50 Uhr bei Bauarbeiten in der Curtiusstraße in einem Wohngebiet entdeckt und am Fundort am Abend entschärft. Die Polizei war mit rund 200 Beamten im Einsatz und sperrte das Areal rund um die Fundstelle des Blindgängers über Stunden weiträumig ab. Autofahrer und mehrere Buslinien der BVG wurden umgeleitet. Der S-Bahnhof Lichterfelde West war seit dem frühen Nachmittag nicht erreichbar.
Die Bombe, die wahrscheinlich russischer Herkunft war, sollte zunächst …

U-Bahn: Das Ende des Schmuckkäst’l, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
print/berlin/674096.html

Der U-Bahnhof Alexanderplatz wird schöner, doch die Händler bleiben dabei auf der Strecke
Uwe Aulich

MITTE. Am Alexanderplatz – oder besser darunter – geht eine Tradition zu Ende. Seit gut einem halben Jahrhundert betreibt die Familie Ellenberger in der Ladenpassage zwischen den U-Bahnlinien 2 und 8 ihr Schmuckkäst’l. Der Laden mit Vitrinen und einer Kastendecke aus Holz erinnert an die alten U-Bahnen, die noch vor wenigen Jahren auf der heutigen U 2 eingesetzt wurden. Zum Jahresende aber will Uwe Ellenberger sein Schmuckgeschäft schließen. Er wird sich nicht bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) darum bemühen, den Laden nach dem Umbau weiterzuführen. „Ich bin nicht bereit, diesen völlig irrsinnigen Umbau der Ladenpassage und meines Geschäfts mitzumachen. Aus meiner Sicht ist er wirtschaftlich überflüssig“, sagt der 37-Jährige. Durch eine neue Ladenfront mit Glasschiebetüren würden 70 Prozent der Ausstellungsfläche verloren gehen. Zudem soll sich die umsatzabhängige Miete für den 40 Quadratmeter großen Laden nahezu verfünffachen: von 715 auf 3 500 Euro. Auch eine neue Ladeneinrichtung soll Ellenberger anschaffen.
Die Ladenpassage wird wie der gesamte U-Bahnhof Alexanderplatz saniert. Die Arbeiten an den Bahnsteigen sind bereits abgeschlossen. Vier neue Aufzüge wurden eingebaut. „Das war nicht einfach. Sie mussten so platziert werden, dass …

Museum: Berlins einzige betriebsfähige Dampflok geht in Rente

http://www.lok-report.de/

Irgendwann in den siebziger Jahren ( oder Anfang der Achtziger ?) . Sie stehen auf dem Bahnsteig, ein Hauch von Fernweh – oder ist es etwa Heimweh – umgibt Sie. Der Geruch von verbrannter Steinkohle, von heißem Stahl liegt in der Luft. Vor den Zug eine Dampflokomotive mit mächtigen, knallroten Rädern.
Eine Dampfwolke, Wärme schlägt Ihnen ins Gesicht. Die Luftpumpe arbeitet lautstark- geballte Energie, ein unter Hochdruck stehender Kessel, die Dampfmaschine nur darauf wartend, ihre Kraft entfalten zu können. Dann der Pfiff zu Abfahrt; die Lokomotive setzt sich in Bewegung, der erste Auspuffschlag entweicht dem Schornstein. Der Zug entfernt sich. Die Abdampfschläge der Dampfmaschine werden immer schneller, verschwinden erst langsam dann immer stetiger in der Ferne. Zurück bleibt der Geruch von verbrannter Steinkohle…
Diese Eindrücke können Sie auch im Jahr 2007 erleben. Mit unserer Dampflokomotive 52 8177-9. Allerdings lief im Oktober 2006 die gesetzliche Frist zum Betreiben der Lokomotive ab. Um die Lokomotive für die nächsten 6 Jahre wieder betriebsfähig zu erhalten, ist eine Hauptuntersuchung in einem autorisierten Ausbesserungswerk notwendig, Obwohl wir alle machbaren Vorleistungen in Eigenleistung durchführen, werden die verbleibenden Arbeiten, die wir nicht alleine durchführen können, ca. 350 000 Euro kosten. Einen großen Teil dieser Summe hat der Verein durch die Fahrten und die ehrenamtliche Arbeit der Vereinsmitglieder unterdessen aufgebracht. Jedoch nicht alles. Es fehlen uns zurzeit 50 000 Euro. Eine Menge Geld für einen kleinen Verein von 50 Mitgliedern.
Wenn alle Fans und Fotografen von Dampflokomotiven uns in Form einer Spende weiterhelfen würden, könnte der Auftrag zur Hauptuntersuchung schnell vollendet werden, und unsere Dampflok kann von Berlin aus wieder auf große Fahrt gehen. Alle Reiseteilnehmer und Fotografen am Wegesrand würden sich sehr freuen. Und in Berlin bleibt eine weitere Attraktion längerfristig erhalten, und die Lok müßte nicht in Rente gehen.
Wäre Ihnen dieses beispielsweise 20 Euro wert? Das ist beispielsweise der Gegenwert eines Kinobesuches für zwei Personen. Während der Kinofilm nach 1,5 Std. endet, dauern unsere Veranstaltungen länger.
Deshalb bitten wir Sie, uns mit einer Spende zu unterstützen. Selbst kleine Beträge helfen uns weiter.
Da unser Verein vom Finanzamt als gemeinnütziger Verein anerkannt wurde, gelten alle Spenden als steuerlich absetzbar.
Spendenbescheinigungen werden ab einem Betrag von über 50 € ausgestellt, sofern Sie bei Ihrer Überweisung Ihren Namen und die Postanschrift angeben. Das Spendenkonto der Dampflokfreunde Berlin, Kto-Nr. 023720105 bei der Postbank Berlin (BLZ: 100 100 10) freut sich über jeden Euro zur Finanzierung der Hauptuntersuchung der einzigen betriebsfähigen Dampflok Berlins.
Wir verlosen unter allen Einzahlern, die bis zum 15.09.2007 überweisen, fünf Fahrkarten für die Sonderfahrt anläßlich des Eisenbahnfestes für jeweils zwei Personen. Und unter allen Spendern verlosen wir 20 Eintrittskarten für die Lokschuppentage Schöneweide. Für den Spender mit dem höchsten Betrag wartet zusätzlich eine besondere Überraschung (Sven Richter, www.dampflokfreunde-berlin.com, 31.07.07).

U-Bahn: BVG gibt Signal zum Sparen, aus taz

http://www.taz.de/index.php?
id=berlin-aktuell&art=2445&id=820&cHash=827112d01d

Kleine Schilder im Tunnel sollen den Energieverbrauch der U-Bahn senken: Sie zeigen den Fahrern, wann sie den Strom abschalten sollen. Den erzeugen viele Züge übrigens selbst – beim Bremsen VON ULRICH SCHULTE

Ein U-Bahn-Zug mit sechs Waggons hat umgerechnet 3.250 PS. Wenn ein solcher Kraftprotz beschleunigt, verschlingt er 2.400 Kilowattstunden – in einer Stunde ist das so viel, wie eine Durchschnittsfamilie im ganzen Jahr verbraucht. Eine ökologische Fahrweise kann hier viel Geld und CO2 sparen.
Die BVG will deshalb ihre U-Bahn-FahrerInnen mit neuen Sonderzeichen zum energieeffizienten Beschleunigen anhalten. „Bis Ende des Jahres bringen wir in allen U-Bahn-Tunneln Schilder an, die unseren Fahrern den idealen Zeitpunkt anzeigen, den Strom abzuschalten“, sagte U-Bahn-Betriebsleiter Kurt Beier gestern der taz. Ein Probelauf seit Mitte vergangenen Jahres auf den Linien U6 und U8 habe gezeigt, dass sich so „auf geeigneten Linien der Verbrauch um zehn Prozent senken“ ließe.
Die BVG zahlt mit 50 Millionen Euro Jahr für Jahr eine der happigsten …

Schiffsverkehr: Freie Fahrt für die Flussschifffahrt, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
print/berlin/673814.html

Der Landwehrkanal darf seit gestern wieder befahren werden. Die Reederei Riedel lud aus diesem Grund Interessierte ein zu einer kostenlosen ersten Fahrt auf der FMS „Kreuzberg“ über den Landwehrkanal durch Kreuzberg und andere Bezirke. Knapp fünf Wochen lang war der Kanal gesperrt, weil nach Ansicht des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Bäume am Ufer umzustürzen drohten. Gegen die vom Amt vorgenommenen Baumfällungen hatte es starke Proteste gegeben. Diese und auch die wenig attraktive …

U-Bahn: U 9 fährt nicht zur Osloer Straße, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
print/berlin/673833.html

Busse ersetzen mehr als drei Monate lang die U-Bahnen
Auf der Berliner U-Bahn-Baustelle mit den gravierendsten Folgen für die Fahrgäste beginnt eine neue Etappe. Von heute an ist die Linie U 9 zwischen Osloer Straße und Westhafen für den Zugverkehr gesperrt – bis 28. Oktober. Damit ist das Teilstück, auf dem die Fahrgäste anstelle von U-Bahn-Zügen Busse benutzen müssen, kürzer als bisher. Trotzdem ist weiterhin Geduld gefordert: Durch den Schienenersatzverkehr, kurz SEV, verlängert sich die Fahrzeit um 25 Minuten.
Wie berichtet, muss die BVG den Nordteil der U 9 sanieren – vor allem im 1961 eröffneten U-Bahnhof Leopoldplatz, wo die damals betonierte „feste Fahrbahn“ auf 300 Meter Länge durch ein leiseres Schottergleis ersetzt wird. Insgesamt baut sie rund 2 500 Tonnen Schotter ein und …

S-Bahn: Die letzte Fahrt der „Coladosen“, aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
print/berlin/673825.html

Die S-Bahn lässt 130 Wagen verschrotten – trotz steigender Fahrgastzahlen
Peter Neumann

Ein grober Stups mit dem großen Greifer – und schon kippt die S-Bahn krachend um. Die Metallschere wartet schon darauf, die rot lackierten Aluminiumwände zu zerteilen. Im Nordhafen von Königs Wusterhausen hat die Firma Alba Metall damit begonnen, 130 S-Bahn-Wagen zu verschrotten. Die Züge wurden ausgemustert – obwohl die jüngsten gerade mal 15 Jahre alt sind und obwohl die Fahrgastzahlen bei der S-Bahn steigen.
Kenner nennen sie wegen ihrer Farbe „Coladosen“, Laien erkennen die Züge vor allem an ihrer gewöhnungsbedürftigen Innengestaltung. Ein undefinierbarer Farbton, irgendwo zwischen helllila und dunkelrosa, beherrscht die Wände. Die Kunststoff-Sitzbezüge haben eine ähnliche Grundfärbung, auf der sich zudem noch …

S-Bahn: Die letzte Fahrt der "Coladosen", aus Berliner Zeitung

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/
print/berlin/673825.html

Die S-Bahn lässt 130 Wagen verschrotten – trotz steigender Fahrgastzahlen
Peter Neumann

Ein grober Stups mit dem großen Greifer – und schon kippt die S-Bahn krachend um. Die Metallschere wartet schon darauf, die rot lackierten Aluminiumwände zu zerteilen. Im Nordhafen von Königs Wusterhausen hat die Firma Alba Metall damit begonnen, 130 S-Bahn-Wagen zu verschrotten. Die Züge wurden ausgemustert – obwohl die jüngsten gerade mal 15 Jahre alt sind und obwohl die Fahrgastzahlen bei der S-Bahn steigen.
Kenner nennen sie wegen ihrer Farbe „Coladosen“, Laien erkennen die Züge vor allem an ihrer gewöhnungsbedürftigen Innengestaltung. Ein undefinierbarer Farbton, irgendwo zwischen helllila und dunkelrosa, beherrscht die Wände. Die Kunststoff-Sitzbezüge haben eine ähnliche Grundfärbung, auf der sich zudem noch …