S-Bahn: Zur Landesgartenschau 2009 nach Oranienburg im 10-Minuten-Takt!

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20061030-1.php

Im Frühjahr 2009 soll in Oranienburg die Landesgartenschau Brandenburg eröffnet werden. Durch die Nähe zu Berlin werden die Besucherzahlen sicherlich die bisherige Höchstmarke von über 600.000, die 2002 Eberswalde erreicht hatte, ohne Probleme um ein Vielfaches übersteigen – vielleicht werden es eine Million, vielleicht auch mehr. Aus Sicht des Berlin-Brandenburgischen Bahnkunden-Verbandes besteht damit die dringende Notwendigkeit, die S-Bahn-Strecke von Frohnau nach Oranienburg bis zum Frühjahr 2009 so auszubauen, dass hier auch ein 10-Minuten-Takt gefahren werden kann.
Auf Grund des langen eingleisigen Abschnittes zwischen Frohnau und Hohen Neuendorf können die Züge maximal alle 20 Minuten in jede Richtung fahren. Durch den Ausbau gäbe es auch eine umweltverträgliche und leistungsfähige Schienenanbindung von und nach Berlin, die eine bequeme An- und Abreise der Besucher gewährleistet. Zumal zu befürchten ist, dass das Straßennetz und auch die möglicherweise vorhandenen Parkplätze nicht ausreichen werden; Oranienburg würde von der Blechlawine überrollt. Niemand müsste mit dem eigenen Auto anreisen; es stünde eine leistungsfähige und attraktive Schienenanbindung zur Verfügung.
Sven Jagdhuhn, Vorsitzender des Verbandes: „Die Möglichkeit, mit dem Regionalexpress über Gesundbrunnen nach Oranienburg zu fahren, wird nicht ausreichen. Die Züge fahren nur alle Stunde, sind unpünktlich und insbesondere an den Wochenenden mit Tagesausflüglern bereits voll belegt. Zudem ist diese Verbindung insbesondere für Nordberliner recht unattraktiv, da sie erst in die Stadt fahren müssten.“
Nach Ansicht des Berlin-Brandenburgischen Bahnkunden-Verbandes kann nur der Einbau einer Begegnungsmöglichkeit für die Züge in Höhe der Stadtgrenze eine leistungsfähige und zuverlässige Alternative zur Auto-Nutzung sein. Der Einbau einer solchen Kreuzungsmöglichkeit ist ohne große Probleme möglich; Platz ist vorhanden. Die Länge des zweigleisigen Abschnittes sollte so bemessen werden, dass die Züge nicht anhalten müssen und sich während der Fahrt begegnen können.
Auch die Möglichkeit, im Berufsverkehr die heute schon sehr vollen Züge durch weitere Verstärkungszüge zu entlasten, bedeutet eine echte Verbesserung für die Fahrgäste auch nach dem Ende der Landesgartenschau. Die Nachhaltigkeit dieser Investition wäre also auch gegeben.
Kein Besucher wäre gezwungen, mit dem Pkw nach Oranienburg zu fahren! Damit Oranienburg zur Landesgartenschau attraktiv mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist , müssen jetzt die notwendigen Schritte eingeleitet werden. Die Landesregierung würde damit auch ein Zeichen setzen, dass es ihr nach wie vor Ernst mit der Förderung der umweltfreundlichen Verkehrsmittel ist.

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