Bahnverkehr + Regionalverkehr: Berlin/Brandenburg: Im Verkehrskonzept fehlt der Fernbahnhalt Bahnhof Zoo

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Der Berlin-Brandenburgische Bahnkunden-Verband stellt ein knappes Jahr nach Inbetriebnahme der neuen Fern- und Regionalverbindungen in und um Berlin fest, dass ein wesentlicher Bestandteil des ehemals zwischen Bund, Senat und Deutscher Bahn AG beschlossenen „Pilzkonzeptes“ noch immer fehlt.
Ursprünglich war es Konsens, dass alle DB-Fernzüge (also die Züge des ICE- und IC-Verkehrs), die weiterhin über die Berliner Stadtbahn fahren, auch nach Inbetriebnahme des neuen Zentralbahnhofs „Hauptbahnhof — Lehrter Bahnhof“ auch am Bahnhof Zoologischer Garten halten. Mitte Juni 2005 jedoch kündigte die DB AG plötzlich an, entgegen den bisher getroffenen Absprachen den Fernbahnhalt Bahnhof Zoo vollständig aufzugeben.
Nicht nur viele tausend Berliner müssen seitdem eigentlich überflüssige Umwege in Kauf nehmen, zeitraubende Umwegfahrten sind auch aus der Brandenburger Landeshauptstadt Potsdam fällig.
Frank Böhnke, Landesvorsitzender des Verbandes, sagt dazu: „Es ist niemandem ernsthaft vermittelbar, warum am Bahnhof Zoo keine ICE- und IC-Züge mehr halten. Der Bahnhof ist mit U-Bahn, S-Bahn- und Bussen für viele Reisende wesentlich besser erreichbar als der ‚Hauptbahnhof‘. Drei Minuten Fahrzeitverlängerung durch einen zusätzlichen Halt dort wären verschmerzbar. Und häufig gehen die Fahrzeitgewinne durch die langen und komplizierten Umsteigewege mit bis zu 8 Minuten am ‚Hauptbahnhof‘ wieder verloren (Pressemeldung Berlin-Brandenburgischer Bahnkunden-Verband, 16.05.07).

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