Archiv für den Monat: Oktober 2002

Regionalverkehr + Bus: Ergebnis der 3. VBB*Sternenwelle: 5-Sterne-Fahrt im gesamten Gebiet der Stadt Schwedt, Angermünde und Umgebung

http://www.vbbonline.de/download/
pdf/presse/presse021026.pdf

Auf der heutigen Abschlussveranstaltung im Odercenter in Schwedt erhielten die Personenverkehrsgesellschaft
mbH Schwedt/Angermünde (PVG), die Uckermärkische Verkehrsgesellschaft
mbH (UVG) und die DB Regio AG das Ergebnis der VBB*Sternenwelle
vom Bürgermeister der Stadt Angermünde, Wolfgang Krakow: Die Leistungen der Verkehrsunternehmen
wurden von den Fahrgästen für so gut beurteilt, dass ihnen alle fünf der
maximal fünf Qualitätssterne als Gütesiegel für Ihre Dienstleistungen vergeben wurden.
Die Verkehrsunternehmen nahmen den Ehrenpokal aus den Händen des Bürgermeisters
entgegen.
Jürgen Crusius, Geschäftsführer der PVG freute sich über das Ergebnis: „Dass unsere
Fahrgäste so zufrieden mit uns sind ist überwältigend. Gleichzeitig haben wir auch wertvolle
Hinweise erhalten, wo an der einen oder anderen Stelle noch Verbesserungen vorgenommen
werden können.“
Im Rahmen der VBB*Sternenwelle, die der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) im
letzten Jahr erstmals an zwei Linienstrecken durchführte, wurden seit dem 7. September
2002 mehr als 3.000 Fahrgäste in Schwedt und Umgebung telefonisch und schriftlich zum
Nahverkehrsangebot befragt. Sie haben die Qualität des öffentlichen Personennahverkehrs
(ÖPNV) im Bereich der Stadt Schwedt und Angermünde mit den angrenzenden Regionalbahn-
und Regionalbusverbindungen beurteilt und für besonders gut befunden.
Zur Bewertung standen fünf Qualitätsmerkmale, die jeweils einen Stern erhielten, wenn
mehr als 30 % der ÖPNV-Nutzer mit „sehr zufrieden“ geantwortet haben. Die Auswertung
ergab folgende Ergebnisse:
· Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln, 39,45 %
· Anschlusssicherheit, 36,47 %
· Ausstattung, wie Haltestellen oder P+R-Platz-Angebot, 36,45 %
· Fahrgastinformation, 42,51 %
· Servicequalität, wie Kompetenz und Freundlichkeit des Personals, 51,68 %
Der Bewertungsmaßstab zur Sternenvergabe wurde angelehnt an das Deutsche Kundenbarometer,
in dem die Top-Unternehmen Deutschlands im Jahre 2001 bei der Globalzu-friedenheit einen Anteil für die „vollkommen zufriedenen Kunden“ von > 30 % erreichten
(der durchschnittliche Wert lag bei 18 %).
Begleitet wurde die VBB*Sternenwelle mit Informations- und Promotionaktionen für Fahrgäste
und solche, die es noch werden wollen. Dazu zählte u.a. eine Schnipseljagd, Preisausschreiben
und eine Busparty am ZOB in Schwedt mit buntem Programm und reichlich
Information rund um den Nahverkehr.
VBB*Sternenwelle – das Konzept
Die Sternenwelle ist ein langfristiges Konzept und wird über mehrere Jahre in Berlin und
Brandenburg auf verschiedenen Streckenverläufen zum Nutzen aller Beteiligten Anwendung
finden.
Eine Sternenwelle erstreckt sich über den Zeitraum von etwa vier Wochen. Nutzer und
Nichtnutzer des ÖPNV werden über unterschiedliche Kommunikationswege über ihre Meinung
zu dem zu beurteilenden Streckenverlauf in einer Region befragt. Diese Beurteilung
wird innerhalb dieser vier Wochen ausgewertet.
Die vergebenen Sterne als Gütesiegel für die Verkehrsunternehmen werden nach etwa einem
Jahr abermals überprüft, so dass durchgeführte Verbesserungen die Möglichkeit bieten,
weitere Sterne zu erhalten.
Mit der Sternenwelle wendet sich der VBB gemeinsam mit seinen Partnern, den Verkehrsunternehmen,
gezielt an die Kunden und erhält nicht nur deren Meinung als Qualitätstester,
sondern außerdem wertvolle Informationen und Hinweise zur Verbesserung des
Nahverkehrsangebotes insgesamt.

Bus: Berlin wird Testlabor für Antrieb der Zukunft

http://www.bvg.de/index.php/de/Bvg/Detail/
folder/301/rewindaction/Index/archive/1/
year/2002/id/40801/name/
BVG+innovativ

Der Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen Harald Wolf eröffnete am 23. Oktober 2002 die erste Wasserstofftankstelle Berlins auf dem BVG-Omnibusbetriebshof Usedomer Straße.

Die Tankstelle wird von der BVG, TotalFinaElf, Linde, MAN und Opel betrieben und von der EU mit zirka einer Million Euro gefördert. Das Projekt wird von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen koordiniert. Gleichzeitig fiel der Startschuss für ein Wasserstoff-Kompetenz-Zentrum, in dem BVG und die TotalFinaElf-Gruppe den Einsatz von Wasserstoff als Kraftstoff der Zukunft erforschen wollen.

Harald Wolf erklärt: „Wasserstoff kann aufgrund seiner unbegrenzten Verfügbarkeit und Umweltfreundlichkeit der ideale Kraftstoff für den Verkehr der Zukunft werden. Nicht von ungefähr wird diese Technologie in Berlin erprobt. Hier gibt es das know how in Forschung und Entwicklung, und die BVG als größtes Nahverkehrsunternehmen Deutschlands bietet ideale Voraussetzungen für den Praxistest im harten Straßenalltag.

Die am 23. Oktober eröffnete Tankstelle und das Wasserstoff-Kompetenz-Zentrum zeugen einerseits vom Innovationspotential und Expertenwissen, das in unserer Stadt in der Verkehrstechnologie bereits angesiedelt ist. Andererseits manifestiert sich hier auch die enge Einbindung Berlins in europäische Technologienetzwerke. Diese Vorteile werden wir nutzen für weitere europäische und weltweite Kooperationsprojekte auf diesem Gebiet.“

An der Wasserstoff-Tankstelle können Fahrzeuge sowohl mit flüssigem als auch mit gasförmigem Wasserstoff betankt werden. Dadurch ist die Tankstelle ideale Anlaufstelle für alle Formen künftiger Wasserstoff-Fahrzeuge. Für TotalFinaElf als Europas führendem Mineralölkonzern betonte der Vorsitzende der Geschäftsführung der TotalFinaElf Deutschland GmbH, Horst Schröter, die Bedeutung des Wasserstoff-Kompetenzzentrums: „Die Herstellung und der Vertrieb von Kraftstoffen ist unser Geschäft, die Erforschung künftiger Kraftstoffe unsere Pflicht.“

* Wasserstoff (H2) gilt als Energieträger der Zukunft

Der große Vorteil von Wasserstoff: Bei der Energiegewinnung aus Wasserstoff wird anstelle von Abgasen lediglich Wasser freigesetzt. Außerdem ist Wasserstoff ein ausgesprochen guter Speicher für Energie.

Unter den möglichen Ersatzkraftstoffen für fossile Energie erscheint Wasserstoff als besonders vielversprechend:

H2 kann sowohl in Ottomotoren als auch in Brennstoffzellen verwendet werden.
H2 wird aus einer Vielfalt von Quellen und Prozessen gewonnen: sowohl aus fossilen Ressourcen als auch aus regenerativen Quellen.

Der Energiegehalt von 1kg Wasserstoff entspricht dem Energiegehalt von 2,1kg Ottokraftstoff (Benzin)

* H2-Tankstellen im Einsatz

In Deutschland existiert zur Zeit keine öffentliche Wasserstoff-Tankstelle. Allerdings gibt es seit 1998 am Münchener Flughafen eine selbstgesteuerte Tankstelle. Außer in Deutschland existieren derzeit nur in den USA und Japan H2-Betankungsmöglichkeiten. Insgesamt gibt es weltweit weniger als 30 Wasserstoffbetankungseinrichtungen, davon meist bei Automobilherstellern für die Entwicklung neuer Fahrzeuge.

* Die H2-Tankstelle in der Usedomer Straße

Das Wasserstoff-Kompetenzzentrum Berlin ermöglicht eine zweifache Wasserstoff-Betankung:

* Durch tiefkalt (-253°C) verflüssigten Wasserstoff (LH2- Liquid Hydrogen) bei 3-4 bar Druck, wobei der Tank von Linde eine Kapazität von 17.600 Litern bereitstellt.

* Durch mittels Elektrolyse erzeugten komprimierten gasförmigen Wasserstoff (CGH2 – Compressed Gaseous Hydrogen) bei ca. 250 bar Druck. Der Elektrolyseur spaltet hierbei Wasser in reinen Wasserstoff und Sauerstoff. Der Durchlauf beträgt derzeit 1 Nm3 pro Stunde; Zielsetzung ist die Erhöhung auf 100 Nm3 im Jahr 2004.

Das Wasserstoff Kompetenzzentrum Berlin stellt in mehrfacher eine europäische Premiere dar:

* Erster Einsatz einer Wasserstofftankstelle auf einem Busbetriebshof, sowohl mit flüssigem als auch mit gasförmigem Wasserstoff

* Erster Einsatz eines Protonentausch-Membran Elektrolyseurs, der das Prinzip einer PEM-Brennstoffzelle widerspiegelt (umgekehrte Reaktion)

* Erstes Projekt, das anhand des International Small Site Safety Rating System (ISSSRS – einem unabhängigen Sicherheitsmanagement-Bewertungssystem) eingestuft wird.

Datum: 23.10.2002

VBB: Am Dienstag, den 15. Oktober 2002 hat die Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH (VBB) neue Informations-Services für Handy,- Palm- und Internet-Nutzer vorgestellt.

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presse/presse021015.pdf

Am Dienstag, den 15. Oktober 2002 hat die Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg
GmbH (VBB) neue Informations-Services für Handy,- Palm- und Internet-Nutzer
vorgestellt. Berufstätige, Schüler, Freizeitnutzer des Öffentlichen Nahverkehrs oder
Geschäftsleute werden ab sofort einfacher und breiter über die Mobilitätsangebote
auch über den VBB-Verkehrsraum hinaus informiert.
Das Internetangebot unter www.vbbonline.de ist weiter aus gebaut worden und
erfreut sich eines ständigen Besucherwachstums: fast 3 Millionen Anfragen pro
Monat verzeichnete das VBB-Internet zuletzt.
Der VBB hat es sich zum Ziel gemacht, als Mobilitätsdienstleister mit
www.vbbonline.de die Informationsplattform für Fahrgäste und
Verkehrsunternehmen in Berlin und Brandenburg zu sein. Daher werden die Online-
Dienste ständig erweitert.
– VBB-Fahrinfo: Die VBB-Online-Fahrplanauskunft erhält
Zusatzinformationen wie Fußwegbeschreibungen oder ein Taxirouting,
die im gesamten VBB-Gebiet, also ganz Berlin und Brandenburg,
lückenlos von Haustür zu Haustür führen. Darüber hinaus sind nun auch
nationale und internationale Verbindungen abrufbar. Auch für WAPfähige
Handys gibt es die VBB-Fahrinfo-Auskunft.
– VBB-Haltestellenaushang: Ganz neu ist die Möglichkeit, den Fahrplan
einer beliebigen Haltestelle auszudrucken.
– VBB-Fahrplanheft: Hier kann sich der Nutzer sein persönliches
Fahrplanheft erstellen, beispielsweise für die tägliche Wegstrecke.
– VBB-Fahrplanheft-Palm: Nutzer von Palm-Organizern können
gewünschte Fahrverbindungen auf ihrem Palm-Gerät speichern und
anzeigen.
– VBB-Ankunfts- und Abfahrtsplan: Die Ankunfts- und Abfahrtszeiten
an einer VBB-Haltestelle auf einen Blick.
– VBB-Fahrinfo online für Handheld-PCs: Online-Fahrplanauskunft, wie
man mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Haustür zu Haustür kommt
inklusive Fahrpreisauskunft.
– VBB-Homepageservice: Banner mit fahrinfo-Verbindung für die eigene Berlin-Brandenburg GmbH
Homepage mit voreinstellbarem Fahrziel oder Termin.
– VBB-Treffpunkt: Einladen und Verabreden mit Fahrplan per E-Mail und
dann mit den „Öffentlichen“ pünktlich zum vereinbarten Treffpunkt.
VBB-Geschäftsführer Uwe Stindt: „Wir befragen laufend Internet-Nutzer, was an
vbbonline verbessert werden kann und wo noch Informationsbedarf besteht. Damit
passen wir das Angebot den Bedürfnissen der Fahrgäste und der übrigen Kunden
an. Die positive Resonanz bei der Nutzung dieses Mediums spricht für sich. Eine
stärkere Kundenorientierung und Kundenbindung wollen wir auch mit der Einführung
eines einheitlichen Beschwerdemanagements bei allen Verbundunternehmen
erreichen. Gezielte und einfache Information für die unterschiedlichen Bedürfnisse
unserer Fahrgäste ist wichtig für eine langfristige Kundenbeziehung und
Neugewinnung von Kunden.“
Als nächster Schritt wird eine online-Auskunft über die tatsächlichen Fahrzeiten mit
dem verbundweiten Aufbau von Rechnergesteuerten Betriebsleitsystemen bei den
Verkehrsunternehmen forciert. Systeme dieser Art sind bereits in Potsdam,
Frankfurt, Cottbus und seit August auch in Strausberg im Einsatz und in Berlin sowie
weiteren Regionen in Brandenburg im Aufbau.

S-Bahn: Ein aufregendes Wochenende hinter den Kulissen

http://www.s-bahn-berlin.de/presse/
presse_anzeige.php?ID=119

Eine der größten Eisenbahnwerkstätten Deutschlands feiert Geburtstag – und die Berliner können dabei sein. Am Samstag, 12. Oktober, und am Sonntag, 13. Oktober öffnet die S-Bahn-Hauptwerkstatt Schöneweide ihre Tore für alle Neugierigen und bietet spannende Blicke hinter die Kulissen. Geöffnet ist jeweils von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Seit einem dreiviertel Jahrhundert ist das frühere Reichsbahnausbesserungswerk im Südosten der Stadt zentraler Instandhaltungsort für Berliner S-Bahnzüge. Zu DDR-Zeiten durchliefen hier auch U-Bahnen, Straßenbahnen und Reisezugwagen ihre technischen Untersuchungen und Modernisierungen. Aus alten S?Bahn-Fahrzeugen wurden einst sogar neue U-Bahnzüge konstruiert. Auch die heute bei Berlinern und ihren Besuchern begehrte gläserne Panorama-S-Bahn entstand in der ehrwürdigen Werkhalle.

Zum großen Jubiläum sind viele Fahrzeuge aus der 75-jährigen Geschichte der Hauptwerkstatt zu Gast und können besichtigt und fotografiert werden. Im Fahrsimulator dürfen Besucher ihre eigenen Fahrkünste unter Beweis stellen. Ganz Mutige steuern selbstständig einen echten Zug der Baureihe 480. Technisch Interessierte erfahren und erleben, welche Schritte zur Instandhaltung moderner S?Bahnen erforderlich sind. Junge Leute, die mit dem Gedanken spielen, selbst S-Bahner zu werden, sollten unbedingt die unternehmenseigene Ausbildungsstätte besuchen. Die Azubis stellen vor, welche Berufe angeboten werden. Die jüngsten Besucher kommen im großen Kinderland auf ihre Kosten.

Für einen S-Bahn-Shuttle-Verkehr vom Bahnhof Schöneweide direkt ins Werk ist gesorgt. Zwischen 9.57 Uhr und 16.37 Uhr fahren ab S-Bf. Schöneweide alle 20 Minuten Sonderzüge direkt aufs Werkgelände.

Für musikalische Höhepunkte sorgen jeweils am Vorabend Konzerte in der einzigartigen Atmosphäre der Werkhalle:

·Freitag, 11. Okt., 20.30 Uhr, Jazzwerkstatt mit Marc Secara & his Berlin Jazzorchestra, unter der Leitung von Jiggs Whigham. Mit dabei: Uschi Brüning (bereits ab 19.30 Uhr Vorprogramm mit Jazz Newcomers). Eintritt: 20 EUR.
·Samstag, 12. Okt., 20 Uhr, Das Deutsche Filmorchester Babelsberg mit Filmmusik von gestern bis heute, Gastsolist: Stephanie de Kowa. Eintritt: 25 EUR.

Eintrittskarten sind direkt an der Abendkasse erhältlich. Der Veranstaltungsort ist über den S-Bahnhof Betriebsbahnhof Schöneweide mit den Linien S 45, S 46, S 8 und S 9 erreichbar.

Ingo Priegnitz
Pressesprecher

S-Bahn: Fahrplanwechsel am 13. Oktober verkürzt Fahrzeiten

http://www.s-bahn-berlin.de/presse/
presse_anzeige.php?ID=114

Bauarbeiten im Nord-Süd-Tunnel planmäßig beendet
Neuer Tunnelbahnsteig Friedrichstraße mit mehr Komfort – Linie S45 ergänzt das Fahrtenangebot auf der Ringbahn

Ab Sonntag, 13. Oktober, steht im Herzen der City auch in der Nord-Süd-Richtung wieder das volle Fahrtenangebot der S-Bahn zur Verfügung. Die Linien S 1, S 2, S 25 und S 26 fahren in der gewohnten Linienführung. Die provisorischen Endstellen in Nordbahnhof, Potsdamer Platz und Papestraße entfallen. Auch die Linie S 2 fährt von Bernau / Buch kommend wieder direkt Richtung Friedrichstraße. Die von der S-Bahn Berlin GmbH bei der BVG bestellten zusätzlichen U-Bahn-Fahrten zwischen Wedding und Tempelhof werden nicht mehr durchgeführt.

In weniger als vier Monaten Bauzeit wurde der in den dreißiger Jahren entstandene Nord-Süd-Tunnel zwischen Anhalter Bahnhof und Nordbahnhof grunderneuert – zeitgleich wurde in Rekordzeit die unterirdische Station Friedrichstraße komplett entkernt und neu gestaltet. Fahrtreppen und Aufzüge erleichtern künftig das Umsteigen zu den Linien der Stadtbahn, der U-Bahn und zum DB-Regionalverkehr.

Neu: Klare Taktfolgen auf der Ringbahn

Die Wiedereröffnung der Nord-Süd-Verbindung ermöglicht es, den Zugverkehr auf der Ringbahn besser zu strukturieren und unregelmäßige Zugfolgen zu vermeiden. Wochentags bis ca. 20 Uhr fahren die Züge alle 6-7 Minuten. Dies ergibt sich aus dem jeweiligen 20-Minuten-Grundtakt der Linien S 45, S 46 und S 47, die von Südosten kommend in Neukölln den Südring erreichen und bis Gesundbrunnen fahren. Die Linie S 46 von Königs Wusterhausen und die Linie S 47 von Spindlersfeld werden ab 13. Oktober wieder von der Linie S45 ergänzt, die am Flughafen Schönefeld einsetzt und in den vergangenen vier Monaten aus fahrplantechnischen Gründen als Verstärkerlinie der S 9 Richtung Warschauer Straße zugeschlagen wurden.

Die Linien S 41 (Ring im Uhrzeigersinn) und S 42 (Ring gegen den Uhrzeigersinn) bleiben bestehen, wobei jedoch die Weiterführung von und zur Linie S2 entfällt. Die richtungsbezogenen Linienbezeichnungen Züge der Linie S41 starten alle 6 – 7 Minuten von Gesundbrunnen Richtung Ostring – Südring und enden jeweils alle 20 Minuten in Hermannstraße, Westend und Gesundbrunnen. Züge der Linie S 42 beginnen entsprechend umgekehrt jeweils an den genannten Punkten und fahren über Südring – Ostring nach Gesundbrunnen. Durch Überlagerung mit den Linien S 45 / S 46 / S 47 besteht abschnittsweise sogar ein dichterer Zugabstand.
Wochentags ab 20 Uhr sowie an Samstagen, Sonn- und Feiertagen wird der 6-7-Minuten-Abstand entsprechend der geringeren Nachfrage auf einen 10-Minuten-Takt erweitert. Dies geschieht durch Beschränkung der Linie S 45 auf den Abschnitt Flughafen Schönefeld – Hermannstraße. Die Fahrpläne der Linien S 46 und S 47 werden in dieser Zeit so angeglichen, dass eine glatte 10-Minuten-Folge entsteht.

Mehr Züge zwischen Schönhauser Allee und Gesundbrunnen

Weiter verbessert wird das Angebot auf der Linie S8: Die von Zeuthen bzw. Grünau – Ostring nach Gesundbrunnen führende Linie wird nach Nordbahnhof verlängert. Die bisher in Schönhauser Allee endenden Verstärkerzüge fahren weiter nach Gesundbrunnen. Nach Fertigstellung der Verbindungskurve Schönhauser Allee – Bornholmer Straße im Sommer 2003 fährt die S8 entsprechend den Fahrgastwünschen wieder Richtung Pankow.

Mit Rücksicht auf die Baumaßnahmen im Nord-Süd-Tunnel kann die S-Bahn Berlin GmbH mit viermonatiger Verzögerung nunmehr das ursprüngliche Betriebskonzept für die Ringbahn in Kraft setzen. Dies bringt größere Fahrplanstabilität und geringere Verspätungsanfälligkeit mit sich. Das mit dem Berliner Senat als Besteller abgestimmte Angebot wurde unter Berücksichtung von Fahrgastzählungen und –befragungen entwickelt.

Durch geschickte Kombination von Verbindungen über die Stadtbahn, die Nord-Süd-Bahn und die Ringbahn können Fahrgäste auf bestimmten Relationen erneut ihre Fahrzeit verkürzen. Zwischen Prenzlauer Allee und Friedrichstraße sind S-Bahn-Kunden künftig nur noch 13 Min. statt 19 Min. unterwegs. Zwischen Schöneberg und Hackescher Markt verkürzt sich die Fahrzeit von 29 Min. auf 17 Min. Für die Ermittlung der optimalen individuellen Verbindung stehen die Berater in den 10 S-Bahn-Kundenzentren gern zur Verfügung.

Fahrgäste zeigen Verständnis für notwenige S-Bahn-Grunderneuerung

„Die Fahrgäste der Berliner S-Bahn haben in den letzten vier Monaten mit viel Nachsicht auf die eingeschränkten Verbindungen im Nord-Süd-Verkehr reagiert“, resümiert Eberhard Lorenz, Fachbereichsleiter Betrieb der S-Bahn Berlin GmbH: „Dafür möchten wir uns bei allen die betroffen waren sehr herzlich bedanken.“ Die Verantwortlichen des Verkehrsunternehmens sind überzeugt, dass auch die weiteren erheblichen Einschränkungen infolge der Grunderneuerung des S-Bahn-Netzes in den kommenden Jahren von der Öffentlichkeit mitgetragen werden. Zur Erinnerung: Nach der Wiedervereinigung wurden zunächst die Lückenschlüsse zwischen Ost und West vollzogen und die dringend erforderliche Sanierung bestehender Strecken zurückgestellt.

Kostenloses Info-Paket an allen Fahrkartenausgaben

Das neue S-Bahn-Fahrplan-Heft im praktischen Jackentaschenformat ist ab sofort kostenlos an allen S-Bahn-Fahrkartenausgaben, in den Kundenzentren und bei Aufsichten auf dem Bahnsteig erhältlich. Weitere Informationen gibt es in der aktuellen Ausgabe der S-Bahn-Kundenzeitung „punkt 3“, im Internet unter www.s-bahn-berlin.de und unter der Service-Rufnummer (030) 29 74 33 33.

Übersicht der S-Bahn-Linien ab 13. Oktober 2002

S 1
Zehlendorf <> Oranienburg, ab 16.12.02 Wannsee <> Oranienburg
S 2
Blankenfelde (Kr. TF) <> Bernau
S 25
(Lichterfelde Süd <>) Potsdamer Platz <> Hennigsdorf
S 26
Lichterfelde Süd <> Birkenwerder
S 3
Erkner <> Ostbahnhof (<> Charlottenburg <> Grunewald)
S 41
Ring im Uhrzeigersinn
S 42
Ring gegen Uhrzeigersinn
S 45
Flughafen Schönefeld <> Gesundbrunnen
S 46
Königs Wusterhausen <> Gesundbrunnen
S 47
Spindlersfeld <> Gesundbrunnen
S 5
Strausberg Nord <> Westkreuz
S 7
Ahrensfelde <> Potsdam Hbf
S 75
Wartenberg <> Spandau
S 8
(Zeuthen <>) Grünau <> Nordbahnhof
S 9
Flughafen Berlin-Schönefeld <> Spandau

Ingo Priegnitz
Pressesprecher

U-Bahn: Erfahren Sie hier, was die Highlights im Jahre des 100ten Geburtstag der U-Bahn waren.

http://www.bvg.de/index.php/de/Bvg/Detail/
folder/301/rewindaction/Index/archive/1/
year/2002/id/40825/name/
H%F6hepunkte+zum+U-Bahnjubil%E4um

20. Oktober

Zu einer spektakulären Parade aller Fahrzeugtypen im sogenannten Kleinprofil luden die Berliner Verkehrsbetriebe am 20. Oktober auf der U-Bahnline U1. Zwischen 11.00 Uhr und 12.00 Uhr waren historische und moderne Wagen sowie Bau- und Sonderfahrzeuge in Parallelfahrten auf der ursprünglichen Strecke, d.h. zwischen dem U-Bahnhof Warschauer Straße und dem U-Bahnhof Gleisdreieck unterwegs. Auf allen Stationen, die der Fahrzeugkorso passierte, erklärten Kollegen von der U-Bahn dem Publikum, um was für Fahrzeuge es sich handelt, von wann bis wann sie fuhren und was sonst in diesem Zusammenhang noch interessant ist.

Außerdem wurden an Informationsständen Broschüren zu den einzelnen Zug-Typen verteilt, Drehorgelspieler sorgten für die stilechte Atmosphäre auf den Stationen.

Natürlich gab es an diesem Tag auch die monatliche Sonderzugfahrt mit einem B II – Zug.
U-Bahn kulturell

Im Oktober geht es ganz kulturell zu, in der und um die U-Bahn. Da wird der U-Bahnhof zum Konzertsaal, der U-Bahnzug zur Licht-Bahn, die U-Bahntrasse zur Paradestrecke.
Auftakt

Den Auftakt für den Kultur-Oktober bildet eine Soloperformance mit Puppenspiel und Multimedia im Luftschutzbunker des U-Bahnhofs Hermannstraße „Die Wahl der fantastischen Möglichkeit“. Während einer U-Bahnfahrt wird man oft ungewollt Zeuge des Privatlebens unbekannter Menschen. Die Konsequenzen des „Zusammenpralls“ von privatem Leben im öffentlichen Raum der U-Bahn – real und irreal – setzt die südafrikanische Schauspielerin Yvette Coetzee vom 10. bis 12. Oktober jeweils um 20.30 Uhr künstlerisch um. (Treppenausgang Richtung Leinestraße im Zwischengeschoss.)
12. Oktober

Unterirdische Einblicke
Wer an diesem Sonnabend vielleicht auf dem Ku’damm einen Einkaufsbummel unternimmt, kann sich von 11 bis 14 Uhr den Boulevard von unten ansehen. „Un(ter)irdische Einblicke“ gewährt eine Wanderung durch den Tunnel von Uhlandstraße bis zum U-Bhf Kurfürstendamm. (Achtung! Die U15 fährt deshalb nur bis Wittenbergplatz.)

Music Hall am Wittenbergplatz
Der U-Bahnhof Wittenbergplatz verwandelt sich gleichzeitig in eine „Music-Hall“. Vier junge Berlinerinnen bilden das Ottomani-Quartett und werden der U-Bahn an diesem Tag „Flügel verleihen“. Auf zwei Bechstein-Flügeln bringen sie sechs- und achthändig Werke von Rossini, Brahms und Saint-Saens im U-Bahnhof zur Aufführung.

Farbinstallationen auf der U1
Bunt geht es auf den Linien U2 und U1 zu. Lassen Sie sich bei Ihrer U-Bahnfahrt eintauchen in eine Installation des österreichischen Lichtkünstlers Heinz Kasper , ab 8 Uhr bis Betriebsschluss auf den beiden Linien. Also „Son et Lumi?“ an diesem Tag auf der ganzen Linie.

U-Bahn-Museum
Das U-Bahn-Museum im U-Bahnhof Olympia-Stadion öffnet am 12. Oktober von 10.30 bis 16 Uhr seine Türen. (Den Link finden Sie auf der rechten Seite.

Datum: 09.10.2002