Archiv für den Monat: Dezember 2001

S-Bahn: Bis 1. Januar fährt die S-Bahn rund um die Uhr

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Tageskarte gilt Silvester 54 Stunden

Von Freitag, 21. Dezember 2001, bis Mittwoch, 2. Januar 2002, sind die rot-gelben Züge der S-Bahn Berlin GmbH rund um die Uhr im Netz unterwegs. Der Fahrplan orientiert sich im wesentlichen an dem üblichen Angebot der Wochenendnächte, ist jedoch auf einzelnen Strecken der Nachfrage angepasst.

24. Dezember (Heiligabend)
Es gilt der Samstagfahrplan. Die den 10-Minuten-Takt bildenden Züge sowie die Linien S 45, S6 und S 8 fahren nur bis ca. 17 Uhr. Die Linie S 46 fährt zwischen Königs Wusterhausen und Hermannstraße. Die Linie S 5 fährt nur zwischen Strausberg Nord und Ostbahnhof. Statt der Linien S 8und S 86 fährt zwischen Spindlersfeld und Gesundbrunnen die Linie S 85.

25. + 26. Dezember (1. + 2. Weihnachtstag)
Es gilt der Sonntagsfahrplan.

27. + 28. Dezember (Donnerstag + Freitag)
Es gilt der Donnerstag- bzw. Freitag-Fahrplan. Die im Berufsverkehr zu-sätzlich eingesetzten Züge der Linien S 3, S 4, S5 und S 7 entfallen. Zu-sätzlich wird in der Nacht zu Donnerstag und in der Nacht zu Freitag durchgehender Nachtverkehr nach besonderem Fahrplan angeboten.

31. Dezember (Silvester)
Es gilt der Samstagfahrplan. In den Abend- und Nachtstunden wird das Angebot bis 4 Uhr am Neujahrsmorgen weitgehend dem üblichen Tages-fahrplan angepasst. Ab ca. 21 Uhr gelten einzelne Abweichungen:

S 1 Wannsee – Oranienburg alle 20 Minuten zwischen Zehlendorf und Frohnau alle 10 Minuten
S 26 Lichterfelde Süd und Blankenburg alle 20 Minuten, Blankenburg und Birkenwerder alle 40 Minuten
S 4 durchgehend alle 10 Minuten
S 46 Königs Wusterhausen – Tempelhof alle 20 Minuten
S 86 Spindlersfeld – Hermannstraße bis 4 Uhr alle 20 Minuten

Aus Sicherheitsgründen ist der S-Bahnhof Unter den Linden ab 18 Uhr geschlossen. Der Bereich Unter den Linden / Pariser Platz / Brandenbur-ger Tor ist durch kurze Fußwege von den Bahnhöfen Friedrichstraße, Potsdamer Platz und Französische Straße erreichbar.

1. Januar (Neujahr)
Von den frühen Morgenstunden bis zum späten Vormittag fahren alle Li-nien im 20-Minuten-Takt. Die S 4 fährt alle 10 Minuten. Danach gilt der Sonntagsfahrplan.

2. + 3 . + 4. Januar (Mittwoch, Donnerstag, Freitag)
Es gilt der normale Fahrplan. Die im Berufsverkehr zusätzlich eingesetz-ten Züge der Linien S 3, S 4, S 5 und S 7 entfallen.

Sonderangebote zur Euro-Einführung

Als besonderen Service im Zusammenhang mit der Währungsumstellung verlängert die S-Bahn Berlin GmbH in Absprache mit den anderen Ver-bundunternehmen die Geltungsdauer von Fahrausweisen:

Tageskarten mit Gültigkeit für den 31. Dezember 2001 berechtigen bis zum 02. Januar 2001, 3 Uhr, zur Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmit-teln. Das heißt: Die Geltungsdauer verdoppelt sich.

Kalenderbezogene Monatskarten für Dezember 2001 sind bis zum 3. Januar 2002, 24 Uhr gültig. Monatskarten für Januar 2002 gelten bereits ab 29. Dezember 2001.

Mehr Infos beim Kundentelefon der S-Bahn Berlin GmbH unter Tel. (030) 29 74 33 33 oder im Internet unter www.s-bahn-berlin.de.

Ingo Priegnitz
Pressesprecher

S-Bahn: Neue Verbindungen: Fortsetzung des Grunderneuerungsprogramm „Hauptstadtbahn 2006“

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Mit der Wiederherstellung der S-Bahn-Verbindung zwischen Westhafen und Gesundbrunnen zum 16. Juni kommenden Jahres kann die Berliner Ringbahn wieder durchgehend befahren werden. Bund, Land und Deutsche Bahn haben damit ihr Ziel der Reaktivierung des über Jahrzehnte vernachlässigten Stadtschnellbahnsystems erreicht. Die sogenannte „Strecke ohne Ende“ mit einer Länge von 37 Kilometern war im August 1961 in Folge des Mauerbaus geteilt und im Westteil der Stadt Anfang der achtziger Jahre stillgelegt worden.

In bisher 5 Schritten fand seit 1993 der Wiederaufbau der neben Stadtbahn und Nord-Süd-Bahn wichtigsten S-Bahn-Strecke statt. Langwierige Planfeststellungsverfahren, in denen veränderte Rahmenbedingungen für die Fernbahn und den Transrapid berücksichtigt werden mussten, hatten immer wieder zu Verzögerungen bei der Fertigstellung geführt.

Ringbahn mit Betriebskonzept für das neue Berlin

Der Vollring eröffnet für die S-Bahn Berlin GmbH grundsätzlich neue Möglichkeiten der Betriebsführung. „Wir können Linienweg und Zugdichte künftig besser der Nachfrage und den veränderten Verkehrsströmen im neuen Berlin anpassen“, erklärt Geschäftsführer Günter Ruppert. Gleichzeitig ermöglicht das erweiterte Angebot im Zusammenhang mit der Grunderneuerung des S-Bahn-Bestandsnetzes bei Streckensperrungen eine bessere Umleitung von Verkehrsströmen.

Mit der Betriebsaufnahme des Zugverkehrs auf der komplettierten Ringbahn werden sich zum Teil seit Jahrzehnten gewachsene Fahrtgewohnheiten verändern und Fahrzeiten verkürzen. Die S-Bahn Berlin GmbH hat im Vorfeld der Inbetriebnahme verschiedene Modelle der Betriebsführung entwickelt und in Simulationen getestet. Dabei stellte sich heraus, dass bei einer Fahrzeit von rund 63 Minuten wegen Taktverschiebungen ein endloser Ringbetrieb wenig sinnvoll ist.

Vielmehr hat sich das Verkehrsunternehmen deshalb für einen Betrieb entschieden, bei dem die Züge von den südöstlichen Zulaufstrecken (Königs Wusterhausen / Spindlersfeld) den Ring erreichen und nach jeweils ca. eineinhalb Umrundungen enden oder den Ring an anderer Stelle wieder verlassen. Die Fahrzielanzeiger an den Zügen und auf den Bahnsteigen werden klar nachvollziehbare Fahrtwege angeben.

Weitere Modernisierung des Bestandsnetzes

Der Vollring ist Voraussetzung für die weitere Sanierung des Bestandsnetzes entsprechend des Grunderneuerungsprogramms „Hauptstadtbahn 2006“.

Nach Bereitstellung der finanziellen Mittel kann nunmehr zügig der Ausbau des unteren Bahnhofs Friedrichstraße zu einer modernen zeitgemäßen Verkehrsstation begonnen werden. Ferner wird die endgültige Fertigstellung des Bahnhofs Potsdamer Platz im Bereich des Kreuzungsbauwerkes mit der Linie U 3 sowie die Ausrüstung des nördlichen Bahnhofsteil mit Lärmschutzschottermatten möglich. Innerhalb des Anhalter Bahnhofs bis zum südlichen Tunnelmund der S 1 werden Gleise erneuert sowie zwischen Nordbahnhof und Oranienburger Straße Weichen eingefügt, die künftig eine flexiblere Betriebsführung ermöglichen. „Wir haben uns zur Ausführung der Arbeiten für eine Paketlösung entschieden“, fasst Ruppert die Vorgehensweise zusammen. Die Abstimmungen mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg laufen noch. Nach bisherigem Planungsstand fahren zwischen Nordbahnhof und Yorckstraße daher leider vom 16. Juni bis 18. August keine Züge. Anschließend werden die Arbeiten bis zum 13. Oktober auf den Abschnitt Potsdamer Platz – Nordbahnhof beschränkt. Ein Ersatzverkehr mit Bussen wird voraussichtlich zwischen Bülowstraße – Yorckstraße – Potsdamer Platz eingerichtet, da die Umfahrung über den Nordring, Südring, Stadtbahn und die U-Bahnlinien U 2, U 6 und U 8 erheblich einfacher ist.

Vernetzte S-Bahn-Linien schaffen umsteigefreie Verbindungen

Während der Modernisierungsarbeiten im Nord-Süd-Tunnel wird die Linienführung auf der Ringbahn den Erfordernissen entsprechend eingerichtet. Folgendes Konzept ist vorgesehen:

S 2 Bernau / Buch – Blankenburg – Pankow – Gesundbrunnen

WIRD ZU LINIE:

S 4 Gesundbrunnen – Westkreuz – Papestraße – Ostkreuz – Gesundbrunnen (Vollring) – Westend

WIRD ZU LINIE:

S 46 Westend – Papestr. – Schöneweide – Königs Wusterhausen
S 47 Westend – Papestr. – Schöneweide – Spindlersfeld

Investitionen für die Infrastruktur der Hauptstadt

Der Finanzrahmen für das Programm Hauptstadt-S-Bahn 2006 umfasst 3 Milliarden DM. Allein im Jahr 2001 verbaute die Konzerntochter DB Projekt Verkehrsbau 230 Mio. DM in die Infrastruktur. Rund 4 Milliarden DM wurden bereits seit dem Fall der Mauer in die Wiederherstellung des S-Bahn-Netzes investiert. (Zum Vergleich: Im Zeitraum 1990 bis 2010 betragen die Gesamtausgaben zur Entwicklung der Eisenbahn-Infrastruktur in Berlin 20 Milliarden DM).

Ausführliche Fahrgastinformation schafft Verständnis

Die S-Bahn Berlin GmbH informiert ihre Fahrgäste auch weiterhin ausführlich über die bevorstehenden Projekte und die damit verbundenen Änderungen. 14-täglich erscheint die kostenlose Kundenzeitung “punkt 3”, wöchentlich gibt es das Faltblatt “Bauinfos für Bahnfahrer”. Am Bahnbautelefon beantworten Experten individuelle Einzelfragen. Hinweise zu Fahrplanänderungen werden im Internet und als E-mail-Service angeboten.

Ingo Priegnitz
Pressesprecher