Flughäfen: Das Loch in der Stadt, aus Der Tagesspiegel

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07.01.2007/3006325.asp

Selbst mit einem Großinvestor bliebe Tempelhof ein Verlustgeschäft. Nur ein Aufbrechen des Geländes könnte die alte Wunde schließen

Von Dieter Hoffmann-Axthelm

Die Zukunft des Flughafens Tempelhofs kann sich in dieser Woche entscheiden. Bis Mittwoch, 12 Uhr, haben die Befürworter eines weiteren Flugbetriebs Zeit, sich zu entscheiden, ob sie den Vergleichsvorschlag des Oberverwaltungsgerichts akzeptieren. Der Flugbetrieb würde dann am 31. Oktober 2008 eingestellt. Senat und Flughafengesellschaft haben dem Kompromiss bereits zugestimmt. Was mit dem Gelände und dem Gebäude dann geschehen soll, ist aber weiter unklar.
Der entscheidende Mangel der nunmehr 17-jährigen Tempelhof-Diskussion ist das Inseldenken: Man betrachtet den historischen Flughafen getrennt von seiner Umgebung, so als läge er nicht mitten in der Stadt, und fragt sich, was man mit diesem sperrigen Objekt anfangen soll. Flughafengebäude und Flugfeld scheinen dabei eine …

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