Archiv für den Monat: März 2005

BVG: Vorstandsvorsitzender der BVG plötzlich verstorben

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Vorstandsvorsitzender+der+BVG+pl%F6tzlich+verstorben

Plötzlich und unerwartet verstarb am Mittwoch, dem 30.3.2005, im Alter von 46 Jahren der Vorstandsvorsitzende der BVG AÖR, Andreas von Arnim.

Andreas von Arnim war am 18.8.2002 zum Vorstandsvorsitzenden gewählt worden und hatte am 1.10.2002 sein Amt angetreten. Herr von Arnim hatte die Führung der BVG in einer für das Unternehmen schwierigen Zeit übernommen. Dank seiner Tatkraft, seines unermüdlichen Engagements und seines Ideenreichtums konnte er den Restrukturierungsprozess entscheidend vorantreiben.

Das Management und die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der BVG trauern um ihren tatkräftigen, dynamischen Vorstandsvorsitzenden und sind in Gedanken bei seinen Angehörigen.

Datum: 30.03.2005

S-Bahn: Rot-gelbe Züge starten am Wochenende in die Ausflugssaison 2005: S-Bahn-Sonderfahrtenprogramm zum Osterfest Ostereiersuchfahrt mit Nostalgiezug

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Die S-Bahn Berlin GmbH erweitert im Jahr 2005 ihre Angebote im Freizeitverkehr. Das gut ausgebaute Netz und ein attraktiver Takt mit kurzen Fahrzeiten lassen immer mehr Ausflügler auf die rot-gelben Züge umsteigen. Zahlreiche Spezialangebote bieten Anreize, das eigene Auto stehen zu lassen.

Die diesjährige Ausflugssaison beginnt am Osterwochenende: Allein von Karfreitag bis Oster-montag gibt es 19 Fahrten mit historischen Sonderzügen, der gläsernen Panorama-S-Bahn und der Ausflugs-S-Bahn.

Am Ostersamstag startet die historische S-Bahn aus den zwanziger Jahren um 11.50 Uhr und 14.50 Uhr ab Ostbahnhof zur traditionellen Ostereiersuche. Auf den nostalgischen Holzbänken geht es diesmal nach Erkner. Bereits unterwegs können Ostereier bemalt werden. Auch eine persönliche Begegnung mit dem Osterhasen ist vorgesehen. Restkarten zum Preis von 6 Euro sind bei den Schaffnern am Zug erhältlich.

Die gläserne Panorama-S-Bahn startet am Karfreitag um 12.46 Uhr und 14.26 Uhr zu einstündigen Stadtrundfahrten ab Ostbahnhof. Auf bequemen Polstersesseln geht es über den Südring und die Stadtbahn entlang an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten der Bundeshauptstadt. Am Ostersams-tag und Ostersonntag gibt es jeweils vier Fahrten um 11.06 Uhr, 12.46 Uhr und 16.06 Uhr. Die Tour um 14.26 Uhr steht unter dem Motto „Historisches Berlin“. Ein kompetenter Stadtführer be-gleitet die Fahrten. Tickets zum Preis von 14,50 Euro (Kinder von 4 bis 13 Jahren 8 Euro) gibt es in allen S-Bahn-Kundenzentren.

Jeweils sonntags ist ab sofort wieder die Ausflugs-S-Bahn auf der Linie S1 zwischen Potsdam Hbf. und Oranienburg unterwegs. Ansagen im Zug informieren über Sehenswürdigkeiten und Erholungsmöglichkeiten entlang der Strecke. Kooperationspartner werben mit Ermäßigungsgut-scheinen für ihre Freizeitangebote. Zugbegleiter geben Auskünfte und halten ein Getränke- und Snackangebot bereit. Es gelten die üblichen VBB-Fahraus-weise. Abfahrt ist um 10.49 Uhr und 14.29 Uhr in Oranienburg bzw. um 12.39 Uhr und 16.19 Uhr ab Potsdam. Die Ausflugs-S-Bahn hält an allen Stationen.

Weitere Angebote der S-Bahn Berlin GmbH im Ausflugsverkehr sind im Internet unter www.s-bahn-berlin.de, in der Kundenzeitung „punkt3“ sowie bei den Kooperationspartnern Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) und dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) erhältlich.

Ingo Priegnitz
Pressesprecher
S-Bahn Berlin GmbH
Tel. 030 297-43906
Fax 030 297-43908
pressestelle@s-bahn-berlin.de

U-Bahn + Bahnhöfe: Informationen über den Bauablauf der U55 zur Fußball-WM 2006

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Bausituation+U55

Der Bauablauf U55 befindet sich aktuell im geplanten Zeitkorridor. Zielstellung ist die weitgehende Fertigstellung des Baubereiches zwischen Pariser Platz und Wilhelmstraße zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006.

Bis zum Juni 2006 wird die Oberfläche zwischen Pariser Platz und Wilhelmstraße wieder hergestellt und neu bepflanzt sein. Zugleich wird ein provisorischer U-Bahnvorlaufbetrieb aufgenommen werden.

Im Bereich des Baufeldes Ost (Höhe Polnische Botschaft) ist für 6 Monate die nördliche Fahrbahn gesperrt, um Leitungsverlegungen und anschließend den 2. Startschacht erstellen zu können. Nach Fertigstellung dieses 2. Schachtes wird ab Herbst die nördliche Fahrbahn wieder mit zwei Fahrspuren freigegeben. Die Baulogistik für den Endausbau des kompletten U-Bahnhofes „Brandenburger Tor“ erfolgt bis Mitte 2007 vor der Mittelpromenade Unter den Linden östlich der Wilhelmstraße.

Die Versorgungsfläche wird auch während der Fußball-WM 2006 bestehen und in dieser Zeit auf das unbedingt notwendige Maß reduziert.

Alle Maßnahmen sind mit den zuständigen Landes- und Bezirksbehörden mit dem Ziel abgestimmt, einen schnellstmöglichen und zugleich sicheren Bauablauf zu gewährleisten.

Datum: 18.03.2005

Radverkehr + S-Bahn: Berlin wird zur Fahrradstadt 16. März 05 S-Bahn Berlin beteiligt sich am ADFC-Radtourenprogramm

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Zum neunten Mal beteiligt sich die S-Bahn Berlin als Kooperations- und Vertriebspartner an der Herausgabe des ADFC-Radtourenprogramms, das in diesem Jahr über 500 geführte Radtouren enthält. Zielsetzung ist es dabei, neben den organisierten Touren nützliche Anregungen für individuelle Fahrten allein oder in einer Gruppe in Berlin und Brandenburg zu geben. Das neue ADFC-Radtourenprogramm ist in allen S-Bahn-Kundenzentren und an ausgewählten S-Bahn-Fahrkartenausgaben erhältlich.

Seit Jahren verfolgt die S-Bahn Berlin die Strategie, die Kombination Rad und S-Bahn gezielt zu fördern. Neben der langjährigen Kooperation mit dem ADFC bei der Herausgabe des Radtourenprogramms hat die S-Bahn seit 2001 ein Programm der Errichtung von Fahrradabstellanlagen an S-Bahnhöfen mit Unterstützung der Länder Berlin und Brandenburg sowie zahlreicher Kommunen aufgelegt.

Bis Ende letzten Jahres wurden 6.700 Abstellplätze errichtet, die den Einzugsbereich dieser S-Bahnhöfe um 3 bis 5 km erhöhen und somit die Nutzung der S-Bahn nachhaltig gefördert haben. Gleichzeitig konnte die Mitnahme von Fahrrädern in der komplett erneuerten S-Bahn-Fahrzeugflotte durch aktive Kommunikationsmaßnahmen (z.B. regelmäßige Berichterstattung in der Bahn-Kundenzeitung Punkt 3) weiter ausgebaut werden.

Schätzungsweise 18 Millionen Kunden haben 2004 ihr Fahrrad in der S-Bahn mitgenommen und somit einen aktiven Beitrag für die verkehrs- und umweltpolitisch sinnvolle Alternative angesichts zunehmender Staus auf Berliner Straßen sowie schädlicher Lärm- und Abgasemissionen geleistet. Durch Kooperationen mit Verbänden, wie dem ADFC und dem VCD, wird die S-Bahn Berlin den freiwilligen Umstieg vom Auto auf die umweltfreund-liche Alternative Rad und S-Bahn kommunizieren und popularisieren.

Seit Sommer 2004 sind alle S-Bahn-Wagen mit großen und von weitem gut sichtbaren Fahrradpiktogrammen gekennzeichnet worden, dass das schnelle Auffinden der großräumigen Mehrzweckabteile deutlich verbessert hat.

Die S-Bahn Berlin setzt konsequent auf das Wachstum des Freizeit- und Ausflugsverkehrs, der seit 1996 die Fahrgastzahlen an den Wochenenden deutlich anstiegen ließ. An Samstagen kann bei der S-Bahn bereits ein Nachfragewert von über 70 % der Wochentagsnachfrage (Montag – Freitag) erreicht werden. Dieser Wert liegt somit deutlich über der Nutzung anderer öffentlicher Verkehrsträger in der Region Berlin.

Durch die Herausgabe der beliebten Ausflugsflyer der Ausflugs-S-Bahn, der Kooperation bei der Herausgabe des VCD-Tourenplaners sowie als Kooperationspartner der ADFC-Sternfahrt wird die Förderung des Ausflugs- und Freizeitverkehrs weiter forciert.

Burkhard AhlertPressesprecher Berlin/Brandenburg/Mecklenburg-VorpommernTel. 030 297-58200Fax 030 297-58205medienbetreuung@bahn.dewww.db.de/presse

U-Bahn + Bahnhöfe: Für die U55-Arbeiten wird eine Fahrbahn der „Linden“ gesperrt

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F%FCr+die+U55-Arbeiten+wird+eine+Fahrbahn+der+%22Linden%22+gesperrt.

Findlinge im Erdboden und ein „verkleidetes“ Containerdorf sind im Moment weitere Themen am Pariser Platz.

Die Bauarbeiten der U55 für den U-Bahnhof Brandenburger Tor greifen jetzt auch zunehmend auf das östliche Baufeld (östlich der Wilhelmstraße) über. Um Baufreiheit für die zukünftigen Arbeiten zu schaffen, wird die nördliche Fahrbahn der Straße Unter den Linden, zwischen der Schadow- und der Wilhelmstraße, ab Montag, dem 7.März 2005 komplett gesperrt. Voraussichtlich sechs Monate wird die Sperrung dauern, der Verkehr in westlicher Richtung wird über Schadowstraße und Dorotheenstraße umgeleitet, der Verkehr in Richtung Osten kann ungehindert fließen. Am Dienstag, dem 8. März 2005, müssen im zukünftigen Bereich der zweiten Baugrube weitere Bäume gefällt werden. Insgesamt fünf Linden werden gefällt. Auch hier gilt die Zusage der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), diese Linden nach Beendigung der Bauarbeiten wieder neu zu pflanzen.

Findlinge im Erdboden behindern Bohrarbeiten
Zur Zeit werden auf dem westlichen Baufeld, vor dem Hotel Adlon, die Löcher für die Abdichtung der Baugrube Richtung Westen gebohrt. Dabei sind die Arbeiter auf massive Findlinge im Boden gestoßen, deren Beseitigung mehr Zeit in Anspruch nimmt. Deswegen wird jetzt für circa vier Wochen ein zweites Bohrgerät eingesetzt und auch in den Abendstunden bis 21 Uhr mit diesen Maschinen gearbeitet. Mit geringfügig erhöhten Lärmemissionen ist dabei zu rechnen. Nach 21 Uhr finden lediglich noch Betonfüllarbeiten statt, die zu keiner nennenswerten Lärmbelästigung führen werden. Die erforderlichen Genehmigungen dafür liegen vor, die Anwohner und das Hotel Adlon wurden informiert.

Containerdorf „verkleidet“
Trotz Schnee und Eis wird es jetzt unter den Linden frühlingshaft. Die Containersiedlung, die das östliche Baufeld der U55-Baustelle begrenzt, wird am Freitag mit einer 18 x 8 Meter großen Plane abgedeckt, die ein Großformatfoto mit dem freien Blick von den „Linden“ auf den Pariser Platz und das Brandenburger Tor im Frühjahr zeigt. Die Plane, die auf Anregung der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) angebracht wird, deckt die dreistöckige Anlage aus Baucontainern ab, in denen die Baubüros für den Bau des U-Bahnhofs untergebracht sind.

Unter den Linden entsteht nach dem U-Bahnhof „Lehrter Bahnhof“ und „Reichstag“ der dritte Bahnhof für die Linie U55. Diese soll im kommenden Jahr mit einem Shuttlebetrieb in Betrieb genommen werden und Teil der zukünftigen Verlängerung der U5 vom Lehrter Bahnhof zum Alexanderplatz sein.

Datum: 04.03.2005

U-Bahn + Bahnhöfe: Für die U55-Arbeiten wird eine Fahrbahn der "Linden" gesperrt

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Findlinge im Erdboden und ein „verkleidetes“ Containerdorf sind im Moment weitere Themen am Pariser Platz.

Die Bauarbeiten der U55 für den U-Bahnhof Brandenburger Tor greifen jetzt auch zunehmend auf das östliche Baufeld (östlich der Wilhelmstraße) über. Um Baufreiheit für die zukünftigen Arbeiten zu schaffen, wird die nördliche Fahrbahn der Straße Unter den Linden, zwischen der Schadow- und der Wilhelmstraße, ab Montag, dem 7.März 2005 komplett gesperrt. Voraussichtlich sechs Monate wird die Sperrung dauern, der Verkehr in westlicher Richtung wird über Schadowstraße und Dorotheenstraße umgeleitet, der Verkehr in Richtung Osten kann ungehindert fließen. Am Dienstag, dem 8. März 2005, müssen im zukünftigen Bereich der zweiten Baugrube weitere Bäume gefällt werden. Insgesamt fünf Linden werden gefällt. Auch hier gilt die Zusage der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), diese Linden nach Beendigung der Bauarbeiten wieder neu zu pflanzen.

Findlinge im Erdboden behindern Bohrarbeiten
Zur Zeit werden auf dem westlichen Baufeld, vor dem Hotel Adlon, die Löcher für die Abdichtung der Baugrube Richtung Westen gebohrt. Dabei sind die Arbeiter auf massive Findlinge im Boden gestoßen, deren Beseitigung mehr Zeit in Anspruch nimmt. Deswegen wird jetzt für circa vier Wochen ein zweites Bohrgerät eingesetzt und auch in den Abendstunden bis 21 Uhr mit diesen Maschinen gearbeitet. Mit geringfügig erhöhten Lärmemissionen ist dabei zu rechnen. Nach 21 Uhr finden lediglich noch Betonfüllarbeiten statt, die zu keiner nennenswerten Lärmbelästigung führen werden. Die erforderlichen Genehmigungen dafür liegen vor, die Anwohner und das Hotel Adlon wurden informiert.

Containerdorf „verkleidet“
Trotz Schnee und Eis wird es jetzt unter den Linden frühlingshaft. Die Containersiedlung, die das östliche Baufeld der U55-Baustelle begrenzt, wird am Freitag mit einer 18 x 8 Meter großen Plane abgedeckt, die ein Großformatfoto mit dem freien Blick von den „Linden“ auf den Pariser Platz und das Brandenburger Tor im Frühjahr zeigt. Die Plane, die auf Anregung der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) angebracht wird, deckt die dreistöckige Anlage aus Baucontainern ab, in denen die Baubüros für den Bau des U-Bahnhofs untergebracht sind.

Unter den Linden entsteht nach dem U-Bahnhof „Lehrter Bahnhof“ und „Reichstag“ der dritte Bahnhof für die Linie U55. Diese soll im kommenden Jahr mit einem Shuttlebetrieb in Betrieb genommen werden und Teil der zukünftigen Verlängerung der U5 vom Lehrter Bahnhof zum Alexanderplatz sein.

Datum: 04.03.2005

BVG legt Zahlen zum Jahresabschluss 2004 vor

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BVG+legt+Zahlen+zum+Jahresabschluss+2004+vor

Andreas von Arnim: Seit 2002 stetige Verbesserung der Jahresergebnisse

Vorbehaltlich der im April 2005 zu erwartenden Feststellung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat der BVG, hat das Unternehmen – wie von den Wirtschaftsprüfern dieser Tage bestätigt – in 2004 ein um 11 Mio. EUR besseres operatives Ergebnis erzielt. Damit konnte das operative Ergebnis des Unternehmens von minus 86 Mio. EUR im Jahr 2003 um 11 Mio. EUR auf minus 75 Mio. EUR verbessert werden.

Fahrgeldeinnahmen stiegen um ca. 48 Mio. EUR

Einen Hauptbeitrag zu diesem guten Ergebnis haben fraglos die im Jahr 2004 gestiegenen Fahrgeldeinnahmen geleistet. Der erstmals erreichte Wert von knapp 470 Mio. EUR Fahrgeldeinnahmen deckt sich damit auch vollständig mit den im Jahr 1999 mit dem Senat von Berlin für das Jahr 2004 vereinbarten Kennzahlen.

Diese erfolgreiche Steigerung der Fahrgeldeinnahmen war auch deshalb dringend nötig, weil durch verändere Bundesgesetze und Senatsentscheidungen die Zuschüsse für subventionierte Schülerverkehre und für das damalige Sozialticket (bis 2003) in 2004 um 46 Mio. EUR abgesenkt worden waren. Ohne diese Absenkung hätte das operative Ergebnis sogar nur minus 29 Mio. EUR betragen.

Die um 11% zum Vorjahr erhöhten Fahrgeldeinnahmen setzen sich wie folgt zusammen:

– 8 Mio. EUR aus gestiegenen Fahrgastzahlen; (mit der Zunahme der Beförderungen von 890 Mio. auf 906 Mio. Beförderungen konnte eine Steigerung um 1,8% erzielt werden und liegt damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 1,0 %)
– die Wiedereinführung des Vordereinstiegs beim Bus; (es konnten 3,7 Mio. EUR Mehreinnahmen inkl. Reduzierung Schwarzfahrer erreicht werden)
– 27,6 Mio. EUR Mehreinnahmen ergaben sich aus den Tarifveränderungen im Jahr 2003 und im April 2004; (dieses Ergebnis konnte dank einer ausgewogenen Balance zwischen Tarifsteigerungen und gleichzeitiger Absenkung einiger Tarife erreicht werden)
– 2,3 Mio. EUR einmalige Effekte in 2004; (z.B. durch Erstattung von Monatskarten durch Sozialämter)
– 6,8 Mio. EUR sonstige Effekte; (z.B. durch den Vertrag zur Einnahmeaufteilung mit der S-Bahn Berlin GmbH und der DB Regio)

Weiteren Kostensenkungen konnten erfolgreich erzielt werden

Vielfältige Kostensenkungsmaßnahmen waren erfolgreicher als im Vorjahr. So sank der operative Personalaufwand um 14 Mio. EUR von 580 auf 566 Mio. EUR auf Grund von gesunkener Anzahl Beschäftigter. Mit einem Sparten-Tarifvertrag ÖPNV (anstatt des BAT) wäre die Ersparnis noch um einen zweistelligen Millionenbetrag höher ausgefallen.

Auch die Sachkosten sanken um 7 Mio. EUR. Dieses Ergebnis ist bemerkenswert, da wesentliche Ersparnisse z. B. durch die stark gestiegenen Kraftstoffkosten aufgezehrt worden waren. Aber die Stromkosten konnten erfolgreich gegen den Markttrend stabil gehalten werden durch erstmaligen Einkauf des Stroms an der Börse in Leipzig. Auch die Beraterkosten wurden wiederum reduziert (fast auf die Hälfte des Vorjahresniveaus)

Dank effizienter und erfolgreicher Schwarzfahrerkontrollen, konnten trotz deutlich weniger Aufwand die Schwarzfahrerquote von 5,7 % im Jahr 2003 auf 4,6 % im Jahr 2004 um mehr als 1 % gesenkt werden.

Abfindungs- und Vorruhestandsvereinbarungen führten zu Personalabbau

Der Personalbedarf sank planmäßig von 12.900 auf 12.100 Arbeitsplätze (BVG AöR und BT; umgerechnet auf Vollbeschäftigte). Ziel ist bis Ende 2008 die Zahl von 9.800 Arbeitsplätzen zu erreichen.

– Beschäftigt waren am Jahresende 2004 13.500 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (inkl. Magnet, 405 Azubi und 1300 BT) im Vergleich zu 14.100 Ende 2003;
– Die Teilzeitquote stieg auf fast 13 %;
– Im 2. Arbeitsmarkt der BVG („Mag.net“) waren Ende des Jahres 2004 690 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt (im Jahr 2003 waren es 510).
– 477 Abfindungsvereinbarungen wurden nach dem neuen Modell getroffen. Die Anzahl der Vorruhestandsvereinbarungen stieg von 1700 (Ende 2003) um weitere 250 Verträge (bis Ende 2009)

Investition in neue Busse und U-Bahnen

Die Investitionen lagen wegen der Bus- und U-Bahnbeschaffung mit 220 Mio. EUR ca. 50 Mio. EUR über dem Vorjahr. Daraus folgten leicht gestiegene Aufwendungen für Abschreibungen.

Verschuldung wuchs erstmals mit weniger als 100 Mio. EUR

Die Verschuldung wuchs erstmals seit Jahren um weniger als 100 Mio. EUR auf 1,08 Mrd. EUR. Trotz der ausgebliebenen Effekte des schon für 2004 erhofften Sparten-Tarifvertrags, waren hier neben den gestiegenen Einnahmen auch die eingegangenen Zahlungen bis dahin aufgelaufener Zuwendungen des Landes Berlin ursächlich. Hervorzuheben ist dabei, dass erstmals seit Jahren auch ein positiver Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit erreicht wird. So wurde in Summe mehr Geld eingenommen als für das laufende Geschäft ausgegeben wurde.

Fazit von Andreas v. Arnim: „Alle kaufmännischen Kennzahlen weisen nunmehr schon im zweiten Jahr in Folge deutliche Verbesserungen auf sowohl gegenüber dem Vorjahr und meist auch gegenüber den Planwerten. Die wirtschaftliche Sanierung schreitet spürbar voran, und zwar mit der ganz großen Mehrheit der Fahrgäste und Beschäftigten und nicht etwa auf ihrem Rücken. Somit wird der noch zu gehende Weg sichtbar und plausibel für eine marktorientierte Direktvergabe der Verkehrsleistungen ab 2008 an eine dann operativ wettbewerbsfähige BVG mit ihren Partnern. Ein gutes Signal auch für das Land Berlin und alle Beteiligten an den Verhandlungen für den Tarifvertrag.“

Datum: 02.03.2005