Archiv für den Monat: März 2004

S-Bahn: Verkehrsvertrag für die Berliner S-Bahn ist paraphiert

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Der Vorstandsvorsitzende der DB Regio AG, Ulrich Homburg, S-Bahn-Geschäftsführer
Günter Ruppert und Berlins Verkehrssenator Peter Strieder haben am heutigen Nachmittag den Verkehrsvertrag für die Berliner S-Bahn paraphiert. Damit sind die Vertragsverhandlungen für Berlin und für Brandenburg abgeschlossen.

„Es waren lange und harte Verhandlungen mit Geben und Nehmen, aber nun haben wir die planerischen und finanziellen Voraussetzungen, um unsere rund 1,2 Millionen Fahrgäste täglich auch weiterhin zuverlässig zu befördern“, erklärte Ruppert nach der Paraphierung.

Im weiteren Ablauf wird der paraphierte Vertrag in die Gremien bei Senat und DB gegeben; danach kann er rechtskräftig unterschrieben werden.

Vorgesehen ist: Der S-Bahn-Betrieb wird in vollem Umfang weitergeführt. Die Laufzeit des neuen Verkehrsvertrages beträgt 15 Jahre. Innerhalb der Vertragslaufzeit wird ein Drittel der Leistung im Wettbewerb neu vergeben. Auch die Aufteilung der Einnahmen im Rahmen des Verbundtarifes mit den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG), die U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen betreibt, ist parallel dazu in einer gesonderten Vereinbarung zwischen DB Regio, S-Bahn Berlin GmbH und BVG geregelt.

Der heutigen Paraphierung war im Dezember 2003 ein Spitzengespräch zwischen Bahnchef Hartmut Mehdorn und Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit vorausgegangen. Bereits Ende 2001 war der bisherige Verkehrsvertrag ausgelaufen. Seitdem bestand eine mündliche Vereinbarung über den Weiterbetrieb der Berliner S-Bahn.

Sandra KinzingerStellv. SprecherinS-Bahn Berlin GmbH Burkhard AhlertPressesprecherDeutsche Bahn AGBerlin/Brandenburg

BVG: BVG zum Bericht des Rechnungshofes

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BVG setzt Straffung des Managements fort und senkt Personalkosten.

Die BVG hat am 16. März 2004 folgende Pressemitteilung herausgegeben:

Der Vorstand der BVG hat als Konsequenz aus der Überprüfung der Vertragsgestaltung und Bezahlung der 2. und 3. BVG-Führungsebene durch den Landesrechnungshof Maßnahmen ergriffen, die das Management weiter straffen und verschlanken und damit den Personalaufwand reduzieren werden. In seiner heutigen Antwort auf die Prüfmitteilung teilt der Vorstand dem Landesrechnungshof mit, dass bereits während der Prüfung mit außertariflichen Führungskräften reguläre und vorgezogene Pensionierungen vereinbart worden sind. Die entsprechenden Nachfolgebesetzungen finden – wo immer möglich – zu für die BVG günstigeren Konditionen statt. Zudem sind weitere konkrete personenbezogene Maßnahmen eingeleitet bzw. geplant. Damit werden die untersuchten Arbeitsverhältnisse zu 28 Prozent Änderungen erfahren. Gleichzeitig kündigt der Vorstand an, dass für alle Führungskräfte ein weiterer Verzicht geplant ist: Mindestens eine pauschale Absenkung der Bezüge in Anlehnung an das Ergebnis der laufenden Verhandlungen für den Spartentarifvertrag Nahverkehr Berlin.

In seiner Stellungnahme weist der Vorstand zudem darauf hin, dass beim weiteren Umbau des Unternehmens der Personalabbau auch bei den Führungskräften fortgesetzt wird. Dafür werden Prozesse neu organisiert, Teams gebildet und Verantwortungsbereiche neu zugeschnitten. Zudem ist eine Überarbeitung der Dienstwagenregelung in Arbeit.

Der Vorstand betont in seiner Stellungnahme aber auch, dass er die pauschale Einschätzung des Landesrechnungshofes über eine unnötige Belastung des Jahresergebnisses in Höhe von 2,8 Millionen Euro so nicht nachvollziehen kann. In diesem Zusammenhang weist er darauf hin, dass im Rahmen der Umwandlung der BVG vom Eigenbetrieb zur Anstalt des öffentlichen Rechts seit 1993 drei Führungsebenen gestrichen und die Anzahl der Führungspositionen von 171 auf die Zielzahl 66 reduziert wurden.

Mit 57 Führungskräften der 2. und 3. Ebene per 1. April 2004, wovon 47 außertariflich bezahlt werden, ist dieser vorgegebene Personalrahmen eingehalten. Die Zahl der außertariflich Beschäftigten außerhalb der beiden Führungsebenen liegt bei 36. Damit hat sich die Zahl der außertariflich Beschäftigten seit dem Antritt des amtierenden Vorstandsvorsitzenden im Oktober 2002 im Saldo mit 82 bis heute nicht verändert. Nach der laufenden Vergleichserhebung der Personalberatung Kienbaum bewegt sich deren Vergütung im Rahmen des relevanten Marktumfeldes.

Datum: 23.03.2004

allg.: Berlin hat ein Vandalismusproblem!

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S-Bahn Berlin GmbH fordert öffentliche Diskussion

Aktionstag im S-Bf. Potsdamer Platz soll Betroffenheit erzeugen

Die Zerstörungswut in der Stadt nimmt immer mehr zu. Im vergangenen Jahr musste die S-Bahn Berlin GmbH für die Beseitigung von Vandalismusschäden 30 % mehr Geld aufwenden als noch im Jahr 2002. Dazu gehören zerkratzte Fenster, aufgeschnittene Sitzpolster, beschmierte Wand-verkleidungen und zerstörte Glasscheiben. Zwar nimmt die Zahl der Einzelfälle ab, dafür nimmt die Intensität der Beschädigungen zu. Derzeit gibt das Unternehmen 4 Mio. Euro dafür aus. Im ge-samten öffentlichen Stadtraum ist zu beobachten, dass der Respekt gegenüber dem Gemein-eigentum weiter abnimmt und eine gewisse Hilflosigkeit aller im Umgang damit eingetreten ist.

Die S-Bahn Berlin GmbH ergreift die Initiative und möchte am kommenden Montag, 22. März, im S-Bf. Potsdamer Platz, im Rahmen eines Aktionsta-ges eine öffentliche Diskussion zu diesem Pro-blem anschieben. Von 10 bis 18 Uhr haben alle Berlinerinnen und Berliner die Gelegenheit am Gleis 3 einen S-Bahn-Zug der neuesten Generation zu besichtigen, in dem beispielhaft die ver-schiedensten Vandalismusschäden der letzten Wochen zusammengetragen sind. Dabei sind kon-kret Ort und Zeitpunkt der Vorfälle dokumentiert und die zur Beseitigung der Schäden erforder-lichen Kosten benannt. Parallel dazu zeigt das Unternehmen ein weiteres Fahrzeug, dass sich in jenem Topp-Zustand befindet, in dem die Züge die Werkstätten verlassen.

„Wir wollen mit dieser Demonstration Betroffenheit auslösen“, erklärt S-Bahn-Fahrzeugchef Arnold Nitsch, denn normalerweise kommt ein Zug in diesem Zustand nicht mehr zum Einsatz, sondern wird umgehend ausgetauscht. Nitsch fordert ein gemeinsames Handeln von Politik, Polizei, Bahn und weiteren gesellschaftlich relevanten Gruppen. „Es ist wichtig, dass wir uns darüber klar werden, dass wir alle gemeinsam ein Problem haben. Dieses können wir auch nur gemeinsam lösen.“

Partner des Aktionstages sind der Bundesgrenzschutz, die Landespolizei, der Weiße Ring und das Schadenswiedergutmachungsprojekt von pad e.V., die mit eigenen Info- und Diskussions-angeboten vertreten sind. Im Zwischengeschoss des Bahnhofs sind Filmvorführungen geplant.

Aufruf an Schulklassen

Die Veranstalter möchten auch gezielt junge Leute ansprechen, um über das Ausmaß des Vandalismus sowie die daraus resultierenden straf- und zivilrechtlichen Folgen zu informieren. In Kurzvorträgen und Diskussionen können Kinder und Jugendliche sich direkt vor Ort mit dem Thema auseinandersetzen. Lehrer, Eltern und Erzieher, die die Veranstaltung mit einer Gruppe besuchen möchten, sollten sich bis Freitag, 19. März, telefonisch bei der S-Bahn Berlin GmbH unter 030 / 297 43 885 anmelden.

Ingo PriegnitzPressesprecher

Bus: Ab 5. April 2004 gilt in Linienbussen der BVG der Vordereinstieg

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Bitte+vorne+einsteigen

Hintergrund für die Regelung ist, dass die BVG am 1. Dezember 2003 einen Testbetrieb im Gebiet Spandau startete, bei dem die Fahrgäste von Bussen nur noch vorne beim Fahrer einsteigen konnten und dabei ihren Fahrschein vorzeigen bzw. kaufen mussten. Die Auswertung des Testbetriebes ergab ein durchweg positives Ergebnis, so dass die BVG den Vordereinstieg in Berlin ab dem 5. April 2004 auf alle Linien ausdehnen wird.

Die positiven Erkenntnisse aus dem Projekt „Vordereinstieg“ in Spandau führen dazu, dass sich der Vorstand der Berliner Verkehrsbetriebe dazu entschlossen hat, den Einstieg im Bus vorne beim Fahrer auf sämtliche Linien auszuweiten. Die Einführung bedeutet durch die positiven Effekte jährliche Mehreinnahmen in Millionenhöhe, auf die die Berliner Verkehrsbetriebe nicht verzichten können.

So ergab der Testbetrieb in Spandau, dass die Schwarzfahrerquote massiv abnahm. Die Fahrgeldeinnahmen der Fahrer erhöhten sich deutlich. Selbst auf den benachbarten Buslinien, die nicht in den Testbetrieb „Vordereinstieg“ eingebunden waren, gab es einen spürbaren Rückgang an Schwarzfahrern.

Weiterhin haben sich die Reinigungskosten in den Fahrzeugen des Testbetriebs deutlich reduziert.

Auch haben sich Befürchtungen vor eventuellen Verzögerungen im Zeittakt der Buslinien durch den Vordereinstieg beim Fahrer nicht bestätigt. Es kam zu keinen erkennbaren Pünktlichkeitsverlusten. Wir werden unsere Fahrgäste auf diese neuen Maßnahmen mit verschiedenen Kommunikationsmitteln vorbereiten, um für eine reibungslose Umstellung zu sorgen: Alle Buslinien werden an den Türen mit entsprechenden Aufklebern gekennzeichnet. Neben Flugblättern in den Bussen werden an allen Haltestellen Fahrgastinformationen zu finden sein und auf die Einführung des Vordereinstiegs hinweisen. Auch in der Aprilausgabe der Kundenzeitschrift BVG plus und im Internet werden sich entsprechende Informationen finden.

Von den Änderungen durch den Vordereinstieg beim Bus sind selbstverständlich Fahrgäste mit Rollstuhl oder Kinderwagen nicht betroffen. Sie können, wie bisher, ihren gewohnten Einstieg in der Mitte oder hinten benutzen.

Datum: 16.03.2004

Mobilität: Wie funktionieren Straßenbahn und Bus?

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Schnupperkurse zur Mobilität bei Straßenbahn und Omnibus

Wie funktionieren Straßenbahn und Omnibus? Eine simple Frage könnte man meinen, für Fahrgäste mit Handicap, zum Beispiel Rollstuhlnutzer, ist sie allerdings nicht immer einfach zu beantworten. Antwort auf diese Frage möchte die BVG ganz praktisch geben.

Omnibus und Straßenbahn wollen in gemeinsamen Aktionen Mut machen, die vielfältigen Mobilitätsangebote des öffentlichen Nahverkehrs in Berlin zu nutzen. Die nötigen Informationen und die Möglichkeit zum Ausprobieren von Straßenbahn und Bus und die Gelegenheit Fragen zu stellen sollen die mitunter noch vorhandenen Hemmschwellen abbauen.

Vierteljährlich bietet die BVG 2005 einen Schnupperkurs „Mobilität“ auf dem Betriebshof Lichtenberg an.

Die Termine 2005 werden im Januar veröffentlicht.

Jeweils von 10:00 bis 13:00 Uhr stehen Straßenbahn und Bus zum Training bereit, BVG-Informationen ergänzen den Kurs. Die BVGer haben ein Programm erarbeitet, dass neben Übungen zum Ein- und Aussteigen sowie Fahrübungen auch Einblicke in die Arbeit des Betriebshofes vermittelt.

Interessenten können sich über das Call Center der BVG, Telefon 19 44 9 oder per mail info@bvg.de jeweils bis zum 3. Werktag vor dem Schnupperkurs anmelden.

Treffpunkt ist jeweils die Omnibuseinfahrt des Betriebshofes in der Lichtenberger Siegfriedstraße 30. Barrierefrei erreichen Sie den Betriebshof mit der Buslinie 240 ab S Storkower Straße oder S Lichtenberg und mit dem Bus 256 aus der Siedlung Wartenberg oder der Lichtenberger Gudrunstr.

Datum: 16.03.2004

S-Bahn: Bewährte Zusammenarbeit zwischen Bombardier Transportation und S-Bahn Berlin GmbH

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Neue S-Bahn-Züge erfüllen Erwartungen

Die Erneuerung des Fahrzeugparks der S-Bahn Berlin GmbH wird bis August diesen Jahres plan-mäßig abgeschlossen. Mit der dann vollzogenen Auslieferung von 1000 Wagen der modernen Baureihe 481 sinkt das Durchschnittsalter der eingesetzten Züge von 43 Jahre Mitte der neun-ziger Jahre auf rund 6 Jahre. Das Investitionsvolumen beträgt 1,1 Milliarden Euro.

Die S-Bahn Berlin GmbH erhält seit 1996 jährlich 120 Wagen dieses Fahrzeugtyps von Bombardier Transportation. In enger Zusammenarbeit mit dem Hersteller durchlaufen die Züge vor ihrem ersten Einsatz im Fahrgastverkehr ein umfangreiches Sicherheits- und Prüfprogramm. Dies beinhaltet im ersten Schritt fertigungsbegleitende Güteprüfungen für Bauteile aller Art. Zur sich daran anschließenden Abnahme und Indienststellung gehört eine komplette Funktionsprüfung des Fahrzeugs im Stand, die Messung von Bremswegen auf den werkseigenen Testgleisen sowie eine Laufwerksuntersuchung und Endkontrolle.

Mittels einer Diesellok wird das industrieseitig freigegebene Fahrzeug vom Bombardier-Werk Hennigsdorf zur Triebwagenhalle Oranienburg der S-Bahn Berlin GmbH geschleppt. Dort erfolgt das erstmalige Anklappen der Stromabnehmer an die Stromschiene. Nach Ausstattung des Fahr-zeugs mit Netzplänen, Piktogrammen und anderem Zubehör startet der neue S-Bahn-Zug zur 200-Kilometer-Probefahrt im S-Bahn-Netz.

Unter Alltagsbedingungen (allerdings ohne Fahrgäste) muss sich das Fahrzeug zahlreichen Funktionstests unterziehen, bei denen jede Störung genauestens protokolliert wird. Türen, Heizung/Lüftung, Licht, Ansagetexte und Lautstärke der Lautsprecher werden ebenso wie alle anderen technischen Funktionen überprüft. Die Simulation von Störungen und deren Über-brückung ist ein weiterer Teil des Programms.

Im Rahmen einer Abnahmefahrt erfolgt der letzte Check des Fahrzeugs. Jeder bei dieser Fahrt auftretende gravierende Mangel führt zum Abbruch der Fahrt und macht eine Wiederholung erforderlich. Einer erfolgreichen Abnahme folgt die offizielle Indienststellung des Zuges und damit die endgültige Übernahme durch die S-Bahn Berlin GmbH.

Der hohe Aufwand, den Bombardier Transportation und S-Bahn Berlin GmbH betreiben, hat sich in jeder Hinsicht gelohnt, freut sich Arnold Nitsch, Fachbereichsleiter Fahrzeuge der S-Bahn Berlin GmbH: „Die Baureihe 481 ist ein äußerst sicheres und zuverlässiges Fahrzeug, das sich im Alltag bestens bewährt hat. Es zeichnet sich durch hohe Verfügbarkeit aus und ist bei den Fahrgästen sehr beliebt.“

Auch beim Hersteller ist man sehr zufrieden: „Die ausgelieferten Fahrzeuge haben inzwischen rund 250 Mio. Kilometer ohne größere Störungen bewältigt. Das sind umgerechnet etwa 6250 Erdumrundungen“, sagt Bombardier-Projektleiter Thomas Graef nicht ohne Stolz.

In Kürze ist der Abschluss des umfangreichen Beschaffungsprogramms erreicht. Beide Partner freuen sich schon jetzt auf den August dieses Jahres, wenn zum 80. Geburtstag der Berliner S-Bahn das 1000. und letzte Fahrzeug den Berlinern und Brandenburgern zur Verfügung gestellt wird.

Ingo PriegnitzPressespreche

S-Bahn: Bald sagt der S-Bahn-Fahrer -Zürückbleiben bitte!-

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Zeitgemäßes Abfertigungsverfahren in Vorbereitung

Künftig kürzere Aufenthaltszeiten auf Bahnhöfen

Die bundesweit übliche Zugabfertigung durch den Triebfahrzeugführer wird auch bei der Berliner S-Bahn eingeführt. Die Erprobung des neuen technischen Systems konnte nach zwei Jahren erfolgreich abgeschlossen werden.

Vier Kameras pro Bahnsteiggleis erfassen die gesamte Zuglänge. Mittels Infrarotsignalen werden die Bilder auf einen in vier Einzelbilder unterteilten Flachbildschirm in den Führerstand übertragen. Die S-Bahn Berlin GmbH verspricht sich von dem Verfahren kürzere Aufenthaltszeiten auf den Bahnhöfen sowie Rationalisierungseffekte, die das Unternehmen auch künftig im Wettbewerb bestehen lassen.

Der ausschließliche Einsatz von Neubaufahrzeugen bei der Berliner S-Bahn seit November 2003 ist eine der Voraussetzungen für die Anwendung der neuen Technik. Mittels Türstellungskontrolle und Türverschluss wird die Abfahrbereitschaft des Zuges ergänzend zur Zugbeobachtung überwacht. An fünf Bahnhöfen der Linie S1 beginnt nun der Praxistest. Dabei werden sich die Triebfahrzeugführer der S-Bahn zunächst in Borgsdorf, Schönholz, Nordbahnhof, Botanischer Garten und Sundgauer Straße selbst abfertigen.

In den Jahren 2005 bis 2008 werden die S-Bahn-Stationen und die Führerstände der Züge mit der neuen Technik ausgestattet und nach und nach in Betrieb genommen. Die Kosten betragen pro Bahnsteiggleis 20.000 €. Pro S-Bahn-Zug werden 15.000 € erforderlich. Bereits Mitte diesen Jahres wird zu bestimmten Tageszeiten auf ausgewählten Bahnhöfen die Zugabfertigung durch den Triebfahrzeugführer übernommen. Dies geschieht analog der konventionellen Verfahren, wie z.B. in Frankfurt oder München.

Auch künftig wird das Personal der S-Bahn Berlin GmbH in breitem Umfang den Fahrgästen als Dienstleister zur Verfügung stehen. Die bisherigen Fahrkartenausgaben und Kundenzentren auf 85 Bahnhöfen bleiben weiter besetzt. Auf allen wichtigen Umsteige- und Knotenbahnhöfen bleibt die Besetzung durch Aufsichten sichergestellt. Durch die Entlastung von betrieblichen Aufgaben können die Kunden intensiver als zuvor betreut werden. Ergänzend werden Sprecheinrichtungen für die Fahrgäste auf den Bahnsteigen installiert. Der bewährte Einsatz von Sicherheitskräften wird fortgeführt.

Ingo Priegnitz Pressesprecher