S-Bahn + Bahnhöfe: Abschied vom Rostkreuz, aus taz

http://www.taz.de/pt/2007/01/31/
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Seit mehr als 100 Jahren rostet der Bahnhof Ostkreuz vor sich hin. Jetzt nimmt sich die Bahn seiner an. Sie will in zehn Jahren einen Neubau mit Rolltreppen und Aufzügen eröffnen. Die Bauplaner stellen sich auf ein Abenteuer ein. Denn im Bahnhof liegt so manches Kabel, das keiner mehr kennt
VON ULRICH SCHULTE

Am Ostkreuz umzusteigen, ist meist eine surreale Erfahrung. Wer hier auf die S-Bahn wartet, kann den Eisenträgern beim Rosten zusehen, dem Unkraut zwischen den Gleisen beim Sprießen und den Bodenplatten beim Verrutschen. Die Baufälligkeit der 1882 eröffneten Station an Ring- und Stadtbahn, die manche Berliner „Rostkreuz“ nennen, ist inzwischen legendär – die gescheiterten Sanierungsanläufe der Bahn auch.
Die unendlich scheinende Leidensgeschichte des maroden Bahnhofs und ungezählter S-Bahn-Kunden hat bald ein Ende, denn das Ostkreuz soll wiederauferstehen. „Es wird langsam Zeit“, sagt Lothar Legler, Niederlassungsleiter Ost der DB ProjektBau. „Wir nähern uns Schritt für Schritt der Versagensgrenze.“ Die Bahn hat sich viel vorgenommen. Im Fall Ostkreuz von einer Sanierung …

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