U-Bahn: Die U-Bahn baut auch 2007

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Noch ist das Großprojekt aus dem Jahr 2006 nicht abgeschlossen, da werfen schon die nächsten großen Bauvorhaben ihre Schatten voraus. Kein Wunder, die Sanierung der mittlerweile 105 Jahre alten U-Bahn gleicht einer wahren Sisyphus-Arbeit.

Dickster Brocken im Jahr 2007 ist die Grundsanierung der gesamten Kehr- und Abstellanlage am U-Bahnhof Leopoldplatz (U9).

Von Ende Juli bis Ende Oktober werden rund 2500 Tonnen Schotter aus- und wieder eingebaut, elf Weichen, drei Kreuzungsweichen sowie 1200 laufende Meter Gleis und Stromschienen erneuert beziehungsweise umgebaut. Gleichzeitig nutzen wir die Sperrung, um im Bahnhofsbereich 300 Meter betonierte Fahrbahn durch das übliche Schottergleis zu ersetzen.

Unsere Mitarbeiter von der U-Bahn standen bei der Planung dieser Baustelle vor einem Problem. In diesem Bereich der Linie U9 gibt es keine Möglichkeiten zum Kehren eines Zuges. Wir hätten für die Bauzeit den gesamten Abschnitt zwischen U-Bahnhof Zoologischer Garten und Osloer Straße für den Zugverkehr sperren müssen. Ein Schienenersatzverkehr in dieser Größenordnung mitten in der City ist jedoch kaum zu bewältigen.

Die Lösung: Durch den Einbau einer Bauweiche hinter dem U-Bahnhof Westhafen, beschränken wir den Schienenersatzverkehr auf den Abschnitt Westhafen – Osloer Straße.
HK-Zug auf der Rampe vor dem U-Bahnhof Eberswalder Straße oberirdisch.
Weiter geht es in Alt-Tegel und Pankow

Im April 2007 muss die U6 pausieren, und zwar zwischen den Bahnhöfen Kurt-Schumacher-Platz und Alt-Tegel. Beginnend mit den Osterferien wird eine neue Weichenanlage vor der Endstation eingebaut, damit die Züge künftig im Bahnhof Alt-Tegel kehren können.

Die Zwangspause nutzen unsere Mitarbeiter der U-Bahn, um den Bahndamm auf dem oberirdischen Streckenabschnitt zu sanieren.

Ab Mitte Mai verlagert sich das Baugeschehen auf die nördliche U2. Dort, wo die U-Bahn aus dem Tunnel ans Tageslicht auftaucht und als Hochbahn weiterfährt, werden im Rampenbereich vor dem U-Bahnhof Eberswalder Straße die Gleise erneuert. Für rund vier Wochen müssen die Fahrgäste deshalb zwischen Rosa-Luxemburg-Platz und Schönhauser Allee auf den Schienenersatzverkehr umsteigen.
Rollstuhlfahrer im U-Bahnhof am Aufzug
Wieder neue Aufzüge

Bereits im März kann man am U-Bahnhof Kottbusser Tor (U8, U12) barrierefrei ein-, aus- und umsteigen.

Weitere Aufzüge erhalten außerdem die U-Bahnhöfe Mehringdamm (U6, U7), Potsdamer Platz (U2), Walther-Schreiber-Platz (U9) – hier finanziert ein Investor Lift und einen weiteren Ausgang in ein neues Einkaufszentrum – sowie Frankfurter Tor, Lichtenberg und Tierpark (alle U5). Am Frankfurter Tor (U5) entsteht neben dem Aufzug ebenfalls ein weiterer Ausgang. Beide führen auf die Mittelpromenade der Warschauer Straße, so dass man bequem zur neuen Haltestellen-Insel der Tram umsteigen kann.

Im vergangenen Jahr traten am U-Bahnhof Südstern U7 erhebliche Deckenschäden auf. Aus diesem Grund starten wir in diesem Jahr eine „Rund-um-Erneuerung“ des Bahnhofs.

Großprojekt Alexanderplatz

Selbstverständlich gehen aber die Arbeiten am „Mammut“-Projekt Alexanderplatz weiter, wo mittlerweile mit der U2 auch auf dem letzten Bahnsteig die Fliesen- und Fußbodenarbeiten so gut wie abgeschlossen sind. Fertig ist ein weiterer Ausgang zur neuen Endstelle der Tram-Linie M2, die ab Ende Mai bis zum S- und U-Bahnhof Alexanderplatz fahren soll.

Dieser Tage rücken die Bauleute der Ladenpassage im U-Bahnhof zu Leibe. Die Arbeiten dauern voraussichtlich drei Monate. Umsteigen zwischen den Linien U2 und U8 über die Ladenstraße ist trotzdem möglich: Für die Passanten wird ein „Tunnel im Tunnel“ eingerichtet, in dem sie vor den Deckenarbeiten geschützt sind.

Ebenfalls im Februar beginnen die Bauarbeiten in der östlichen Verteilerhalle. Hier erneuern die Bauleute Treppen, Decken und Fliesen. Da der Fußgängertunnel zum ehemaligen Haus des Reisens zugeschüttet wird, entsteht hier außerdem ein neuer Aufzug zur östlich auf dem Alexanderplatz gelegenen Tram-Haltestelle der Metrolinien M4, M5 und M6.

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