Regionalverkehr: Kürzungen der Regionalisierungsmittel

http://www.mir.brandenburg.de/sixcms/
detail.php?id=268090&_siteid=73

Pressemitteilung Nr: 130/2006 vom 21.09.06

Das Infrastrukturministerium hat heute die Bahnstrecken benannt, bei denen aufgrund der Kürzungen bei den Regionalisierungsmitteln das Angebot ausgedünnt oder eingestellt werden soll. Dies geschah nach Auswertung der drei Regionalkonferenzen und intensiven Gesprächen des Ministeriums und des VBB mit den Verkehrsunternehmen.

Infrastrukturminister Frank Szymanski: „Nach intensiver Arbeit im Ministerium und in Auswertung der Gespräche mit den Akteuren vor Ort haben wir jetzt eine tragfähige Lösung gefunden, die auch in den Regionen akzeptiert werden kann, auch wenn das verständlicherweise schwer fällt. Mein Dank geht an alle Beteiligten. Es ist gelungen, bei der Auswahl der Strecken stärker punktuell entsprechend der Nachfrage vorzugehen. Dadurch konnte die Zahl der Strecken, die gänzlich eingestellt werden müssen reduziert werden. Jetzt muss das juristisch umgesetzt werden. Wir werden mit den betroffenen Verkehrsunternehmen einvernehmliche Lösungen finden, da bin ich mir sicher.“

Die wichtigsten Änderungen:

RE 6/RB 54 Löwenberg-Rheinsberg bleibt erhalten von Mai-September, von Oktober bis April Betrieb nur am Wochenende (Ausflugsverkehr).
RE 18 Ruhland-Falkenberg: Entfall nur einzelner Züge an Wochenenden.
OE 36 Berlin-FFO behält an Wochenenden saisonal und auf nachfragestärkeren Abschnitten Stundentakt
RB 51 behält Stundentakt auch an den Wochenenden.
RB 33 Wannsee-Michendorf bleibt ebenfalls erhalten, keine Ausdünnung.
PE 74 Pritzwalk-Meyenburg bleibt bestehen wg. Berufs- und Schülerverkehr.
NE 27 Basdorf-Wensickendorf incl. Wochenendlinie n. Schmachtenhagen bleibt erhalten.
OE 63 bleibt im Abschnitt Eberswalde-Joachimsthal erhalten, touristisches Potenzial.
RB 20 Oranienburg-Hennigsdorf bleibt bestehen.

Weitere Details und die Begründungen entnehmen Sie bitte der Tabelle anbei. Die jetzt vorgesehenen Veränderungen werden bis Ende September mit den Verkehrsunternehmen möglichst einvernehmlich festgelegt und sollen zum Fahrplanwechsel im Dezember dieses Jahres greifen.

Die Kürzungen der Regionalisierungsmittel zwingen das Ministerium dazu, bei schwach ausgelasteten Strecken den Takt auszudünnen oder diese ganz einzustellen. In den kommenden vier Jahren fehlen dem Land 142 Millionen Euro. Diese Kürzungen können nicht vollständig durch Umschichtungen im Landeshauhalt und zusätzliche Mittel kompensiert werden. Im Ergebnis müssen Regionalverkehrsleistungen mit einem Volumen von rund 10 Millionen Euro abbestellt werden.

Liste der Abbestellungen mehr [PDF-Datei 11,5 KB]

Karte der Abbestellungen mehr [PDF-Datei 171 KB]

Schreibe einen Kommentar