Bus: Europaweit sauberste Dieselbusse bei der BVG im Einsatz

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Anspruchsvollster Abgasstandard für Berliner Busse

Am 5. Februar 2004 stellte die BVG in Anwesenheit von Bundesumweltminister Jürgen Trittin auf dem Omnibusbetriebshof in Zehlendorf 25 Omnibusse vor, die als erste in Europa den derzeit anspruchsvollsten Abgasstandard EEV (Enhanced Environmentally Friendly Vehicle) erfüllen.

Die vom Bundesumweltministerium geförderten Volvo-Busse erreichen eine Abgasqualität, die sogar die erst ab dem Jahr 2008 vorgeschriebene europäische Norm EURO 5 bereits jetzt bei weitem unterschreitet. Eine ausgeklügelte Kombination von Rußfiltertechnik und Abgasrückführung schafft, was bislang nur bei Erdgas- und Wasserstoffbussen möglich schien.
Umweltschutz ist bei der BVG Unternehmensziel

Neben vielen anderen Maßnahmen wurden bereits seit 1999 bei den Dieselbussen sogenannte CRT-Filter (Continuously Regenerating Trap) eingebaut. Diese Kombination aus Oxidationskatalysatoren und wartungsarmen Partikelfiltern sowie der Einsatz von nahezu schwefelfreiem Dieselkraftstoff reduzieren, mit Ausnahme der Stickoxide, die gesetzlich begrenzten Schadstoffe drastisch. Mittlerweile wurden über 1000 Omnibusse umgerüstet, die BVG verfügt damit über die größte CRT-Flotte weltweit.

Mit der Teilnahme am Demonstrationsprojekt „Anspruchsvolle Umweltstandards im ÖPNV“ soll gezeigt werden, dass es möglich ist, den geforderten Abgasstandard auch mit einem dieselgetriebenen Bus zu erreichen. Die bisherigen Erfahrungen im harten Berliner Straßenverkehr belegen diese Annahme. Weitere Messprogramme im laufenden Praxisbetrieb sollen nun die Dauerhaftigkeit der Ergebnisse unter Beweis stellen.

„Als größter deutscher Verkehrsbetrieb mit rund 1.400 Bussen stellen wir uns unserer Verantwortung für eine lebenswerte Umwelt in Berlin“, so BVG-Betriebsvorstand Hans-Heino Dubenkropp. Im Demonstrationsprojekt werden Betriebserfahrungen aus Frankfurt/Oder, das auf erdgasbetriebene Fahrzeuge setzt, mit den Werten aus Berlin verglichen. Bisherige Zwischenergebnisse zeigen: EEV rechnet sich. Selbst ohne Bundesfördermittel sind die umweltbedingten Mehrkosten gering. Sie werden zugleich durch deutlich reduzierte Kostenrisiken beispielsweise beim Wiederverkauf der Fahrzeuge mehr als wett gemacht. Die neuen Eindecker werden vom Betriebshof Zehlendorf eingesetzt und sind besonders gekennzeichnet. Den „Kampagnenbus“ schmückt ein übergroßer Zitronenfalter, das Symbol des Projekts. In den kommenden Tagen informieren Flyer die Fahrgäste der Volvo-Busse über die besondere Umweltfreundlichkeit ihres Beförderungsmittels.

Datum: 05.02.2004

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