Archiv für den Monat: Februar 2002

S-Bahn + Bahnhöfe: Gesundbrunnen: Weiterbau mit Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr

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Betonplatte für Bahnhofsvorfahrt an der Badstraße entsteht

Am Freitagabend (22.02.02, 22.00 Uhr) beginnen im Bahnhof Gesundbrunnen umfangreiche Arbeiten zum Aufbau von Schutz-gerüsten im Bereich der künftigen Bahnhofsvorfahrt an der Badstraßenbrücke. Bis Frühjahr 2003 soll der Bereich zwischen Bahnhof und Badstraßenbrücke fertiggestellt werden.

Bis zum 25. März werden in Wochenend- und Nachtarbeit dafür 6.500 Quadratmeter Fläche eingerüstet. Die Arbeiten finden an den Wochenen-den und nachts statt, um den S-Bahn-Verkehr möglichst wenig zu behindern. Allerdings wird im Bereich der S-Bahngleise gebaut, deshalb muss der S-Bahnverkehr bis 25. März an den Wochenenden und in den Nachtstunden zwischen Gesundbrunnen und Nordbahnhof unterbrochen werden. Auch die direkten Übergänge von den S-Bahnsteigen zum Bahnsteig der U-Bahnlinie 8 müssen in dieser Zeit geschlossen bleiben.

Die für das Projektmanagement verantwortliche DB Projekt Verkehrsbau GmbH bittet
S-Bahnkunden und Anwohner um Verständnis für die unvermeidlichen Beeinträchtigungen.

Die Schutzgerüste sind erforderlich, um anschließend bei rollendem S-Bahnverkehr am Bahnhof Gesundbrunnen weiter bauen zu können. Die jetzt beginnenden Arbeiten umfassen die Herstellung der Vorfahrtplatte, die Abdichtung der Bahnsteigüberbauung, den Einbau der Lichttechnik und die Komplettierung des Bahnhofsausgangs zur Swinemünder Brücke.

Die Arbeiten sind Anfang 2001 abgebrochen worden, nachdem die hier tätige Baufirma in Konkurs gegangen war. Im vergangenen Jahr konzen-trierte sich das Baugeschehen zunächst auf die termingerechte Inbetriebnahme der Verbindung zwischen Schönhauser Allee und Gesundbrunnen. Seit dem 17. September 2001 fahren die S-Bahnen wieder auf dieser mit dem Mauerbau 1961 unterbrochenen Strecke.

Nun werden auch die letzten Arbeiten an den S-Bahnsteigen zügig vorangebracht: Bis zur Inbetriebnahme der vollen Ringstrecke am 16. Juni 2002 werden die noch fehlenden Aufzüge sowie der Übergang von den S-Bahnsteigen zum Gesundbrunnen-Center fertiggestellt. Im Juli folgt der direkte Zugang von der Swinemünder Brücke.

Burkhard Ahlert
Deutsche Bahn AG
Pressesprecher Berlin/Brandenburg

Ingo Priegnitz
S-Bahn Berlin GmbH
Pressesprecher

U-Bahn: 100 Jahre Berliner U-Bahn

http://www.bvg.de/index.php/de/Bvg/Detail/
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year/2002/id/263/name/
100+Jahre+Berliner+U-Bahn

Ministerfahrt und Festakt zum Jubiläum

Mit der Ministerfahrt begann 1902 der Start der Berliner U-Bahn. Zum 100. Jubiläum wurde die Fahrt nachvollzogen.

Auf dem festlich geschmückten U-Bahnhof Warschauer Straße vollzogen Gäste und BVGer die Ministerfahrt vor 100 Jahren nach. Anwesend waren Verkehrsminister Kurt Bodewig, Klaus Wowereit, amtierender Bundesratspräsident und Regierender Bürgermeister sowie weitere Vertreter des öffentlichen Lebens.

In ihren Grußworten betonten die Repräsentanten die hervorragende Rolle der Berliner U-Bahn für die Mobilität in der Stadt und wünschten ihr weiterhin „gute Fahrt“ in die nächsten 100 Jahre.

Gäste anderer U-Bahnunternehmen, so aus Moskau, Barcelona, Bukarest, Wien u.a. Städten, überbrachten den Berliner U-Bahnern herzliche Grüße für die nächsten 100 Jahre. Anwesend waren während der Feierlichkeiten auch 100 Berlinerinnen und Berliner, die über eine Verlosung im „Berliner Fenster“ und die U-Bahnanzeige Daisy ihr Jubiläumsticket erhalten hatten.

(Unser Foto: Verkehrsminister Kurt Bodewig, der Regierende Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit und U-Bahndirektor Ulrich Deinhardt fertigen den historischen AI-Zug ab. v.l.n.r.)

Impressionen

Festakt im Deutschen Technikmuseum

Während eines offiziellen Festaktes zum U-Bahnjubiläum im Deutschen Technikmuseum stellte der Parlamentarische Staatssekretär Diller aus dem Bundesfinanzministerium eine Euro-Sondermünze und eine Sonderbriefmarke vor. In einer virtuellen Zeitreise wurde die Geschichte der Berliner U-Bahn eindrucksvoll dargestellt. Eine Ausstellung und kulturelle Darbietungen umrahmten die Festveranstaltung.

U-Bahnjubiläum für jedermann

Am 18. Februar 2002 empfängt ab 12 Uhr ein großer U-Bahn-Jubiläumsmarkt seine Gäste auf dem U-Bahnhof Olympia-Stadion – natürlich ist an diesem Tag auch das Berliner U-Bahnmuseum geöffnet. Weitere Höhepunkte entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungsprogramm .

Datum: 15.02.2002
Kontakt
Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)

Anstalt des öffentlichen Rechts
Holzmarktstraße 15-17
10179 Berlin

Telefon: (030) 19 44 9
Telefax: (030) 256 49 256
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Regionalverkehr: Zu den ÖPNV-Regionalkonferenzen hat der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) die aktuellen Planungen für den Schienenpersonen-nahverkehr (SPNV) zum Fahrplanwechsel am 14.12.02, das Forschungsprojekt „Impuls 2005“, die VBB-Qualitätsoffensive „Sternenwelle“ sowie die Verkehrsanbindung zur Landesgartenschau (LAGA) vorgestellt.

http://www.vbbonline.de/download/
pdf/presse/presse020214.pdf

Impuls 2005:
Impuls 2005 demonstriert beispielhaft eine neue Form des öffentlichen Nahverkehrs in den
Landkreisen Uckermark, Barnim und Oberhavel. Gemeinsam mit 18 Projekt- und
Praxispartnern und einem Finanzvolumen von rund 9 Mio. Euro führt der VBB das vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt durch. Durch
Impuls 2005 werden flexible Bedienungsformen, Linienverkehr und sogenannter „heimlicher
öffentlicher Verkehr“ wie Hotelbusse oder Sozialdienste gemeinsam angeboten. Gleichzeitig
werden die Mobilitätsangebote auf traditionellen und neuen Medien allen Beteiligten
angeboten.
VBB*Sternenwelle
Die VBB*Sternenwelle ist eine langfristige Marketingkampagne über mehrere Jahre. Sie
bildet die dritte Säule innerhalb der VBB-Qualitätsoffensive und schließt damit den Kreis
zwischen Verkehrsunternehmen, Kunden und dem VBB. Die VBB*Sternenwelle richtet sich
an Kunden und Nichtkunden des ÖPNV und soll zum einen durch
Direktmarketingmaßnahmen neue Fahrgäste gewinnen. Zum zweiten werden durch
Anregungen seitens der Befragten Qualitätsdefizite aufgedeckt und der Fahrgast aktiv in die
Mitgestaltung für das Gesamtsystem öffentlicher Nahverkehr einbezogen. Eine
VBB*Sternenwelle erstreckt sich über vier Wochen. Dort werden das Angebot an
öffentlichen Verkehrsmitteln, Anschlusssicherheit,
Ausstattung (wie Haltestellen oder Angebot an P+R-Plätzen), Fahrgastinformation und
Servicequalität (wie Freundlichkeit und Kompetenz des Personals) gestestet. Hierfür werden
maximal fünf Sterne als Qualitätsmerkmal für den betreffenden Streckenverlauf vergeben.
Die nächste Sternenwelle findet am 22. Februar 2002 auf der Strecke der RE 5 und RB 26
zwischen Berlin-Schönefeld und Walddrehna statt.
Integration des ZÖLS in den VBB:
Ab 1. August 2002 wird der Zweckverband ÖPNV Lausitz-Spreewald (ZÖLS) mit den drei Berlin-Brandenburg GmbH
Landkreisen Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße und Cottbus in den VBB-Tarif
integriert. Damit können Fahrgäste erstmals Fahrscheine bis in die Lausitz durchlösen und
alle Nahverkehrsmittel nutzen. Berlin und Brandenburg sind dann als ganze Bundesländer in
einem Verkehrs- und Tarifverbund.
Verkehrsanbindung zur LAGA:
Zur Landesgartenschau vom 27. April bis 13. Oktober 2002 wird ein Kombiticket angeboten.
Für 13,- Euro ist die Hin- und Rückfahrt von Berliner und Potsdamer DB-Bahnhöfen bis nach
Eberswalde inklusive Eintritt in die LAGA pro Person zu erwerben. Aus Richtung Berlin
verkehrt der RE 3 nach Eberswalde Hbf im Stundentakt oder die RB 60 werktags stündlich,
am Wochenende im Zwei-Stunden-Takt. Ab Eberswalde Hbf mit den Bussen 861, 862 oder
865 der Barnimer Busgesellschaft werktags alle 6 Minuten, am Wochenende alle 10 Minuten
bis zum LAGA-Gelände.
Neues für den Schienenverkehr:
Im Jahresfahrplan 2003, der vom 15.12.2002 bis zum 13.12.2003 gelten wird, ergeben sich
folgende Veränderungen für die RegionalExpress-Linien im VBB.
Alle Linien verkehren weiterhin im Kernabschnitt mindestens stündlich über die Berliner
Stadtbahn, die RE 1 sogar halbstündlich.
Folgende Linien werden im 60-Minuten-Takt über die Berliner Stadtbahn mit Halten in Berlin
Zoologischer Garten, Berlin Friedrichstraße, Berlin Alexanderplatz und Berlin Ostbahnhof
geführt (Abschnitt in Klammern alle 120 min):
RE 1 Magdeburg – Brandenburg – Potsdam – Berlin Stadtbahn – Frankfurt (Oder) –
Eisenhüttenstadt (Brandenburg – Frankfurt 30-Min-Takt)
RE 2 (Wismar –) Wittenberge – Berlin Stadtbahn – Lübben (Spreew.) – Cottbus
RE 3 (Dessau -) Belzig – Michendorf – Berlin Stadtbahn – Angermünde
(- Schwedt/Stralsund)
RE 4 (Falkenberg/Elster -) Jüterbog – Berlin Stadtbahn – Rathenow
RE 5 (Rostock/Stralsund -) Neustrelitz – Oranienburg – Berlin Stadtbahn – Luckau-Uckro
(- Elsterwerda/Hoyerswerda)
Im Konzept der Linien RE 1 bis RE 5 ergeben sich folgende Veränderungen:
· Die DB Regio AG beschafft mit finanzieller Förderung des Landes Brandenburg ca. 50
neue Doppelstockwagen. Mit diesen neuen Wagen werden Kapazitätsengpässe auf
den Linien RE 1, RE 2 und RE 4 beseitigt. Die meisten Züge der Linie RE 5 werden
ebenfalls auf das moderne Wagenmaterial (klimatisiert, mit Imbissautomat) umgestellt.
· Die Linie RE 2 wird bis Wismar verlängert. Damit ist das nordwestliche Mecklenburg aus
dem Raum Berlin/Brandenburg besser erreichbar.
· Die nach wie vor rege Bautätigkeit führt auf einigen Strecken zu längeren Fahrtzeiten
oder zu Verschiebungen im Takt. Fahrgäste der RE 2 im Abschnitt Berlin – Wittenberge
müssen im Jahr 2003 mit bis zu 10 Minuten längeren Fahrzeiten rechnen. Im Abschnitt
Berlin
– Frankfurt (Oder) der Linie RE 1 gibt es im Fahrplanjahr 2003 mit zeitweiligen
Einschränkungen.
· Die nördlichen Linienenden der RE 2 und RE 4 werden getauscht. Mit der neuen
Linienführung kann der Fahrplan im Abschnitt Berlin – Wittenberge besser an das
Baugeschehen angepasst werden.
Für die Region Uckermark-Barnim ergeben sich ab dem 15.12.2002 folgende
Veränderungen:
Für die Linie RE 3 (Dessau – Berlin – Schwedt/Stralsund) wird die durchgehende
Linienführung nach Schwedt bereits seit Ende Januar 2002 wieder angeboten.
Zwischenzeitlich mussten die Fahrgäste hier in Angermünde umsteigen, da wegen
Baumaßnahmen die Zeit für einen Lokwechsel zu knapp war.
Zwischen Berlin – Eberswalde wird der Wochenendverkehr verbessert. Die Züge der RB 60
verkehren nunmehr zwischen Berlin-Lichtenberg und Eberswalde auch an Wochenenden
im Stundentakt (bisher nur alle zwei Stunden). Die Züge ergeben gemeinsam mit der RE 3
zwischen Berlin und Eberswalde einen ungefähren 30-Minuten-Takt. Die Verlängerung
einzelner Züge der RB 63 bis Bernau an Wochenenden wird in diesem Zusammenhang
aufgegeben.
Auf der Linie RB 63 Eberswalde – Templin verkehren ausschließlich moderne
Neubautriebwagen. Gegenüber den bisherigen Triebwagen aus den Sechziger Jahren wird
ein deutlicher Qualitätsfortschritt erzielt.
Auch auf der Heidekrautbahn RB 27 (Berlin-Karow – Groß Schönebeck/Wensickendorf)
verkehren neue Triebwagen. Dem anfangs kritisierten Platzmangel soll im Laufe des
Fahrplans dadurch abgeholfen werden, dass die stark nachgefragten Züge in Doppeltraktion Berlin-Brandenburg GmbH
verkehren.
Hohes Fahrgastaufkommen verzeichnete die Verlängerung der RB 27 zum Bauernmarkt in
Schmachtenhagen. Bis zu 300 Fahrgäste pro Tag nutzen dieses Angebot. Aus diesem
Grund haben das Land Brandenburg und der VBB den Probebetrieb bis Dezember 2002
verlängert.

S-Bahn + Bahnhöfe: Neues Bahnhofsmanagement bringt Imagegewinn für Berliner S-Bahn

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Zahlreiche Bahnhöfe erhalten Verschönerungskur – Positive Bilanz nach einem Jahr

Kundenzufriedenheitsuntersuchungen bestätigen den positiven Trend: Atmosphäre und Sauberkeit auf den S-Bahnhöfen haben sich deutlich verbessert. Auch hat sich die Beurteilung von Beleuch-tung / Helligkeit, Einkaufsmöglichkeiten im Bahnhof und die Fahrgastinformation gegenüber dem Vorjahr weiter positiv entwickelt. Das ist das Ergebnis repräsentativer Befragungen, die seit 1996 regelmäßig durchgeführt werden.

Mehr Flexibilität und Schnelligkeit

Wesentlichen Anteil an dieser erfreulichen Entwicklung hat das erst vor einem Jahr ins Leben gerufene Bahnhofsmanagement der S-Bahn Berlin GmbH. „Im Rahmen einer Geschäftsbesorgungsvereinbarung mit dem Eigentümer DB Station & Service wurden 136 reine S-Bahnhöfe in unsere Obhut übernommen, um im Interesse des Fahrgastes die Instandhaltung schneller und kosteneffizienter ausführen zu können”, erklärt Gerd Jacob, Leiter Infrastrukturmanagement der S-Bahn Berlin GmbH. „Dies reicht von regelmäßiger Reinigung der Bahnhöfe, über Reparaturen und die Beseitigung von Störungen an Fahrtreppen und Aufzügen, bis zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit.” Dafür stehen 16 Mitarbeiter zur Verfügung, die durch ein 40-köpfiges Handwerkerteam der Hauptwerkstatt Schöneweide unterstützt werden. Dieses ist kurzfristig vor Ort einsetzbar.

Für die Erfüllung der Aufgaben erhält die S-Bahn Berlin GmbH als Geschäftsbesorger jährlich rund 14,2 Millionen Euro vom Eigentümer der Anlagen, der DB Station&Service AG. Aus diesem Budget werden ca. 3,8 Millionen Euro für die Sicherheits- und Ordnungsdienste aufgewandt, Jährlich 5,8 Millionen kostet die Instandhaltung der Bahnhöfe. Darüber hinaus investiert die S-Bahn Berlin GmbH für 2001/2002 weitere 5,4 Millionen Euro in die Verbesserung des Erscheinungsbildes von Bahnhöfen, die denkmalgerechte Herrichtung und die Erneuerung von Bahnsteigbelägen samt Blindenleitstreifen. 4,6 Millionen Euro fließen in die Reinigung und die Beseitigung von Schmierereien – Tendenz weiter steigend. Für die Bewältigung des gesamtgesellschaftlichen Vandalismusproblems benötigt die S-Bahn Berlin GmbH mehr denn je die Unterstützung der Kommunen und Ordnungsbehörden.

Behutsame Modernisierung vorhandener Bausubstanz

Die Erhaltung und Weiterentwicklung vorhandener Bahnhofssubstanz konnte im vergangenen Jahr 2001 auf den Bahnhöfen Marzahn, Springpfuhl, Mahlsdorf, Strausberg, Nikolassee und Waid-mannslust voran getrieben werden. Neue Bahnsteigbeläge und ein Blindenleitstreifen sorgen für erhöhte Sicherheit. In Nikolassee wurde ein Gewächshauszugang originalgetreu restauriert und in Waidmannslust das Zugangsbauwerk annährend in den Ursprungszustand zurück versetzt. Der Einbau eines Aufzuges wird in diesem Jahr abgeschlossen sein. Die Beendigung der Innensanierung des S-Bahnhofs Hohen Neuendorf verschiebt sich wegen mehrfacher Vandalismusschäden auf das Frühjahr 2002.

Bestandteil der Arbeit des Bahnhofsmanagements ist die Bereitstellung, Wartung und Reinigung neuer Fahrradabstellanlagen an den Bahnhöfen. Bislang wurden 41 Anlagen mit 3616 Stellplätzen von der S-Bahn Berlin GmbH erbaut. Die Kommunen mussten lediglich die dafür erforderlichen Flächen kostenfrei zur Verfügung stellen. Im Jahr 2002 kommen rund 25 weitere Anlagen mit 1500 Stellplätzen hinzu. Zur besseren Vernetzung der Verkehrsträger hat die S-Bahn Berlin GmbH diese kommunale Aufgabe freiwillig übernommen. Dennoch ist Gerd Jacob unzufrieden: “Wenn wir, insbesondere im Umland, mehr Menschen auf die Schiene bekommen wollen, brauchen wir bessere Park&Ride – Angebote. Im eigenen Interesse sollten die Kommunen handeln!”

Maßnahmepaket 2002

Auch im Jahr 2002 sind die Pläne und Projekte des Bahnhofsmanagements ehrgeizig. Ergänzend zu den Großbauprojekten, die von der DB Projekt Verkehrsbau bzw. DB Station & Service realisiert werden (z.B. Lehrter Bahnhof, unterirdischer Bahnhof Friedrichstraße, Papestraße, Gesundbrunnen), sind folgende Arbeiten geplant:

– Erneuerung der Unterdecke und Beleuchtung des Bahnsteigs Oranien-burger Straße
– Erneuerung Bahnsteigbelag und Einbau Blindenleitsystem Botanischer Garten
– Erneuerung Bahnsteigdächer Lichterfelde West, Marzahn und Spring-pfuhl
– Erneuerung Entwässerungsleitungen in Botanischer Garten und Sund-gauer Str.
– Wiedereröffnung des südlichen Zugang Waidmannslust (Baubeginn 2002 abhängig
von ausstehender Genehmigung des Eisenbahnbundesamtes)
– Erneuerung der Wandfliesen in Nikolassee (Tunnel zum Empfangsgebäude)
– Erneuerung von Fliesen und Beleuchtung im Zugangsbereich Humboldthain
– Korrosionsschutzarbeiten Fußgängerbrücke Biesdorf
– Instandsetzung der Aufzüge Anhalter Bahnhof, Rathaus Steglitz, Hermsdorf
und Schichauweg
– Instandsetzung von Fahrtreppen Bundesplatz, Anhalter Bahnhof, Schichauweg
– Erneuerung der Bahnhofsbeleuchtung auf 15 Bahnhöfen

Investitionen in neue Aufzüge

Parallel führt der Eigentümer DB Station & Service umfangreiche Investitionen zur behindertengerechten Ausstattung der Bahnhöfe durch. In Köpenick, Friedrichsfelde Ost, Rahnsdorf, Springpfuhl, Pankow-Heinersdorf, Waidmannslust, Oranienburger Straße, Unter den Linden, Mexikoplatz, Schlachtensee und Nikolassee (S 1) gehen neue Aufzüge in Betrieb. In Friedenau beginnen vorbere-tende Arbeiten. Die Bahnhöfe Witzleben /ICC, Hohenzollerndamm und Anhalter Bahnhof erhalten zusätzliche Ausgänge.

„Mit den neuen Strukturen haben wir eine sinnvolle Arbeitsteilung gefunden, um unseren Fahrgäste zeitgemäß moderne und attraktive Bahnhöfe bieten zu können, in denen Sauberkeit und Service nicht nur ein Schlagwort sind”, sagt Wolfgang Borsch, Bahnhofsmanager von DB Station & Service. “Es liegt noch ein langer Weg mit viel Arbeit vor uns. Aber wir werden ihn gehen, damit Bahnhöfe überall wieder die Visitenkarten der Bahn sind.”

S-Bahn: Die Rückkehr der Baureihe 167

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Eleganter Zug aus den 30er Jahren steht nach Aufarbeitung für Sonderfahrten

Nach gründlicher Aufarbeitung in der S-Bahn-Hauptwerkstatt Schöneweide ist am 2. Februar 2002 ein Halbzug der Baureihe 167 auf seine Jungfernfahrt gegangen. Die zwei Wagen des ersten Viertelzuges repräsentieren den Zustand der späten 30er Jahre, die zwei anderen Wa-gen die nüchtern-modernen 60er Jahre.

Damit steht interessierten Berlinern und auswärtigen Fahrgästen ab sofort ein betriebsfähiges historisches S-Bahnfahrzeug aus dem Jahr 1938 für Sonderfahrten durch die Hauptstadt zur Verfügung. Die S-Bahn Berlin GmbH bekennt sich mit dem Erhalt dieses wichtigen Zeitzeugen des Berliner Stadtverkehrs zu ihrer fast 80-jährigen Geschichte, wie Geschäftsführer Günter Ruppert betonte. „Unsere Fahrgäste sollen wissen, wo die Wurzeln unseres Unternehmens liegen.“ Die Gestaltung der Zukunft brauche auch ein Bekenntnis zur Herkunft, sagte Ruppert.
Im Gegensatz zu den legendären Stadtbahnerzügen von 1928 mit eckiger Front bestechen die „Rundköpfe“ der Baureihe 167 durch ihr zeitlos elegantes Design. Im Jahr 1998 beschlossen die S-Bahn Berlin GmbH und der Verein Historische S-Bahn, einen Halbzug dieser interessanten Baureihe aufzuarbeiten. Dessen Vorsitzender Walied Lorenz sagte, für den Verein sei es ein wichtiges Ziel, die Berliner S-Bahngeschichte der gesamten Bevölkerung näher zu bringen und dabei das Unternehmen S-Bahn Bahn Berlin GmbH tatkräftig zu unterstützen. „Deshalb haben wir auch zu einer begleitenden Spendenaktion aufgerufen.“ Ab Mai 1999 begannen die Mitarbeiter der S-Bahn-Hauptwerkstatt Schöneweide, den Halbzug sehr gründlich und mit viel Liebe zum Detail aufzuarbeiten. Deren Leistung, die Spenden und viele Sach- und Arbeitsleistungen des Vereins zur Aufarbeitung des Fahrzeugs verkörpern einen Wert von rund 1,5 Millionen Euro.

Was ist an den beiden aufgearbeiteten Viertelzügen so faszinierend? Der Innenraum der 60er-Jahre-Wagen mit ihren blauen Kunstlederpolstern und den weißen Sprelacartwänden nimmt die Fahrgäste auf eine Reise in diese nüchtern-moderne Zeit mit. An den Wänden grüßt auf einer Werbetafel das neu eröffnete Centrum-Warenhaus am Alexanderplatz. Anschließend heißt es umsteigen in den Beiwagen von 1938, der die damalige Zwei-Klassen-Gesellschaft widerspiegelt: Ein deutlicher Kontrast zwischen rustikalen Escheholzbänken und den plü-schigen Velourspolstersitzen. Nur eins ist gleich: Es gibt kein Stück Messing mehr zu greifen – das Zeitalter der so genannten Heimstoffe ist in den späten 30er Jahren mit glänzendem Aluminium allgegenwärtig. Die in den 70er Jahren modernisierten Züge der Baureihe 477 (Bezeichnung seit 1992) rollen im kommenden Jahr aufs Abstellgleis.

Wer das Fahrgefühl der liebevoll restaurierten S-Bahnzüge selber erleben möchte, kann an den regelmäßigen öffentlichen Traditionsfahrten teilnehmen oder den Zug für eigene Touren bei der
S-Bahn Berlin GmbH chartern: Telefon (030) 29 74 38 46

Holger Hoppe
Stellv. Pressesprecher