Archiv für den Monat: Juni 2002

Bus + BVG: Projekt „BVG-Schülerbegleiter“

http://www.bvg.de/index.php/de/Bvg/Detail/
folder/301/rewindaction/Index/archive/1/
year/2002/id/48175/name/
Handeln+statt+zusehen

Sie haben das sicher auch schon mal erlebt. Die Schule ist aus und die Kinder stürmen den nächsten Bus. Dort wird dann nach dem langen Stillsitzen mehr oder weniger lautstark getobt. Die Jugendlichen rempeln sich gegenseitig an, belästigen vielleicht sogar andere Fahrgäste. Eine unangenehme Situation für die Mitfahrer und erst recht für den Busfahrer.

Schüler machen einen wesentlichen Anteil unseres Kundenstammes aus, weil sie weitestgehend auf den Öffentlichen Personennahverkehr angewiesen sind. Sie sind letztlich auch unsere potentiellen Kunden der Zukunft. Unter diesem Blickwinkel erhält der Begriff „Kundenbindung“ eine besondere Bedeutung: wenn Schüler heute ihre Fahrten als angenehm und stressfrei empfinden, erhöht dies die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich auch als Erwachsene für den ÖPNV entscheiden.

Das ist die positive Seite. Die negative: Schüler, insbesondere wenn sie in Gruppen auftreten, können in unseren Bussen und Bahnen aber auch eine besondere Problemgruppe darstellen. Die Verkehrsbetriebe müssen nämlich jährlich bundesweit mehr als 100 Millionen Euro zum Beseitigen von Vandalismusschäden aufwenden, die zu einem großen Teil von Schülern verursacht werden. Darüber hinaus machen die zunehmende Aggressivität und Gewaltbereitschaft in unserer Gesellschaft auch vor unseren Verkehrsmitteln nicht halt. Auch hier sind Jugendliche auf dem Weg zur Schule oft Verursacher und Betroffene und erschweren sich selbst, den anderen Fahrgästen und dem Busfahrer eine reibungslose und angenehme Beförderung.

Diese Situation wollen wir nicht hinnehmen, sondern uns diesen Problemen gemeinsam und engagiert stellen. Deshalb haben sich die BVG, die Polizei und die Schulen zu dem gemeinsamen Pilotprojekt „BVG-Schülerbegleiter“ zusammengetan. Ähnlich wie Schülerlotsen, die für die Sicherheit auf dem Schulweg sorgen, sollen künftig speziell ausgebildete Schüler dazu beitragen, dass es in den Bussen der BVG ruhiger und damit stressfreier zugeht. Die ausgesuchten Schüler greifen bei Bedarf ein, koordinieren beim Ein- und Aussteigen und sind gleichzeitig (neben dem Busfahrer) Ansprechpartner für die Schüler bei Problemen. Sie sorgen auch für mehr Sicherheit, indem sie die Kinder und Jugendliche im Bus und Haltestellenbereich vor aggressiven Mitschülern schützen.

Um ihren ehrenamtlichen „Job“ optimal ausüben zu können, durchlaufen die Schüler eine entsprechende Ausbildung, die sie befähigt, in Konflikt- und Krisensituationen angemessen reagieren zu können. Mittels eingeübter Handlungsabläufe sollen sie deeskalierend einwirken und gewaltfrei Hilfe leisten können.

Insgesamt zirka 50 Schüler der Reinickendorfer Max-Beckmann-, der Johannes-Lindhorst- und der Max-Eyth-Oberschule werden die Ausbildung durchlaufen.

Das Schulungsprojekt hat die folgenden Ziele formuliert:

* Die Schülerbegleiter lernen problematische Situationen rechtzeitig zu erkennen.

* Sie sind aufgrund der Ausbildung in der Lage, Verantwortung zu übernehmen.

* Sie lernen im Team problematische Situationen zu lösen.

* Sie lernen eigenverantwortlich vor Ort zu handeln.

Die Ausbildung besteht aus zwei Blöcken. Die Polizei wird in zirka 20 Stunden theoretische und praktische Kenntnisse zum Umgang mit Konfliktsituationen vermitteln. Und die Mitarbeiter im Ausbildungszentrum (der Fahrschule des Unternehmensbereiches Omnibus), machen die Schüler in zirka 40 Stunden mit den wesentlichen Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren vertraut, die bei der Personenbeförderung von Bedeutung sind. Dazu gehören die Themenkomplexe:

* Die BVG als Verkehrsunternehmen.

* Das Arbeitsfeld des Busfahrers.

* Die Kundensituation.

Im Laufe der Ausbildung fahren die Schüler mehrmals mit einem Trainer auf ausgesuchten Linien der BVG mit. Nach der Ausbildung erhalten die Schüler eine weitere intensive Begleitung mit entsprechendem Feedback. Darüber hinaus wird ihnen auf dem Betriebshof Müllerstraße ein Ansprechpartner der BVG kontinuierlich zur Verfügung stehen.

Das Pilotprojekt, das zunächst auf 1 Jahr begrenzt ist startete am 19. August 2002. Die 12-16jährigen Schüler werden als Schülerbegleiter grundsätzlich nur dann auftreten, wenn sie mindestens zu zweit unterwegs sind. Sie begleiten im Rahmen des Schulbesuches nur die Fahrzeuge, die sie gemeinsam für ihre Hin- oder Rückfahrt nutzen und sind schon von weitem durch ihre „Dienstkleidung“ (Weste, Poloshirt und Basecap) zu erkennen.

Sie werden an jedem Schultag zwischen 7.30 Uhr und 8.30 Uhr bzw. zwischen 12.30 Uhr und 13.30 Uhr auf den Bussen der Linien, 121, 122, 222, 321, X21 und X 33 unterwegs sein.

Wir hoffen, dass dieses Projekt „Schule macht“, denn alle daran Beteiligten werden dabei gewinnen: die Schüler selbst, die anderen Fahrgäste und auch unsere Busfahrer, die durch ihre neuen Ansprechpartner Unterstützung und Entlastung erfahren sollen.

Nicht zuletzt leistet diese Projekt auch einen Beitrag dazu, bedenklichen gesamtgesellschaftlichen Tendenzen aktiv entgegenzuwirken.

Datum: 20.06.2002

Bus + BVG: Projekt "BVG-Schülerbegleiter"

http://www.bvg.de/index.php/de/Bvg/Detail/
folder/301/rewindaction/Index/archive/1/
year/2002/id/48175/name/
Handeln+statt+zusehen

Sie haben das sicher auch schon mal erlebt. Die Schule ist aus und die Kinder stürmen den nächsten Bus. Dort wird dann nach dem langen Stillsitzen mehr oder weniger lautstark getobt. Die Jugendlichen rempeln sich gegenseitig an, belästigen vielleicht sogar andere Fahrgäste. Eine unangenehme Situation für die Mitfahrer und erst recht für den Busfahrer.

Schüler machen einen wesentlichen Anteil unseres Kundenstammes aus, weil sie weitestgehend auf den Öffentlichen Personennahverkehr angewiesen sind. Sie sind letztlich auch unsere potentiellen Kunden der Zukunft. Unter diesem Blickwinkel erhält der Begriff „Kundenbindung“ eine besondere Bedeutung: wenn Schüler heute ihre Fahrten als angenehm und stressfrei empfinden, erhöht dies die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich auch als Erwachsene für den ÖPNV entscheiden.

Das ist die positive Seite. Die negative: Schüler, insbesondere wenn sie in Gruppen auftreten, können in unseren Bussen und Bahnen aber auch eine besondere Problemgruppe darstellen. Die Verkehrsbetriebe müssen nämlich jährlich bundesweit mehr als 100 Millionen Euro zum Beseitigen von Vandalismusschäden aufwenden, die zu einem großen Teil von Schülern verursacht werden. Darüber hinaus machen die zunehmende Aggressivität und Gewaltbereitschaft in unserer Gesellschaft auch vor unseren Verkehrsmitteln nicht halt. Auch hier sind Jugendliche auf dem Weg zur Schule oft Verursacher und Betroffene und erschweren sich selbst, den anderen Fahrgästen und dem Busfahrer eine reibungslose und angenehme Beförderung.

Diese Situation wollen wir nicht hinnehmen, sondern uns diesen Problemen gemeinsam und engagiert stellen. Deshalb haben sich die BVG, die Polizei und die Schulen zu dem gemeinsamen Pilotprojekt „BVG-Schülerbegleiter“ zusammengetan. Ähnlich wie Schülerlotsen, die für die Sicherheit auf dem Schulweg sorgen, sollen künftig speziell ausgebildete Schüler dazu beitragen, dass es in den Bussen der BVG ruhiger und damit stressfreier zugeht. Die ausgesuchten Schüler greifen bei Bedarf ein, koordinieren beim Ein- und Aussteigen und sind gleichzeitig (neben dem Busfahrer) Ansprechpartner für die Schüler bei Problemen. Sie sorgen auch für mehr Sicherheit, indem sie die Kinder und Jugendliche im Bus und Haltestellenbereich vor aggressiven Mitschülern schützen.

Um ihren ehrenamtlichen „Job“ optimal ausüben zu können, durchlaufen die Schüler eine entsprechende Ausbildung, die sie befähigt, in Konflikt- und Krisensituationen angemessen reagieren zu können. Mittels eingeübter Handlungsabläufe sollen sie deeskalierend einwirken und gewaltfrei Hilfe leisten können.

Insgesamt zirka 50 Schüler der Reinickendorfer Max-Beckmann-, der Johannes-Lindhorst- und der Max-Eyth-Oberschule werden die Ausbildung durchlaufen.

Das Schulungsprojekt hat die folgenden Ziele formuliert:

* Die Schülerbegleiter lernen problematische Situationen rechtzeitig zu erkennen.

* Sie sind aufgrund der Ausbildung in der Lage, Verantwortung zu übernehmen.

* Sie lernen im Team problematische Situationen zu lösen.

* Sie lernen eigenverantwortlich vor Ort zu handeln.

Die Ausbildung besteht aus zwei Blöcken. Die Polizei wird in zirka 20 Stunden theoretische und praktische Kenntnisse zum Umgang mit Konfliktsituationen vermitteln. Und die Mitarbeiter im Ausbildungszentrum (der Fahrschule des Unternehmensbereiches Omnibus), machen die Schüler in zirka 40 Stunden mit den wesentlichen Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren vertraut, die bei der Personenbeförderung von Bedeutung sind. Dazu gehören die Themenkomplexe:

* Die BVG als Verkehrsunternehmen.

* Das Arbeitsfeld des Busfahrers.

* Die Kundensituation.

Im Laufe der Ausbildung fahren die Schüler mehrmals mit einem Trainer auf ausgesuchten Linien der BVG mit. Nach der Ausbildung erhalten die Schüler eine weitere intensive Begleitung mit entsprechendem Feedback. Darüber hinaus wird ihnen auf dem Betriebshof Müllerstraße ein Ansprechpartner der BVG kontinuierlich zur Verfügung stehen.

Das Pilotprojekt, das zunächst auf 1 Jahr begrenzt ist startete am 19. August 2002. Die 12-16jährigen Schüler werden als Schülerbegleiter grundsätzlich nur dann auftreten, wenn sie mindestens zu zweit unterwegs sind. Sie begleiten im Rahmen des Schulbesuches nur die Fahrzeuge, die sie gemeinsam für ihre Hin- oder Rückfahrt nutzen und sind schon von weitem durch ihre „Dienstkleidung“ (Weste, Poloshirt und Basecap) zu erkennen.

Sie werden an jedem Schultag zwischen 7.30 Uhr und 8.30 Uhr bzw. zwischen 12.30 Uhr und 13.30 Uhr auf den Bussen der Linien, 121, 122, 222, 321, X21 und X 33 unterwegs sein.

Wir hoffen, dass dieses Projekt „Schule macht“, denn alle daran Beteiligten werden dabei gewinnen: die Schüler selbst, die anderen Fahrgäste und auch unsere Busfahrer, die durch ihre neuen Ansprechpartner Unterstützung und Entlastung erfahren sollen.

Nicht zuletzt leistet diese Projekt auch einen Beitrag dazu, bedenklichen gesamtgesellschaftlichen Tendenzen aktiv entgegenzuwirken.

Datum: 20.06.2002

S-Bahn: Ringbahnlücke zwischen Westhafen und Gesundbrunnen feierlich in Betrieb genommen

http://www.s-bahn-berlin.de/presse/
presse_anzeige.php?ID=92

Knapp 41 Jahre nach der politisch bedingten Unterbrechung und der späteren teilweisen Stilllegung des Zugverkehrs auf der Ring-bahn ist die wichtigste Strecke der Berliner S-Bahn ab heute wieder durchgehend befahrbar.

Der 37 Kilometer lange S-Bahn-Ring mit seinen 27 Bahnhöfen ver-kürzt die Fahrzeit zwischen den Stadtquartieren zum Teil erheblich. 18 Umsteigepunkte zu anderen S- und U-Bahn-Linien verbessern deutlich die Netzqualität des öffentlichen Personennahverkehrs in der Bundeshauptstadt. Der komplettierte S-Bahn-Ring stärkt dessen Konkurrenzfähigkeit gegenüber dem Individualverkehr.

Ringbahn erhält richtungsbezogene Linienbezeichnungen

Mit dem Ringschluss werden die S-Bahnlinien teilweise neu geord-net. Wesentlich ist: Die bisherige Linie S4 wird richtungsbezogen in S41 bzw. S42 umbenannt. Züge der Linie S41 fahren im Uhrzeigersinn. Züge der Linie S42 befahren die Ringstrecke entgegen des Uhrzeigersinns.

Neben der Zielbezeichnung „Ring“ und einem entsprechenden Pfeilsymbol, das die geografische Fahrtrichtung auf dem Ring an-gibt, werden auf den Bahnsteigen die wichtigsten Unterwegsbahn-höfe angezeigt. Da die Züge der Linien S41 und S42 nach Erreichen ihres Zielbahnhofes ihre Fahrt auf einer anderen Linie fortset-zen, geben Fahrzielanzeiger und Fahrplanaushänge auf den Bahn-steigen dieses rechtzeitig an. Wer von Wedding beispielsweise nach Pankow möchte, fährt mit der Linie S41 in Richtung Gesund-brunnen und kann seine Fahrt dann mit dem in S2 umbenannten Zug ohne Umsteigen weiter Richtung Bernau bis Pankow fortsetzen.

Durchgehende Verbindungen vom Ring in Richtung Königs Wusterhausen und Spindlersfeld

Das Fahrtenangebot der Linien S41 und S42 wird auf Teilabschnit-ten durch andere Linien, die vom Ring abzweigen, ergänzt. Es ver-kehren zusätzlich die Linien S46 / S47 von Gesundbrunnen über Westkreuz – Neukölln nach Königs Wusterhausen bzw. Spindlersfeld. Weiterhin fährt von Gesundbrunnen über Ostkreuz die Linie S8 in Richtung Zeuthen. Der Zugabstand auf dem Ring beträgt am Tage je nach Streckenabschnitt zwischen 3 und 10 Minuten.

Weitere Änderungen ergeben sich (u.a. wegen der baubedingten Sperrung des Nord-Süd-Tunnels) für die Linien S2, S45, S5, S6, S8, S9.

Erheblich kürzere Fahrzeiten

Dank der neuen Verbindungen über den Ring werden sich bisherige Fahrgewohnheiten verändern, da sich durch geschicktes Umsteigen die Fahrzeit z.T. erheblich verkürzen lässt. Außerdem entstehen neue umsteigefreie Direktverbindungen. Ein Beispiel: Bisher dauert die Fahrt vom S- und U-Bahnhof Pankow zum S-Bahnhof ICC Messe Nord /ICC 39 Minuten mit Umsteigen in Friedrichstraße. Jetzt ist man nur noch 19 Minuten unterwegs, ohne umsteigen zu müssen.

Ausführliche Fahrgastinformation schafft Verständnis

Die S-Bahn Berlin GmbH informiert ihre Fahrgäste ausführlich über das neue Angebot. Erstmals wird ein Liniennetzplan mit einer Ausschnittsvergrößerung für den Tarifbereich Berlin AB verwendet. Wieder kostenlos erhältlich ist ein neues Fahrplanheft im Taschen-format, das die Fahrplantabellen aller 14 S-Bahn-Linien enthält und ab 7. Juni zu bekommen ist. In der Kundenzeitung „punkt 3“, die am 12. Juni erschien, gibt es Hinweise, Tipps und Tricks zum neuen Angebot. Zahlreiche Zeitungen erscheinen mit Sonderbeilagen und veranstalten Telefonforen.

Ausführliche Informationen gibt es außerdem im Internet unter www.s-bahn-berlin.de. Dort ist eine spezielle Rubrik „Alles Wissenswerte über den Ring“ eingerichtet. Für individuelle Auskünfte und Fahrtempfehlungen stehen zehn Kundenzentren, über 75 Fahrkartenausgaben und das S-Bahn-Kunden-Telefon unter 030 / 29 74 33 33 zur Verfügung.

Ingo Priegnitz
Pressesprecher

S-Bahn: Berlin feiert den S-Bahn-Ringschluß

http://www.s-bahn-berlin.de/presse/
presse_anzeige.php?ID=93

Festredner loben vorbildliches Schienenverkehrsnetz in der Bundeshauptstadt

Ein lang gehegter Wunsch der Berliner Bevölkerung ist in Erfüllung gegangen. Mit einem Festakt wurde heute in Anwesenheit von Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig, dem Regierenden Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit und Bahnchef Hartmut Mehdorn der Ringschluss gefeiert.

Nach fast 41 Jahren ist der Berliner S-Bahnring wieder komplett befahrbar. Gegen 14.20 Uhr wurden zwei Züge der S-Bahn auf dem Bahnhof Westhafen zusammengekuppelt – und damit symbolisch der Ring geschlossen. Tausende Schaulustige begleiteten den historischen Moment auf dem Bahnsteig und der den Bahnhof überspannenden Putlitzbrücke. Nach Abschluss der Zeremonie fuhr der Eröffnungszug zum neuen S-Bahnhof Wedding, der nunmehr eine weitere Verknüpfung mit dem U-Bahn-Netz herstellt. Der Bezirksbürgermeister von Mitte, Joachim Zeller, und der Leiter des Berliner Bahnhofsmanagements, Wolfgang Borsch, eröffneten die Station unter reger Teilnahme der Bevölkerung.

In ihren Festreden würdigten die offiziellen Vertreter die besondere Bedeutung des S-Bahnrings für die Mobilität in der Bundeshauptstadt:

„Die Wiedereröffnung des S-Bahnringes ist wegweisend für die zukünftige Mobilität in großen Ballungsräumen. Angesichts des wachsenden Verkehrs – die Berliner erleben das Tag für Tag in den Hauptverkehrszeiten – bietet die S-Bahn eine wirkungsvolle und ökologische Alternative zur Verbindung von Wohnen, Arbeit und Freizeit in einer Metropole. Ein moderner, gut funktionierender ÖPNV trägt dazu bei, dass die Städte le-benswert bleiben. Die Bundesregierung stellt mit dem Gemeindeverkehrsinfrastrukturfinanzierungsgesetz und dem Regionalisierungsgesetz umfangreiche finanzielle Mittel zur Verfügung, so dass das Umsteigen vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel noch attraktiver wird“, sagte der Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Kurt Bodewig.

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit betonte: „Der S-Bahnring ist das Herzstück des vorbildlichen schienengestützten Nahverkehrssystems der Hauptstadt, um das viele die Berliner beneiden.“ Mit dem Ring verkürzen sich für zahlreiche S-Bahnnutzer die Fahrtzeiten erheblich, wo-durch sich viele Fahrgewohnheiten und damit die Fahrgastströme verändern werden.
Bahnchef Hartmut Mehdorn sagte: „Ringschluss bei der S-Bahn – das ist für uns ein großer Tag. Allen am Baugeschehen Beteiligten danke ich für ihren Einsatz und allen Berlinerinnen und Berlinern für ihre Geduld wäh-rend der Bauarbeiten.“

Das letzte, knapp drei Kilometer Teilstück des Rings wurde in den letzten zwei Jahren für rund 54 Millionen Euro wiederhergestellt. Auf dem Abschnitt zwischen den Bahnhöfen Westhafen und Gesundbrunnen wurden 12 Brücken erneuert, der S-Bahn-Damm saniert, Gleise, Stromversorgung sowie die Signal- und Sicherungstechnik neu errichtet. Rund vier Kilometer Lärmschutzwand und der Bahnhof Wedding wurden komplett neu gebaut. Letzterer ist behindertengerecht ausgestattet und ermöglicht ein schnelles und bequemes Umsteigen von der S-Bahn zur U-Bahnlinie U6. Ein Aufzug führt vom S-Bahnhof zur Müllerstraße, ein zweiter von der Müllerstraße auf den U-Bahnsteig.
„Die finanzielle Förderung des Berliner S-Bahn-Netzes ist beispielhaft für die Investitionspolitik der Bundesregierung im ÖPNV. Der Bund hat zwei Milliarden Euro investiert, damit 90 Kilometer stillgelegte Strecken des Ber-liner S-Bahn-Netzes wieder in Betrieb gehen konnten, 500 Millionen Euro wurden davon allein für den S-Bahn-Ring eingesetzt. Für die kommenden fünf Jahre beabsichtigen wir, weitere 770 Millionen Euro in die S-Bahn-Grunderneuerung zu investieren,“ so Minister Kurt Bodewig.

Mit einem Volksfest auf dem Nettelbeckplatz vor dem neuen S-Bahnhof Wedding feiert die S-Bahn heute und morgen das große Ereignis entsprechend. Ab 10 Uhr erwartet die Besucher ein buntes Programm mit Musik, Bahnmarkt und Infos rund um die S-Bahn. Außerdem sind die Panorama-S-Bahn und der Traditionszug aus den zwanziger Jahren auf dem Ring unterwegs. Ab etwa 15 Uhr haben die Berlinerinnen und Berliner Gelegenheit, den vollständigen S-Bahn-Ring zu testen. Bis zur offiziellen Betriebsaufnahme am Sonntag, 4 Uhr, fahren die Züge der Linie S4 als Voll-ringlinie mit einer Fahrzeit von 70 Minuten für eine Umrundung. Auch andere Ringbahnhöfe lohnt es sich, an den beiden Tagen zu besuchen. Am Bahnhof Westend beleuchtet eine Ausstellung des Berliner S-Bahn-Museums die Historie der „Strecke ohne Ende“. Am S-Bahnhof Schöneberg stellt sich das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg mit einem abwechslungsreichen Kulturprogramm vor.

Als Sonderedition ist wieder die auch bei Sammlern beliebte Ersttagsfahrkarte erhältlich. Der Preis für das in den Fahrkartenausgaben und Kundenzentren der S-Bahn erhältliche Ticket beträgt 1,50 Euro. Es ist heute und morgen ab Entwertung für zwei Stunden im gesamten Netz der Berliner S-Bahn gültig. Mit der Ersttagsfahrkarte kann man an einem Gewinnspiel teilnehmen. Drei Entwerter-Sonderstempel auf den Bahnhöfen Westhafen, Wedding und Gesundbrunnen bilden den Lösungssatz.

Hinweis für elektronische Medien:

Fernsehredaktionen können Schnittmaterial sowie O-Töne von Eberhard Lorenz,
Betriebsleiter S-Bahn Berlin, und Volker Weiß, Projektleiter DB Projekt Verkehrsbau, als Beta SP erhalten.

Kontakt: 0172-6517142

Hörfunkredaktionen haben die Möglichkeit, auf der Website www.bahn.de/presse dieselben O-Töne runterzuladen.

Burkhard Ahlert
Deutsche Bahn AG
Pressesprecher Berlin/Brandenburg
Tel.: (030) 297 53 215
Fax: (030) 297 53 216
e-Mail: burkhard.ahlert@bku.db.de

Ingo Priegnitz
S-Bahn Berlin GmbH
Pressesprecher
Tel.: (030) 297 43 906
Fax: (030) 297 43 908
e-Mail: ingo.priegnitz@s-bahn-berlin.de

E-Mail: medienbetreuung@bahn.de
Internet: http://www.bahn.de/presse
Internet: http://www.s-bahn-berlin.de

Bus: Mehr Fahrten zum A10-Center und schneller nach Königs Wusterhausen

http://www.vbbonline.de/download/
pdf/presse/presse020613.pdf

Zum Fahrplanwechsel am 16. Juni 2002 bei der Berliner S-Bahn passt die
Regionale Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald mbH (RVS) ihre
Fahrpläne auf den Linien 728, 731, 738, 740 und 743 an und sichert damit die
Umsteigemöglichkeit zwischen Bus und Bahn.
Nach den abgeschlossenen Straßenbauarbeiten wird der Ringverkehr in der
Schulzendorfer Siedlung Eichberg am Montag, den 17.06.02 um 9:30 vom
Bürgermeister Herrn Dr. Burmeister feierlich eröffnet.
Die Linien 731 und 738 befahren von der Karl-Liebknecht-Str. kommend im
Ring die Wald-, Paarmann- und R.-Breitscheid-Str. und anschließend weiter in
Richtung S-Bahnhof Eichwalde, Waltersdorf, Schönefeld oder Zeuthen.
Folgende neue Haltestellen werden eingerichtet: Karl-Liebknecht-/ Karl-Marx-
Str., Waldstr., Paarmann-/ Lindenstr., Paarmann-/ August-Bebel-Str. und R.-
Breitscheid-/ Puschkinstr., die jetzige Haltestelle Puschkinstr. wird
aufgehoben.
Auf der Linie 740 wird in den Vormittagsstunden die Betriebsführung den
Wünschen vieler Fahrgäste angepasst: Mehr Fahrtmöglichkeiten zum A10-
Center und für die Bewohner des Zeuthener Seniorenstiftes das Erreichen
medizinischer Einrichtungen in Königs Wusterhausen ohne Treppensteigen
beim Umstieg zur S-Bahn.
Eine neue Linienführung ermöglicht Fahrten ab Miersdorf direkt zum A10-
Center und weiter nach Königs Wusterhausen um 8:39, 9:39, 10:39 und 11:39
ab S-Bahnhof Zeuthen. Es besteht unmittelbarer Anschluss von den aus
Wildau kommenden Bussen an der Haltestelle Miersdorf, Mühle.
Die Abfahrtzeiten ab S-Bahnhof Wildau in Richtung A10-Center bleiben in
etwa bestehen, sie verschieben sich lediglich wie der S-Bahnfahrplan um 2
Minuten nach vorne. Zusätzliche Fahrten erfolgen ab A10-Center um 8:40,
9:40, 10:40 und 11:40 über den Röthegrund zum S-Bahnhof Wildau, Abfahrt
in Richtung Königs Wusterhausen ist in dieser Zeit stündlich zur Minute 58.
Insgesamt bestehen damit annähernd alle 20 Minuten Fahrtmöglichkeiten mit
Anschluss zur S-Bahn am Bahnhof Wildau bzw. Königs Wusterhausen.

S-Bahn: Innerstädtisches Berliner S-Bahn-Netz wieder komplett

http://www.s-bahn-berlin.de/presse/
presse_anzeige.php?ID=91

Letzte Ringbahnlücke zwischen Westhafen und Gesundbrunnen geschlossen –Neue Querverbindungen verkürzen Fahrzeiten

Knapp 41 Jahre nach der politisch bedingten Unterbrechung und der späteren teilweisen Stilllegung des Zugverkehrs auf der Ringbahn ist die wichtigste Strecke der Berliner S-Bahn ab 16. Juni wieder durchgehend befahrbar.

Der 37 Kilometer lange S-Bahn-Ring mit seinen 27 Bahnhöfen ver-kürzt die Fahrzeit zwischen den Stadtquartieren zum Teil erheblich. 18 Umsteigepunkte zu anderen S- und U-Bahn-Linien verbessern deutlich die Netzqualität des öffentlichen Personennahverkehrs in der Bundeshauptstadt. Der komplettierte S-Bahn-Ring stärkt dessen Konkurrenzfähigkeit gegenüber dem Individualverkehr.

Ringbahn erhält richtungsbezogene Linienbezeichnungen

Mit dem Ringschluss werden die S-Bahnlinien teilweise neu geordnet. Wesentlich ist: Die bisherige Linie S4 wird richtungsbezogen in S41 bzw. S42 umbenannt. Züge der Linie S41 fahren grundsätzlich im Uhrzeigersinn. Züge der Linie S42 befahren die Ringstrecke ent-gegen des Uhrzeigersinns.

Neben der Zielbezeichnung „Ring“ und einem entsprechenden Pfeilsymbol, das die geografische Fahrtrichtung auf dem Ring angibt, werden auf den Bahnsteigen die wichtigsten Unterwegsbahn-höfe angezeigt. Da die Züge der Linien S41 und S42 nach Erreichen ihres Zielbahnhofes ihre Fahrt auf einer anderen Linie fortsetzen, geben Fahrzielanzeiger und Fahrplanaushänge auf den Bahnsteigen dieses rechtzeitig an. Wer von Wedding beispielsweise nach Pankow möchte, fährt mit der Linie S41 in Richtung Gesundbrunnen und kann seine Fahrt dann mit dem in S2 umbenannten Zug ohne Umsteigen weiter Richtung Bernau bis Pankow fortsetzen.

Durchgehende Verbindungen vom Ring in Richtung Königs Wusterhausen und Spindlersfeld

Das Fahrtenangebot der Linien S41 und S42 wird auf Teilabschnit-ten durch andere Linien, die vom Ring abzweigen, ergänzt. Es verkehren zusätzlich die Linien S46 / S47 von Gesundbrunnen über Westkreuz – Neukölln nach Königs Wusterhausen bzw. Spindlersfeld. Weiterhin fährt von Gesundbrunnen über Ostkreuz die Linie S8 in Richtung Zeuthen. Der Zugabstand auf dem Ring beträgt am Tage je nach Streckenabschnitt zwischen 3 und 10 Minuten.

Weitere Änderungen ergeben sich (u.a. wegen der baubedingten Sperrung des Nord-Süd-Tunnels) für die Linien S2, S45, S5, S6, S8, S9. (siehe Anhang).

Erheblich kürzere Fahrzeiten

Dank der neuen Verbindungen über den Ring werden sich bisherige Fahrgewohnheiten verändern, da sich durch geschicktes Umsteigen die Fahrzeit z.T. erheblich verkürzen lässt. Außerdem entstehen neue umsteigefreie Direktverbindungen.

Beispiele:

S+U Pankow – S ICC / Messe
Bisher: 39 Min. (mit Umsteigen in S+U Friedrichstraße)
Neu: 19 Min. (ohne Umsteigen)

S+U Schönhauser Allee – Flughafen Tegel
Bisher: 32 Min. (mit Umsteigen in S+U Gesundbrunnen und U F-Naumann-Platz)
Neu: 21 Min. (mit Umsteigen in S+U Jungfernheide)

S+U Zoologischer Garten – S Greifswalder Straße
Bisher: 36 Min. (mit Umsteigen in S Ostkreuz)
Neu: 25 Min. (mit Umsteigen in S+U Westhafen)

S Schönholz – S + U Jungfernheide
Bisher: 35 Min. (mit Umsteigen U Osloer Straße und S+U Westhafen )
Neu: 16 Min. (mit Umsteigen in S+U Gesundbrunnen)

Ausführliche Fahrgastinformation schafft Verständnis

Die S-Bahn Berlin GmbH informiert ihre Fahrgäste ausführlich über das neue Angebot. Erstmals wird ein Liniennetzplan mit einer Ausschnittsvergrößerung für den Tarifbereich Berlin AB verwendet. Wieder kostenlos erhältlich ist ein neues Fahrplanheft im Taschen-format, das die Fahrplantabellen aller 14 S-Bahnlinien enthält und ab 7. Juni zu bekommen ist. In der Kundenzeitung „punkt 3“, die am 12. Juni erscheint, gibt es Hinweise, Tipps und Tricks zum neuen Angebot. Zahlreiche Zeitungen erscheinen mit Sonderbeilagen und veranstalten Telefonforen.

Ausführliche Informationen gibt es außerdem im Internet unter www.s-bahn-berlin.de. Dort ist eine spezielle Rubrik „Alles Wis-senswerte über den Ring“ eingerichtet. Für individuelle Auskünfte und Fahrtempfehlungen stehen zehn Kundenzentren, über 75 Fahrkartenausgaben und das S-Bahn-Kunden-Telefon unter 030 / 29 74 33 33 zur Verfügung.

Die Feierlichkeiten am 15. und 16. Juni

Ein so großes Ereignis wie der Ringschluss gehört gebührend gefeiert. Die Eröffnungszeremonie findet bereits am Samstag, 15. Juni um 14 Uhr auf dem Bahnhof Westhafen mit zahlreichen Ehrengästen statt, unter ihnen der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und Bahnchef Hartmut Mehdorn. Dabei werden zwei S-Bahnen zum symbolischen Ringschluss einen Kuppelvorgang vollziehen, der von der Brücke Putlitzstraße aus zu beobachten sein wird. Am Ende der Zeremonie fährt der Eröffnungszug weiter zum S-Bahnhof Wedding. Dort wird der Bezirksbürgermeister von Mitte Joachim Zeller den Zug willkommen heißen. Danach geht es weiter Richtung Schöneberg.

Ab etwa 15 Uhr hat die Berliner Bevölkerung Gelegenheit, den vollständigen S-Bahn-Ring zu testen. Bis zur offiziellen Betriebsauf-nahme am Sonntag, 4 Uhr, fahren die Züge der Linie S4 als Voll-ringlinie mit einer Fahrzeit von 70 Minuten für eine Umrundung.

Volksfest am neuen S-Bahnhof Wedding

Als Sonderedition ist wieder die nicht nur bei Sammlern beliebte Ersttagsfahrkarte erhältlich. Der Preis für das in den Fahrkartenaus-gaben und Kundenzentren der S-Bahn erhältliche Ticket beträgt 1,50 Euro. Es ist am 15. und 16. Juni 2002 ab Entwertung für zwei Stunden im gesamten Netz der Berliner S-Bahn gültig. Mit der Erst-tagsfahrkarte kann man an einem Gewinnspiel teilnehmen. Drei Entwerter-Sonderstempel auf den Bahnhöfen Westhafen, Wedding und Gesundbrunnen bilden den Lösungssatz.

Auf dem Nettelbeckplatz vor dem neuen S-Bahnhof Wedding findet am 15. und 16. Juni 2002 ein Volksfest statt, zu dem die S-Bahn Berlin herzlich einlädt. Ab 10 Uhr erwartet die Besucher ein buntes Programm mit Musik, BahnMarkt und Infos rund um die S-Bahn. Außerdem werden Sonderzüge auf dem Ring unterwegs sein, dar-unter die Panorama-S-Bahn und der Traditionszug.

Auch andere Ringbahnhöfe lohnt es sich an den beiden Tagen zu besuchen. Am Bahnhof Westend beleuchtet eine Ausstellung des Berliner S-Bahn-Museums die Historie der „Strecke ohne Ende“. Am S-Bahnhof Schöneberg stellt sich das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg mit einem abwechslungsreichen Kulturprogramm vor.

Ingo Priegnitz
Pressesprecher