Straßenbahn: Neues Schienenschleiffahrzeug in Betrieb

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Seit einiger Zeit bemüht sich der BVG-Unternehmensbereich Straßenbahn darum, die unerwünschte Lärmentwicklung ihrer Straßenbahnen zu vermindern. Die Geräusche werden dabei hauptsächlich durch die permanente Schwingung von Rad und Schiene verursacht. Nachdem bereits die Flachstellen an den Rädern nachgeschliffen und in den Werkstätten neue Anlagen für die Radsatzbearbeitung installiert wurden, nahm die Straßenbahn am 9. Februar ein neues Schienenschleiffahrzeug in Betrieb.

Bisher war die BVG vom Terminkalender fremder Firmen abhängig, um die Schienen entsprechend schleifen zu können. Dabei wurden die Unebenheiten (sogenannte Riffel) erst ab einer bestimmten „Tiefe“ beseitigt, also erst, wenn bereits störende Geräusche zu vernehmen waren. Mit dem neuen Schleifwagen werden die Gleise kontinuierlich befahren und damit in einem ständig glatten Zustand gehalten. Dadurch vermindern sich nicht nur die Geräusche, sondern der Verschleiß an den Radreifen lässt sich auch reduzieren.

Der Schienenschleifwagen, der fast wie eine normale Straßenbahn aussieht, wird dabei montags bis freitags mit einer Geschwindigkeit von etwa 30 km/h im normalen Straßenbahnverkehr „mitschwimmen“, ohne den Fahrgastbetrieb zu beeinträchtigen. Ist an bestimmten Stellen ein stärkeres Schleifen notwendig, muss dabei Schrittgeschwindigkeit gefahren werden. Diese Arbeiten werden dann nur nachts vorgenommen.

Wie funktioniert das Fahrzeug? Unter dem vierachsigen Spezialwagen ist ein zweiachsiges Schleifgestell montiert, in dem sich pro Schienenseite sechs Schleifsteine befinden. Diese rutschen auf den Schienen entlang und schleifen die Unebenheiten weg. Dabei werden sie mit einem variablen Druck an die Schienen gepresst.

Datum: 12.02.2001

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