Archiv für den Monat: Mai 2002

S-Bahn: „Wir wollen, dass unsere Fahrgäste mit uns Klartext reden“

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S-Bahn Berlin GmbH und DB Projekt Verkehrsbau GmbH stellen sich der Diskussion: Max-Bahnbautreff startet auf dem S-Bf. Rathaus Steglitz

Die S-Bahn Berlin GmbH geht neue Wege der Kommunikation: Um Fahrgäste und Anwohner noch besser über die Grunderneuerung des S-Bahnnetzes und die damit verbundenen Einschränkungen zu informieren, gibt es auf Bahnhöfen an besonders betroffenen Strecken den „Max – Bahnbautreff“.

Erstmals am Donnerstag, 30. Mai, von 16 Uhr bis 19 Uhr, auf dem Bahnsteig des S-Bahnhof Rathaus Steglitz stehen Bauverantwortliche und leitende S-Bahnmitarbeiter für Diskussionen und Fragen rund um aktuelle Bauprojekte zur Verfügung. Schwerpunkte sind die Sperrung des Nord-Süd-Tunnels, die Sanierung der Wannseebahn und die Gleisverschwenkung am Lehrter Bahnhof.

„Wir wollen unseren Fahrgästen die Chance geben, mit uns Klartext zu reden“, kündigt S-Bahn-Baubetriebsmanager Christian Morgenroth an und freut sich auf eine anregende Diskussion. Mit dabei sind auch Eberhard Lorenz, Betriebsleiter der S-Bahn Berlin GmbH, Gerd-Peter Willbrandt, stellv. Marketingleiter und Hartmut Mikolajczak von der DB Projekt Verkehrsbau GmbH. Ehrengast ist Bahnbau-Maulwurf Max, der in Originalgröße erscheint. Für Essen und Trinken ist ebenfalls gesorgt.

Die nächsten „Max-Bahnbautreffs“ sind am Montag, 3. Juni, auf dem S-Bf. Gesundbrunnen (Gleis 3 + 4) sowie am 11. Juni auf dem S-Bf. Potsdamer Platz (Bahnsteig Richtung Süden) und am 12. Juni in der Empfanghalle des Bf. Friedrichstraße.

Ingo Priegnitz
Pressesprecher

S-Bahn + Bahnhöfe: Neubau des Tunnel-S-Bahnsteigs Friedrichstraße in nur 4 Monaten

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Nord-Süd-Tunnel gesperrt – neuer S-Bahnring bietet gute Umfahrungsmöglichkeiten

Mit der Grunderneuerung des unterirdischen S-Bahnsteigs im Bahnhof Friedrichstraße erhält auch der letzte Teil des ehemaligen deutsch-deutschen Grenzbahnhofs eine zeitgemäße Ausstattung. In einer nur viermonatigen Bauzeit werden Treppenanlagen und Bahnsteigaufbauten entfernt. Der neue Bahnsteig wird übersichtlicher gestaltet. Im Übergangsbereich zur Mittelebene und zur Stadtbahn werden Fahrtreppen eingebaut.

Vorarbeiten auf dem Bahnsteig und im Verbindungsgang zur U-Bahn haben bereits begonnen. Die DB Station&Service AG investiert rund 6 Mio. Euro in das Vorhaben. Der Tunnelbahnsteig wird werktäglich von ca. 60.000 Ein- und Aussteigern genutzt.

Intelligente Koordination von Baumaßnahmen

Um das ehrgeizige unterirdische Bauprojekt mit möglichst wenig Einschränkungen für die Fahrgäste bewältigen zu können, haben sich die Verantwortlichen gegen regelmäßige Abend- und Wochenendsperrungen entschieden. Stattdessen wird die Nord-Süd-S-Bahnverbindung durchgehend vom 16. Juni bis 12. Oktober außer Betrieb genommen. Mit dem zeitgleich komplett zur Verfügung stehenden S-Bahn-Ring und zusätzlichen bestellten Fahrten auf der U-Bahn-Linie U 6 stehen den Fahrgästen günstige Umfahrungsmög-lichkeiten zur Verfügung.

Zeitgleich werden weitere Arbeiten im Nordsüd-S-Bahntunnel erledigt. Dazu gehört die endgültige Fertigstellung des Bahnhofs Potsdamer Platz im Bereich des Kreuzungsbauwerkes mit der geplanten Linie U 3 sowie die Ausrüstung des nördlichen Bahnhofsteils mit Lärm-schutzschottermatten. Innerhalb des Anhalter Bahnhofs bis zum südlichen Tunnelmund der Linie S 1 werden Gleise erneuert sowie zwischen Nordbahnhof und Oranienburger Straße Weichen eingefügt, die künftig eine flexiblere Betriebsführung ermöglichen.

Umfahrungsmöglichkeiten mit Ringbahn und U-Bahnen

Mit dem Fahrplanwechsel bei der S-Bahn Berlin GmbH am 16. Juni stehen neue schnelle Verbindungen über den komplettierten S-Bahnring zur Verfügung. In Verbindung mit den U-Bahn-Linien U 2, U 6, U 8 und U 9 ergeben sich günstige Verbindungen, die nur geringe Fahrzeitverlängerungen mit sich bringen. Zusätzliches Umsteigen ist leider jedoch unvermeidlich.

In der Zeit vom 16. Juni bis 18. August ist der Nordsüd-Tunnel für die Linien S 1, S 2, S 25 und S 26 zwischen Nordbahnhof und Yorck-straße gesperrt. Vom 19. August bis 13. Oktober kann die Sperrung auf den Abschnitt Nordbahnhof – Potsdamer Platz begrenzt werden.

16. Juni bis 18. August 2002

S 1 fährt Oranienburg/Frohnau – Gesundbrunnen – Nordbahnhof
bzw. Wannsee – Rathaus Steglitz – Schöneberg – Yorckstr.

S 2 fährt Bernau / Buch – Pankow – Gesundbrunnen (und weiter über den Nordring Richtung Westkreuz)
bzw. Blankenfelde / Lichtenrade – Papestraße – Yorckstraße

S 25 fährt Hennigsdorf – Tegel – Gesundbrunnen – Nordbahnhof
bzw. Lichterfelde Süd – Papestraße

S 26 fährt Birkenwerder – Pankow – Nordbahnhof
bzw. Lichterfelde Süd – Papestraße

Die Verbindung zwischen dem Nordteil und dem Südteil der Linien stellt die U-Bahn-Linie U6 zwischen den Bahnhöfen Wedding (Nordring) und Tempelhof (Südring) her. Dazu hat die S-Bahn Berlin GmbH bei der BVG eine Taktverdichtung und den durchgehenden Nachtverkehr an den Wochenenden bestellt.

Zusätzlich fährt als Ersatzverkehr eine Ringbuslinie:
U-Bf. Bülowstraße – S-Bf. Yorkstraße – S-Bf. Anhalter Bahnhof – S+U-Bf. Potsdamer Platz – S-Bf. Unter den Linden – U-Bf. Stadtmitte – S+U-Bf. Potsdamer Platz – S-Bf. Anhalter Bahnhof – S-Bf. Yorckstraße – U-Bf. Bülowstraße.

19. August bis 12. Oktober

Die Linien S 1 und S 2 fahren von Süden kommend über Yorckstraße und Anhalter Bahnhof hinaus wieder bis Potsdamer Platz. Im Nordteil bleiben die bisherigen Endpunkte bestehen. Der Busersatzverkehr entfällt.

Ausführliche Fahrgastinformation schafft Verständnis

Die S-Bahn Berlin GmbH informiert ihre Fahrgäste weiterhin ausführlich über bevorstehende Projekte und damit verbundenen Änderungen. 14-täglich erscheint die kostenlose Kundenzeitung ”punkt 3“, wöchentlich gibt es das Faltblatt ”Bauinfos für Bahnfahrer”. Am Bahnbautelefon (Tel. 030 / 29 71 29 73) beantworten Experten individuelle Einzelfragen. Für allgemeine Auskünfte steht auch das Kundentelefon der S-Bahn Berlin GmbH zur Verfügung: Tel. 030 / 29 74 33 33. Weiter gehende Hinweise zu Fahrplanände-rungen werden im Internet unter www.fahrplanaenderungen.de und unter www.s-bahn-berlin.de und als E-mail-Service angeboten.

Maulwurf Max kommt persönlich

Neu ist der „Max-Bahnbau-Treff“ auf S-Bahnhöfen. Fahrgäste können während des nachmittäglichen Berufsverkehrs an ausgewählten Tagen mit Verantwortlichen diskutieren und Fragen stellen. Mittelpunkt des Treffs sind Tische in Würfelform, die mit ihrer leuchtend orangen Farbe die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Der erste Max-Bahnbau-Treff, bei dem der sympathische Maulwurf persönlich anwesend ist, findet am Donnerstag, 30. Mai, von 16.00 bis 19.00 Uhr auf dem S-Bahnsteig Rathaus Steglitz statt. Auch für Essen und Trinken ist gesorgt.

Ingo Priegnitz
Pressesprecher

Hinweis für Hörfunkredaktionen:
Hörfunkredaktionen haben die Möglichkeit, O-Töne von Christian Morgenroth, Baubetriebsmanager der S-Bahn Berlin GmbH, und Wolfgang Borsch, Leiter Bahnhofsmanagement Berlin Ostbahnhof/ DB Station&Servive AG, auf den Websites www.bahn.de/presse und www.presseportal.de herunterzuladen.

S-Bahn + Bahnhöfe: Friedrichstraße, Bahnsteig D – alter Bahnhof im neuen Gewand

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Daten und Fakten zum Bahnhofsumbau

Frühzeitig wurde erkannt, dass die in Ost-West-Richtung die Stadt durchschneidende Stadtbahn einer Ergänzung in Nord-Süd-Richtung bedarf. Schon 1896 wurde die Forderung nach dieser für Berlin so dringend notwendigen Nordsüdverbindung erhoben. Der Wunsch sollte jedoch erst 40 Jahre später erfüllt werden.

Mit dem Bau der Tunnelstrecke wurde 1934 begonnen; doch noch während des Baues, der 1939/40 beendet wurde, gab es zahlreiche Änderungen, bedingt durch die 1937 einsetzende Planung des Generalbauinspektors für den Ausbau der Reichshauptstadt.

Der nördliche Tunnelabschnitt wurde 1936 eröffnet, er konnte bis Unter den Linden schon während der Olympischen Spiele benutzt werden. Die ganze Tunnelstrecke wurde im Oktober 1939, also schon nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, in Betrieb genommen.

Zum Kriegsende wurde der Tunnel an zwei Stellen zerstört: Die Spreeunterfahrung nördlich des Bahnhof Friedrichstraße hatte einen Bombentreffer erhalten, die Unterfahrung des Landwehrkanals ist in den letzten Kriegstagen vermutlich von der SS gesprengt worden. Die Wiederherstellungsarbeiten setzten bald nach Kriegsende ein; angesichts des damaligen Mangels an Baugerät und Baustoffen konnte die Tunnelstrecke in überraschend kurzer Zeit wieder befahrbar gemacht werden.

Bahnhof Berlin Friedrichstraße

Der Bahnhof Berlin Friedrichstraße ist ein Bauwerk mit einer für Verkehrsbauten vielleicht typischen, sehr wechselhaften Geschichte. Der obere Bauteil wurde ursprünglich 1881-82 mit der kleineren Nordhalle als Bahnhof auf der Stadtbahn mit nur einem Bahnsteig errichtet. Mit der Erweiterung der Stadtbahn für den Fernverkehr kamen in den Jahren 1919-25 mehrere Umbauten bis zur Erweiterung des Bahnhofes mit einer zweiten größeren südlichen Fernbahnhalle.

Mit der Errichtung der Nordsüd-S-Bahn erlangte der Bahnhof Friedrichstraße ab 1936 eine enorme Aufwertung, da er als zentraler Knotenpunkt ideale Umsteigebeziehungen zwischen den Nahverkehrslinien der Stadtbahn und der Nord-Süd-Bahn, wie auch zum Fernverkehr bot. Von der unterirdischen Bahnsteigebene führen schon zu diesem Zeitpunkt Fahrtreppen in die Bahnhofshalle und ermöglichen eine optimale Umsteigebeziehung zur Stadt- und Fernbahn.

Nach 1961 wurde aus diesem idealen Verkehrsknoten eine Grenzübergangsstelle. Der von den „Urvätern“ konzipierte optimale Verkehrsverbund zwischen Stadtbahn und Nordsüd-S?Bahn war nun erheblich gestört oder ganz unterbrochen. Andere unterirdische Haltepunkte wie Unter den Linden und Potsdamer Platz glichen Geisterbahnhöfen, bei denen die Zugänge geschlossen und im Straßenland nicht mehr sichtbar waren.

Der unterirdische Bahnhof Friedrichstraße blieb jedoch im Zusammenhang mit der Grenzübergangsstelle in Betrieb und erhielt in den siebziger Jahren ein neues Gewand.
Die Keramikbekleidung der Stützen und Bahnsteigaufbauten mit orange-braunen Fliesen und die Tunnelwandbekleidung mit weißen Holzpaneelen weicht jedoch stark vom architektonischen Entwurf ab. Zusätzliche Einbauten auf dem Bahnsteig haben das übersichtliche Erscheinungsbild des Bahnsteiges weiter entstellt.

Der neue Bahnhof Berlin Friedrichstraße

In den Jahren 1995-1999 erhielt der Bahnhof mit Ausnahme des unterirdischen Bahnsteig D seine wohl umfassendste Umgestaltung. Nachdem der Bahnhof nach Öffnung der Mauer 1989 wieder seine verkehrliche Bedeutung erlangt hatte wurde schnell klar, dass durch die zahlreichen Umbauten und die mangelnde Instandhaltung der Bahnhof den Anforderungen als Verkehrsknotenpunkt und modernes Dienstleistungszentrum nicht mehr gewachsen war. Besonders die verschachtelten Einbauten der Grenzkontrolle und Überwachung innerhalb des Gebäudes vermittelten eine bedrückende Atmosphäre und machten den Bahnhof unübersichtlich. Die Umgestaltung hatte zum Ziel, einen modernen Umsteigebahnhof zu schaffen mit den Möglichkeiten der Vermarktung und der Erhöhung der Attraktivität für Fahrgäste und Besucher.

Zuerst musste eine neue übersichtliche Wegführung von und zu den Bahnsteigen entwickelt werden. Im Bahnhof wurde eine große Längshalle geschaffen, die dem Nutzer an jedem Punkt einen Überblick über das vielfältige Angebot ermöglicht. Zwei neugeschaffene Querpassagen leiten den Fahrgast zu den Bahnsteigen, die alle über Fahrtreppen und Aufzüge erschlossen. Die offene und transparente Gestaltung des Innenraumes ermöglicht Durchblicke nach allen Seiten und vermittelt ein Gefühl der Sicherheit für die Besucher des Bahnhofes. Entlang der Halle und der Passage ist durch den Einbau von über 50 Ladengeschäften ein vielfältiges Serviceangebot entstanden. Dadurch ist der Bahnhof nicht nur für Fahrgäste interessant, sondern auch als Dienstleistungszentrum Anziehungspunkt für Besucher bis spät am Abend. Die Gestaltung mit viel Glas und Naturstein und ein darauf abgestimmtes Beleuchtungskonzept sorgen für eine helle, freundliche Atmosphäre und laden zum Aufenthalt im Gebäude ein.

Die Umgestaltung des Bahnhofes erfolgte unter voller Aufrechterhaltung des S?Bahnbetriebes sowohl auf der Stadtbahn wie auch auf der Nordsüd-S-Bahn. Während der S-Bahnverkehr der Stadtbahn zwischenzeitlich auf die gesperrten Fernbahngleise ausweichen konnte, musste der unterirdische Bahnsteig D der Nordsüd-S-Bahn während der gesamten Umbauphase in Betrieb bleiben. Deshalb konnte auch die Neugestaltung des Bahnsteig D nicht im Zusammenhang mit dem Umbau des oberirdischen Bahnhofsteils realisiert werden. Eine gleichzeitige Sperrung des Bahnsteiges D hätte in dem ohnehin schwierigen Bauzustand die Umsteigeverhältnisse auf ein nicht mehr zu vertretendes Maß erschwert.

Der neue Bahnsteig D

Für die Nordsüd-S-Bahn musste also eine eigener Umbauzeitplan gefunden werden, wobei neben dringenden Instandsetzungsarbeiten auf den unterirdischen S-Bahnhöfen gleichzeitig auch notwendige Arbeiten am Tunnel und an den Gleisanlagen durchgeführt werden. Durch die Bündelung dieser Maßnahmen werden die Fahrgäste nur minimal beeinträchtigt. Gleichzeitig bietet sich die einmalige Möglichkeit, eine grundlegende Neugestaltung des unterirdischen Bahnsteig D des Bahnhof Friedrichstraße durchzuführen und damit die Umgestaltung des Bahnhofes, die 1995 begonnen wurde, zu vollenden.

Der zeitliche Ablauf für die Neugestaltung des Bahnsteiges D gestaltet sich wie folgt: Die Sanierung des Ausgangsbauwerkes Nord (Reichstagsufer) begann bereits am 25.03.02, die Hauptbaumaßnahme zur Erneuerung der Bahnsteigebene liegt in der Zeit vom 16. Juni bis zum 13. Oktober 2002 während der Vollsperrung dieses Streckenabschnittes. Die Kernbauzeit von nur 4 Monaten ist unter den komplizierten Bedingungen des Bauens in einer bestehenden unterirdischen Verkehrsanlage eine anspruchsvolle Aufgabe, die gründlich vorbereitet wurde.

Vorbereitend wurde eine Bestandsaufnahme veranlasst und die Kabel im Bahnsteigunterbau überprüft und in neuen Kabeltrassen abgelegt. Mit Beginn der Vollsperrung beginnt die ständige Baustellenversorgung auf der Schiene mit einen Umschlag von insgesamt ca. 9.000 t Abbruch- und Neubaumaterial. Das Baumaterial wird dabei über den Nordsüd-Tunnel vom Nordende her eingefahren.

Der neue Bahnsteig wird sich in seinem Erscheinungsbild übersichtlicher präsentieren. Die den Bahnsteig teilenden Gebäude auf der Mittellinie werden entfernt und durch transparente Neubauten ersetzt. Die erst später hinzugefügten seitlichen Mitteltreppen werden zurückgebaut. Damit wird auch eine bessere Einsehbarkeit für die S-Bahnmitarbeiter geschaffen.

Die verbleibende Mitteltreppe wird mit zwei Fahrtreppen ergänzt, die einen komfortablen Übergang zwischen Tunnel und Erdgeschoss und über weiterführende Fahrtreppen zu Regional- und S?Bahnsteigen der Stadtbahn ermöglichen. An den stirnseitigen Ausgangsbauwerken stehen weiterhin Fahrtreppen zu den Zwischengeschossen zur Verfügung. Der behindertengerechte Zugang bleibt über einen Aufzug zum Erdgeschoss der Empfangshalle erhalten. Das Bahnsteigmobiliar wird idem Erscheinungsbild der oberirdischen Bahnsteige angepasst, ebenso das Wegeleitsystem und die Zugzielanzeiger.

Die architektonischen Gestaltung des unterirdischen Haltepunktes lehnt sich an den historischen Entwurf an, wobei sich wesentliche Gestaltungselemente in zeitgenössischer Bauweise wiederfinden. Die Verkleidung von Tunnelwänden, Stützen und Bahnsteigaufbauten wird aus hellgrauen Keramikfliesen bestehen, die im Farbton der historischen Vorlage entsprechen, jedoch im Format insbesondere an den Tunnelwänden ein größeres Raster darstellen. Dies ermöglicht die Ausführung einer Keramikvorhangfassade, die in Trockenbauweise errichtet werden kann, was die technologischen Prozesse erheblich vereinfacht und zu einer Bauzeitverkürzung führt. Der Bodenbelag des Bahnsteiges und der Eingangsbauwerke wird ebenfalls in Anlehnung an den historischen Zustand mit anthrazitfarbenen Bodenplatten gestaltet und mit einem Blindenleitsystem ergänzt.

Der Tunnel zur U 6 und die Ausgangsbauwerke Nord und Süd werden in Abstimmung mit der Denkmalpflege rekonstruiert. Die Umwehrung der Ausgangsbauwerke erfolgt dabei nach historischen Vorbild mit einem Brüstungsmauerwerk.

Ziel der Baumaßnahme ist es, einen modernisierten S-Bahnhaltepunkt zu schaffen, der den hohen Anforderungen an einen wichtigen Umsteigeknoten auch in Zukunft gewachsen ist und trotzdem seine Geschichte nicht verleugnet.

Am 13.10.2002 ist die Umgestaltung des unterirdischen Haltepunktes beendet und dem Fahrgast bietet sich ein freundliches Bild einer modernen Verkehrsstation wie es auf einer 3-D Visualisierung schon einmal vorab betrachtet werden kann.

S-Bahn: Neue Behelfsbrücke beschleunigt S-Bahnverkehr auf der Wannseebahn

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Langsamfahrstelle an der Rubensstrasse (Friedenau) wird beseitigt / Ersatzverkehr mit Bussen ab 31. Mai, 18.00 Uhr

Ab Freitagabend, 31. Mai 2002, wird die Eisenbahnbrücke Rubensstrasse hinter dem nördlichen Ende des S-Bahnhofs Friedenau erneuert. Der Ausbau der alten Brückenteile und der Einbau der Hilfsbrücken erfolgt im Zeitraum von Freitag, 31. Mai, 18.00 Uhr bis Dienstag, 4. Juni, 4.00 Uhr. Während dieser Zeit wird der S- Bahnverkehr zwischen den Bahnhöfen Botanischer Garten und Schöneberg unterbrochen, dafür fahren Ersatzbusse.

Die Eisenbahnbrücke über die Rubensstrasse ist im Jahre 1891 gebaut worden. Zurzeit können S-Bahnzüge die Brücke nur mit Tempo 30 km/h befahren.

Ab Januar 2003 wird die S-Bahnlinie S 7 zwischen den Bahnhöfen Zoologischer Garten und Charlottenburg wegen der Grunderneuerung dieser Strecken unterbrochen. Die Linie S 1 wird damit zwischen Wannsee und Friedrichstrasse zur Umleitungsstrecke insbesondere für Fahrgäste aus dem Raum Potsdam/Wannsee, die in Richtung Innenstadt wollen. Aus diesem Grund kann die vorgesehene Erneuerung der Brücke Rubensstrasse nicht vor 2004 erfolgen. Um die Brücke bis zu diesem Zeitpunkt betriebsfähig zu halten und die S-Bahn nicht durchgehend mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung zu belasten werden jetzt die Hilfsbrücken eingebaut.

Die zwei 27 Meter langen Brückenteile werden auf vier Meter breiten Tiefladern transportiert. Im Kreuzungsbereich Rubensstrasse / Baumeisterstrasse wird ein 600-Tonnen-Kran aufgebaut. Deshalb wird die Rubenstrasse zwischen Kreuzung Baumeisterstraße und Hauptstrasse auf einer Länge von 150 Metern von Freitag, 31.Mai, 10.00 Uhr bis Dienstag, 4.Juni, 7.00 Uhr für den Verkehr voll gesperrt. Es besteht uneingeschränktes Halteverbot. Der Fahrzeugverkehr wird wie folgt umgeleitet:
Aus Richtung Norden über Hauptstrasse / Rheinstrasse / Saarstrasse / Beckerstrasse, aus Richtung Süden über Vorarlbergerdamm / Zufahrt zur A103, Sachsendamm / Dominicusstrasse und Hauptstrasse. Der Fussgänger- und Radverkehr wird nicht beeinträchtigt.

Die Bautechnologie und die Sperrzeit auf der S1 wurden so bemessen, dass einerseits der Bahnverkehr möglichst nur kurz unterbrochen ist, andererseits besonders lärmintensive Arbeiten am Tage ausgeführt werden können. Damit die Sperrzeit effektiv genutzt werden kann, werden die Arbeiten zur Ausrüstung des Streckenabschnitts mit neuer Signaltechnik und der Bau der Behelfsbrücken parallel durchgeführt.

S-Bahn Berlin GmbH und DB Projekt Verkehrsbau bitten Anwohner und Fahrgäste um Verständnis für die notwendigen Baumaßnahmen. Mit Problemen können sie sich jederzeit entweder an das S-Bahn Kundentelefon Tel. 0 30-29 74 33 33 oder das Bahnbautelefon
Tel. 0 30-29 71 29 73 wenden.

Michael Baufeld
DB Projekt Verkehrsbau GmbH
Pressesprecher

Tel.: (0 30) 29 75 58 77
Fax: (0 30) 29 75 57 32
E-Mail: presse@db-pvb.de

Ingo Priegnitz
S-Bahn Berlin GmbH
Pressesprecher

Tel.: (0 30) 29 74 39 06
Fax: (0 30) 29 74 39 08
E-Mail: pressestelle@s-bahn-berlin.de
Internet: www.s-bahn-berlin.de

S-Bahn + Bahnhöfe: Zwei Drittel aller Berliner S-Bahnhöfe jetzt behindertengerecht erreichbar

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Neuer Aufzug im S-Bahnhof Oranienburger Straße. Acht weitere Stationen werden noch dieses Jahr treppenfrei zugänglich

Mit dem kürzlich in Betrieb gegangenen Aufzug im unterirdischen S-Bahnhof Oranienburger Straße sind jetzt zwei Drittel aller Berliner S-Bahnstationen behindertengerecht erreichbar. „Damit ist eine wesentliche Etappe zu unserem Ziel erreicht, alle Berliner S-Bahnhöfe behindertengerecht treppenfrei zu erschließen“ sagt Wolfgang Borsch, Leiter des Bahnhofsmanagements Berlin. Acht weitere Stationen folgen noch in diesem Jahr.

DB Station & Service, die Bahnhofssparte der Deutschen Bahn, stattet 2002 noch die S-Bahnhöfe Friedrichsfelde Ost, Köpenick, Pankow-Heinersdorf und Springpfuhl mit Aufzügen aus. Im Zuge der Grundinstandsetzung der Wannseebahn (S 1) werden in diesem Jahr weiterhin die Stationen Friedenau, Mexikoplatz, Schlachtensee und Nikolassee behindertengerecht treppenfrei zugänglich gemachterschlossen. Dazu werden aus Bundes-, Landes- und Eigenmitteln der Bahn rund 2,5 Millionen Euro investiert.

2003 geht das Aufzugsprogramm weiter. So erhalten werden beispielweise die S-Bahnhöfe Humboldthain, Wollankstraße und Marzahn Aufzüge. Ferner ist vorgesehen, im Bahnhof Lichtenberg den S-Bahnsteig sowie zwei Regionalbahnsteige auszurüsten.

Der Aufzug in Oranienburger Straße ist als so genannter Durchlader konstruiert und ermöglicht es Rollstuhlfahrern, ihr Ziel zu erreichen, ohne in der Kabine wenden zu müssenin Fahrtrichtung ihr Ziel zu erreichen. Die Tastatur des Aufzuges ist zusätzlich in Brailleblindenschrift ausgeführt, um auch sehbehinderten Fahrgästen das Benutzen zu erleichtern. „Darüber hinaus sind die Aufzüge eine große Hilfe für Eltern mit Kinderwagen, Senioren und Fahrgäste mit Fahrrädern“, betont Gerd Jacob vom Bahnhofsmanagement der S-Bahn.

Im März diesen Jahres ging der Aufzug auf demn S-Bahnhof Rahnsdorf in Betrieb. Im April wurde im S-Bahnhof Unter den Linden ein weiterer Aufzug der Öffentlichkeit übergeben, der den Bahnsteig mit der Zwischenebene verbindet. Um diese S-Bahnstation durchgängig behindertengerecht zu machen, bedarf es jedoch noch eines Aufzuges von der Zwischen- zur Straßenebene. Sobald der Berliner Senat den Standort für die Straßenebene bestimmt hat, wird die Deutsche Bahn kurzfristig auch diesen Aufzug realisieren.

Burkhard Ahlert
Deutsche Bahn AG
Pressesprecher
Berlin/Brandenburg
Tel.: (030) 297 53 215
Fax: (030) 297 53 216
E-Mail:
burkhard.ahlert@bku.db.de

Ingo Priegnitz
S-Bahn Berlin GmbH
Pressesprecher
Tel.: (030) 297 43 906
Fax: (030) 297 43 908
E-Mail: ingo.priegnitz@s-bahn-berlin.de

S-Bahn: Heinrich Hinz (53) als neuer Arbeitsdirektor berufen

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Neues Mitglied der Geschäftsführung bei der S-Bahn Berlin GmbH

Als neuer Geschäftsführer für den Bereich Arbeit und Soziales ist der 53-jährige Heinrich Hinz vom Aufsichtsrat der S-Bahn Berlin GmbH berufen worden. Er löst Ernst-Otto Constantin ab, der in den Ruhestand ging.

Heinrich Hinz wurde am 1. Juli 1949 im nordrhein-westfälischen Volmerdingsen geboren. Nach Ausbildung und Tätigkeit bei den Finanzbehörden in Nordrhein-Westfalen und in Berlin wechselte er 1976 in die Transportbranche und war ab 1981 im Betriebsdienst der Deutschen Reichsbahn tätig. Seit Anfang der neunziger Jahre kümmerte er sich zunächst im Personalrat und später als Gewerkschaftssekretär um die Vertretung von Arbeitnehmerinteressen. Zuletzt war er für die Gewerkschaft Transnet in der Regionalbranche Fahrweg / Bau aktiv.

Der neue Arbeitsdirektor unterstützt das bewährte Kollegium um den Sprecher der Geschäftsführung Günter Ruppert (Technischer Geschäftsführer) und Walter Schumacher (Kaufmännischer Geschäftsführer).

Ingo Priegnitz
Pressesprecher

S-Bahn: Aktuelle Erkenntnisse zum S-Bahn-Unfall am S-Bahnhof Hackescher Markt

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Ermittlungen dauern an

Vorbehaltlich der Ermittlungsergebnisse des Bundesgrenzschutzes liegen Erkenntnisse zu den Ursachen des Unfalls vom 10. Mai 2002 am S-Bahnhof Hackescher Markt vor:

Nach der ersten Untersuchung der Bremsanlage des Unfallzuges und der Signaleinrichtungen an der Strecke gilt als sicher, dass alle technischen Einrichtungen ordnungsgemäß wirkten.

Am Halt zeigenden Signal wurde der Zug zwangsweise gebremst, wobei die Fahrgeschwindigkeit deutlich reduziert wurde. Mit dem derzeitigen Sicherungssystem der Berliner S-Bahn wird nur bei der Vorbeifahrt an einem Haltsignal eine Zwangsbremsung ausgelöst. Im Zusammenhang mit der zu hohen Fahrgeschwindigkeit war dennoch der Zusammenstoß mit dem noch im S-Bahnhof stehenden Zug nicht zu verhindern.

Bei der Annäherung des Zuges an den S-Bahnhof Hackescher Markt ist die signalisierte Geschwindigkeit vom Triebfahrzeugführer des Unfallzuges nicht beachtet worden.

Ingo Priegnitz
Pressesprecher

S-Bahn + Bahnhöfe: 100 Jahre Bahnhof Nikolassee

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Am Samstag, 11. Mai: Familienfest mit umfangreichem S-Bahn-Sonderverkehr

Der Bahnhof Nikolassee im Südwesten der Stadt hat eines der schönsten Empfangsgebäude der Berliner S-Bahn überhaupt. Auf zwei Bahnsteigebenen bildet er den Schnittpunkt zwischen den Linien S1 und S7. Das 1902 von den Architekten Fritz Brüning und Paul Vogler geschaffene Empfangsgebäude in Backsteingotik ist auch heute noch stadtbildprägend für die idyllische Villenkolonie im Zehlendorfer Ortsteil. Es besticht durch zahlreiche Zinnen, Bögen, Ziergiebel und Vorbauten. Markanter Mittelpunkt ist der Turm mit der Uhr.

Der 100. Geburtstag des „rot-weißen Schlosses“ ist am Samstag, 11. Mai, 10 bis 22 Uhr, Anlass für ein großes Familienfest, zu dem S-Bahn Berlin GmbH, Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf (Fachbereich Wirtschaft und Märkte) und die Arbeitsgemeinschaft Nikolassee herzlich einladen. Der Bahnhofsvorplatz wird zum Festplatz. Über 50 Marktstände bieten Handwerkskunst und Bahnsouvenirs. Im Rahmen des Unterhaltungsprogramms präsentieren sich die Rockgruppe Petticoat, die Bigband der Musikschule Steglitz-Zehlendorf, das Salonorchester Berlin und die JFK-Bigband. Ein umfangreiches Kinderprogramm erwartet die jüngsten Besucher. Für Essen und Trinken ist ausreichend gesorgt.

Zur Information über die laufenden und bevorstehenden Maßnahmen der Grunderneuerung des S-Bahn-Netzes im Südwesten Berlins gibt es eine besondere Ausstellung. Bei „S-Bahn im Dialog“ beantworten Verantwortliche der DB Projekt Verkehrsbau und der S-Bahn Berlin GmbH alle Fragen.

Zur Anreise nach Nikolassee werden die zahlreichen S?Bahn-Sonderzüge empfohlen. Auf der Linie S1 zwischen Frohnau und Wannsee fährt der S-Bahn-Traditionszug im Regelfahrplan (zum VBB-Tarif). Als besonderer Höhepunkt ist auch der Museumszug im Originalzustand der zwanziger Jahre unterwegs. Dieser startet um 12.20 und 14.40 Uhr ab Ostbahnhof über die Stadtbahn Richtung Nikolassee. Die Hin- und Rückfahrt kostet 3 EUR (Kinder von 4 bis 13 Jahren 2 EUR). Mit der Panorama-S-Bahn geht es um 15 Uhr ab Nikolassee über die Wannseebahn nach Gesundbrunnen und zurück. Um 17 Uhr startet der gläserne Zug ab Nikolassee über die Stadtbahn zum Ostbahnhof und zurück. Tickets kosten 8 EUR und sind nur am S-Bahn-Infomobil auf dem Festplatz erhältlich.

Ingo Priegnitz
Pressesprecher